WM, USA

Schock in der Nachspielzeit: Schweiz nur 1:1 gegen Katar

13.06.2026 - 23:07:57 | dpa.de

Die Schweiz will bei dieser Weltmeisterschaft Großes erreichen. Der Auftakt misslingt jedoch. Ein ausgebliebener Abseitspfiff sorgt zudem für Verwunderung.

  • Das war nichts: Die Schweiz hat gegen Katar nicht gewonnen. - Bild: Eugene Hoshiko/AP/dpa
    Das war nichts: Die Schweiz hat gegen Katar nicht gewonnen. - Bild: Eugene Hoshiko/AP/dpa
  • Die Schweiz hatte früh Grund zur Freude. - Bild: Eugene Hoshiko/AP/dpa
    Die Schweiz hatte früh Grund zur Freude. - Bild: Eugene Hoshiko/AP/dpa
  • Embolo zeigte beim 1:0 keine Nerven. - Bild: Eakin Howard/AP/dpa
    Embolo zeigte beim 1:0 keine Nerven. - Bild: Eakin Howard/AP/dpa
  • Die Schweizer Fans waren schon früh auf den Beinen. - Bild: Eakin Howard/FR171640 AP/AP/dpa
    Die Schweizer Fans waren schon früh auf den Beinen. - Bild: Eakin Howard/FR171640 AP/AP/dpa
Das war nichts: Die Schweiz hat gegen Katar nicht gewonnen. - Bild: Eugene Hoshiko/AP/dpa Die Schweiz hatte früh Grund zur Freude. - Bild: Eugene Hoshiko/AP/dpa Embolo zeigte beim 1:0 keine Nerven. - Bild: Eakin Howard/AP/dpa Die Schweizer Fans waren schon früh auf den Beinen. - Bild: Eakin Howard/FR171640 AP/AP/dpa

Schock in der Nachspielzeit: Die Schweiz ist mit einem späten Tiefschlag und einer großen Enttäuschung in die Fußball-Weltmeisterschaft gestartet. Die mit zahlreichen aktuellen oder ehemaligen Bundesligaprofis besetzte Mannschaft von Trainer Murat Yakin kam gegen den krassen Außenseiter Katar zum Auftakt nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus. 

Im San-Francisco-Bay-Area-Stadion brachte Breel Embolo die Schweiz zunächst in Führung (17. Minute/Foulelfmeter). Durch ein Eigentor von Miro Muheim vom Hamburger SV kam Katar jedoch noch zum Ausgleich (90.+4). Für das vom Spanier Julen Lopetegui gecoachte Team war es bei der zweiten WM-Teilnahme der erste Punkt.

Kuhglocken und Gesänge in der Sonne

Bei strahlend blauem Himmel und rund 25 Grad versammelten sich schon vor 10 Uhr Ortszeit zahlreiche Fans am Stadion in Santa Clara. Mit Kuhglocken und Gesängen stimmten sich die Schweiz-Anhänger bei einem gemeinsamen Marsch auf die Partie ein. In der riesigen Arena, in der im Februar noch der Super Bowl stattfand, blieben beim Anstoß in der Mittagshitze allerdings zahlreiche Plätze leer. 

«Wir haben Hunger wie nie zuvor», hatte Kapitän Granit Xhaka vor dem Anpfiff verkündet. Der Mittelfeldstratege vom AFC Sunderland will mit der Schweiz die «beste WM aller Zeiten» spielen. Bisher ist das Viertelfinale der größte Erfolg.

Außenseiter hat die erste Chance

Fast wurden die Schweizer aber früh geschockt. Edmilson Junior tauchte frei vor Torwart Gregor Kobel auf, scheiterte jedoch am Keeper von Borussia Dortmund.

Der Favorit war nun wach. Die Schweiz baute Druck auf. Der sehr agile Dan Ndoye machte mächtig Alarm, konnte seine Chancen jedoch nicht nutzen. Embolo blieb vom Elfmeterpunkt dagegen ganz cool. Katars Torwart Mahmud Abunada hatte Remo Freuler im Strafraum gefoult und der frühere Gladbacher verwandelte souverän.

Irritation um Strafstoß

Dass es überhaupt Elfmeter gab, sorgte allerdings für etwas Verwunderung. Kamerabilder ließen eine Abseitsposition Freulers vor dem Foul erahnen. «Ich hätte mit einer Abseitsposition gerechnet», sagte der frühere Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer im ZDF. «Ich kann mir nur vorstellen, dass die Kamera eine falsche Perspektive gezeigt hat oder die halbautomatische Abseitslinie ausgefallen ist.» Auch TV-Experte und 2014er Weltmeister Per Mertesacker zeigte sich irritiert.

Die Schweiz beschwerte sich natürlich nicht, kontrollierte auch in der Folge das Spiel und hatte Chancen für weitere Tore. Der starke Abunada verhinderte jedoch eine schnelle Vorentscheidung. So hatte Katar bei einer seiner wenigen Offensivaktionen kurz vor der Pause die Ausgleichschance. Erneut blieb Kobel gegen Edmilson Junior der Sieger.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig. Die Schweizer ließen den Ball laufen, glänzten aber kaum. Phasenweise hatte die Partie etwas von Sommervorbereitung - auch stimmungstechnisch.

Später Ausgleich schockt Schweiz

Nach anfänglicher Euphorie war es auf den Rängen nun sehr still. Am lautesten wurde es in den Trinkpausen, als Musik aus den Boxen schallte und tanzende und winkende Fans von den Leinwänden lachten. 

Als die Schweizer in Gedanken wohl schon beim Abpfiff waren, wurden sie spät geschockt. Nach einer hohen Flanke in den Strafraum stieg Boualem Khoukhi gegen Muheim zum Kopfball hoch. Der HSV-Profi bugsierte den Ball unglücklich und unhaltbar für Kobel ins Eck.

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