NĂ€chster Krimi: England nach Sieg gegen Italien im EM-Finale
22.07.2025 - 23:38:59Nach einem weiteren FuĂball-Krimi hat Titelverteidiger England erneut das EM-Finale erreicht. Die Lionesses siegten in einem packenden K.o.-Duell 2:1 (1:1, 0:1) nach VerlĂ€ngerung gegen Ăberraschungs-Halbfinalist Italien. Am Sonntag trifft das Team von Erfolgstrainerin Sarina Wiegman in Basel auf Weltmeister Spanien oder den achtfachen Titelgewinner Deutschland. Die beiden Teams spielen an diesem Mittwoch (21.00 Uhr/ARD und DAZN) in ZĂŒrich ums Final-Ticket.
Englands Titeltraum schien bereits geplatzt, ehe der eingewechselten Michelle Agyemang (90.+6) tief in der Nachspielzeit nach langem RĂŒckstand doch nach das 1:1 gelang - VerlĂ€ngerung. In dieser traf Agyemang in der 116. Minute mit einem Heber zunĂ€chst die Latte, ehe Chloe Kelly (119.) einen Foulelfmeter im Nachschuss zum 2:1 verwandelte.
Barbara Bonansea (33.) hatte Italien vor 26.539 Zuschauerinnen und Zuschauern zunĂ€chst in FĂŒhrung gebracht. Im Viertelfinale hatte sich England nach 0:2-RĂŒckstand im ElfmeterschieĂen gegen Schweden durchgesetzt.
FĂŒr Wiegman ist es die fĂŒnfte Final-Teilnahme nacheinander bei einer EM oder WM. 2017 fĂŒhrte die NiederlĂ€nderin ihr Heimatland zum EM-Titel, 2019 ins WM-Finale. 2022 gewann Wiegman mit England die EM, 2023 unterlag sie mit den Lionesses im WM-Endspiel Spanien.
Italiens Bonansea knallt Ball trocken ins Tor
Beide Teams begannen verhalten, wohl wissend um die Bedeutung der Partie. Die etwas aktiveren EnglĂ€nderinnen hatten zwar die besseren Chancen, aber Italien machte das Tor. Nach einem Doppelpass auf der rechten Seite flankte Sofia Cantore nach innen, wo Bonansea den Ball aus fĂŒnf Metern trocken unters Tordach knallte. Prompt sangen die Fans von Le Azzurre die italienische Hymne.
Wiegman reagierte zur Pause und nahm den etwas schlapp wirkenden Chelsea-Star Lauren James vom Feld. Beth Mead kam - und mit ihr neuer Schwung. Die EnglĂ€nderinnen, angetrieben von Bayerns Georgia Stanway, drĂŒckten vehement auf den Ausgleich, Ella Toone vergab zwei Halbchancen. Auch bei weiteren Möglichkeiten fehlte die PrĂ€zision.
Italien hilft zunĂ€chst GlĂŒck, Geschick und viel Einsatz
FĂŒr die schnell umschaltenden Italienerinnen gab Cantore einen wuchtigen Schuss ab, TorhĂŒterin Hannah Hampton zog rechtzeitig die FĂ€uste hoch. Bitter fĂŒr Italien: In der 64. Minute musste Viertelfinal-Heldin Cristiana Girelli vom Feld, die sich bei ihrer Auswechslung an den hinteren linken Oberschenkel fasste. Girelli hatte Italien mit zwei Toren zum 2:1-Sieg gegen Norwegen ins Halbfinale geschossen.
In der 86. Minute verpasste die eingewechselte Emma Severini aus drei Metern das 2:0, weil sie Hampton den Ball direkt in die Arme schoss. Das rĂ€chte sich, denn quasi mit der letzten Aktion nutzte Agyemang eine kleine Unsicherheit von TorhĂŒterin Laura Giuliani, die von Mead entscheidend irritiert wurde, zum 1:1. Das Stadion, zu etwa drei Vierteln in englischer Hand, bebte förmlich. Erst recht, als Kelly nach einem Foul an Mead zum Elfmeterpunkt schritt - und Giuliani im Nachsetzen ĂŒberwand.





