Zwanziger: Infantino soll sich als Zirkusdirektor outen
15.04.2025 - 11:19:12 | dpa.deDer ehemalige DFB-PrĂ€sident Theo Zwanziger hat den Weltverband FIFA und dessen PrĂ€sidenten Gianni Infantino scharf kritisiert. «Wenn sie mit dem FuĂball Geld machen wollen, wĂ€re mein Wunsch, dass sie einfach diese ethischen MĂ€ntelchen, die sie sich immer umhĂ€ngen, einfach mal lassen. Sie sollen einfach sagen, wir machen FuĂball und das ist heute ein groĂes GeschĂ€ft», sagte Zwanziger im Podcast «Calcio d'Oro».
Es wĂ€re eine ehrliche Haltung, wenn man sich einfach eingestehe, dass man im Wesentlichen «Unterhaltung und Zirkus» sei, fĂŒgte der 79-JĂ€hrige an. Zwanziger war zwischen 2004 und 2012 PrĂ€sident des Deutschen FuĂball-Bundes.Â
Zwanziger: Infantino ist kein Vorbild
Vor allem die Rolle von Verbandsboss Infantino sieht Zwanziger kritisch. «So zu tun, als sei man eigentlich der Weltverbesserer, ist falsch. Infantino ist kein Vorbild fĂŒr den FuĂball. Wenn er dort herumspringt, soll er sich lieber als Zirkusdirektor outen», sagte Zwanziger, der zudem die MachtfĂŒlle des Schweizers im FuĂball-Kosmos beklagt. Die FIFA sei eine Geldmaschine. Es mucke leider niemand auf, sagte Zwanziger.
Infantino entscheide, wo es mit dem WeltfuĂball hingeht. «Er hat es in der Hand, irgendwo wieder ein Turnier zu schaffen, bei dem sie alle viel Geld verdienen. Wenn die FunktionĂ€re dort hinfahren dĂŒrfen und die Millionen mitnehmen, sind sie auch ruhig und sagen nichts mehr», monierte Zwanziger.Â
Dies sei die Methode, «mit der man korrupte Organisationen in einem Sport wie den FuĂball hochhalten kann». Die WM 2026 ist schon vor einigen Jahren an die USA, Mexiko und Kanada vergeben worden. 2030 wird nach Eröffnungsspielen in SĂŒdamerika hauptsĂ€chlich in Spanien, Portugal und Marokko gespielt. FĂŒr 2034 hat Saudi-Arabien den Zuschlag erhalten. In diesem Sommer findet erstmals die Club-WM mit 32 Vereinen statt.
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