DFB, Bundestag

DFB-PrĂ€sident will Bewerbung fĂŒr MĂ€nner-WM prĂŒfen

04.11.2025 - 10:00:07

Die nĂ€chsten drei Fußball-Weltmeisterschaften sind vergeben. Ein drittes Turnier nach 1974 und 2006 hat der Deutsche Fußball-Bund dennoch nicht aus den Augen verloren.

DFB-PrĂ€sident Bernd Neuendorf will sich langfristig mit einer möglichen Bewerbung fĂŒr eine MĂ€nner-Weltmeisterschaft in Deutschland beschĂ€ftigen. «Unser Fokus liegt derzeit auf der Bewerbung fĂŒr die Frauen-EM 2029. Aber natĂŒrlich kann ich mir grundsĂ€tzlich vorstellen, dass wir uns perspektivisch mit dieser Frage auseinandersetzen und schauen, unter welchen Rahmenbedingungen eine solche BewerbungÂ ĂŒberhaupt denkbar ist», sagte der 64-JĂ€hrige in einem dpa-GesprĂ€ch vor dem DFB-Bundestag am Freitag in Frankfurt/Main.

Hoffen auf die Frauen-EM 2029

Deutschland hatte bisher 1974 und 2006 eine MĂ€nner-WM ausgerichtet. Das letzte große Turnier war die EM 2024. Der DFB bewirbt sich derzeit um die Frauen-EM 2029, nachdem der Verband nicht wie erhofft die WM 2027 bekommen hatte. Diese findet in Brasilien statt. Bei der EM sind Schweden/DĂ€nemark, Polen und Portugal die Konkurrenten. 

Vergeben sind die MĂ€nner-Weltmeisterschaften fĂŒr die Jahre 2026 (USA, Kanada, Mexiko), 2030 - erstmals auf drei Kontinenten mit den LĂ€ndern Marokko, Portugal, Spanien, Uruguay, Argentinien und Paraguay - sowie 2034 (Saudi-Arabien). 

DFB sieht «ausgezeichnete Infrastruktur» im Lande 

«Klar ist, dass es nur wenige VerbÀnde in der Welt gibt, die die Infrastruktur haben, um ein solches Turnier mit 48 Mannschaften und den damit einhergehenden Anforderungen zu stemmen», sagte Neuendorf. «Wir können selbstbewusst sagen, dass wir eine ausgezeichnete Infrastruktur besitzen. Aber das ist wirklich Zukunftsmusik.» 

Mit Blick auf die beiden deutschen A-Nationalteams sagte Neuendorf: «Ich glaube nicht, dass wir den Anschluss verloren haben.» Er sei davon ĂŒberzeugt, dass die MĂ€nner von Bundestrainer Julian Nagelsmann die nĂ€chsten beiden Qualifikationsspiele gewinnen, sich direkt fĂŒr die WM qualifizieren und idealerweise in Lostopf eins landen. «Damit gehören wir dann auch zu den Spitzenteams», meinte der SpitzenfunktionĂ€r, der beim DFB-Bundestag keinen Gegenkandidaten zu erwarten hat.

Mit Nationalteams «Anschluss halten» 

Bei den Frauen verwies Neuendorf darauf, dass die Auswahl von Chefcoach Christian WĂŒck Ende November/Anfang Dezember in den Finals gegen die Weltmeisterinnen aus Spanien «den nĂ€chsten Titel holen» können. «Auch waren wir bei der Frauen-EM letzten Sommer im Halbfinale, und 2024 haben wir bei den Olympischen Spielen die Bronzemedaille geholt. Damit gehören wir zur Spitze», sagte Neuendorf. «Wir mĂŒssen aber alle Anstrengungen unternehmen, um den Anschluss zu halten.»

@ dpa.de