Wolfsburg, Erwartungen

Wolfsburg weiter hinter den Erwartungen - Remis gegen Werder

05.11.2023 - 17:25:15

Es lĂ€uft gerade nicht rund fĂŒr den VfL Wolfsburg. Zwar gelang im DFB-Pokal eine Überraschung gegen RB Leipzig, in der Liga kann der VfL aber nicht mehr gewinnen.

Der VfL Wolfsburg hinkt den eigenen AnsprĂŒchen in der Fußball-Bundesliga weiter hinterher. Gegen Werder Bremen kamen die Niedersachsen nicht ĂŒber ein 2:2 (1:1) hinaus und sind damit in der Liga bereits seit vier Spielen sieglos.

FĂŒr die Bremer war es dagegen der erste AuswĂ€rtspunkt der Saison, durch den sich die Hanseaten weiter ins gesicherte Mittelfeld der Tabelle absetzen.

Vor 28.917 Zuschauern in der Wolfsburger Volkswagen Arena brachte Marvin Ducksch Werder in der siebten Minute in FĂŒhrung. Danach drehten Vaclav Cerny (37.) und Kevin Paredes (59.) zunĂ€chst die Partie zugunsten der Gastgeber. Doch Rafael BorrĂ© gelang der verdiente Ausgleich fĂŒr die Bremer (65.). Kurz vor Schluss sah Wolfsburgs Maxence Lacroix (88.) noch die Gelb-Rote Karte.

«Wir nehmen den Punkt mit, aber wir hĂ€tten von der QualitĂ€t der Torchancen auch als verdienter Sieger vom Platz gehen können», sagte Werder-Profi Marvin Ducksch bei DAZN. Teamkollege Leonardo Bittencourt ergĂ€nzte: «Vielleicht musst du dich mit einem 2:2 einfach zufriedengeben, aber wir hĂ€tten ein StĂŒck weit mutiger sein mĂŒssen. Hier in Wolfsburg kannst du aber auch verlieren.»

Werner lÀsst Werder-Startelf unverÀndert

Werder-Coach Werner vertraute jener Elf, die eine Woche zuvor Union Berlin mit 2:0 geschlagen hatte. «Die Jungs haben sich erst einmal einen kleinen Vorsprung erspielt», hatte Werner nach dem so wichtigen Sieg gegen die HauptstĂ€dter gesagt. Die Startelf rechtfertigte das Vertrauen und zeigte im ersten Durchgang eine sehr reife Leistung. Defensiv ließen die GĂ€ste, die in der Anfangsphase der Saison ein Gegentor nach dem anderen kassiert hatte, so gut wie nichts zu. Offensiv zeigten die Bremer einige gefĂ€llige Kombinationen.

Die frĂŒhe Werder-FĂŒhrung war so völlig verdient. Ducksch zirkelte einen Freistoß gefĂŒhlvoll ins Wolfsburger Tor. Die Gastgeber, bei denen KapitĂ€n Maximilian Arnold anfangs erneut nur auf der Bank saß, zeigten dagegen zunĂ€chst eine schlampige Vorstellung mit vielen FehlpĂ€ssen und Ungenauigkeiten. Die Bremer versĂ€umten es in dieser Phase, den Vorsprung auszubauen und wurden dafĂŒr acht Minuten vor der Pause bestraft.

Wolfsburg-Neuzugang Cerny trifft erneut

Joakim Maehle setzte sich am Strafraumeck stark gegen Werder-KapitĂ€n Marco Friedl durch, Cerny vollstreckte in der Mitte. FĂŒr den vom FC Twente Enschede gekommenen Tschechen war es das zweite Pflichtspieltor fĂŒr die Niedersachsen, nachdem er am Dienstag bereits beim 1:0 gegen RB Leipzig im DFB-Pokal getroffen hatte. Kovac hatte Cerny bereits vor der Partie gelobt. «Man kann nicht erwarten, dass man aus den Niederlanden hierherkommt und dann sofort alles in Grund und Boden spielt. Aber er ist ein Spieler, der auf jeden Fall kommen wird.»

Nach dem Seitenwechsel kamen erst einmal wieder die Bremer. Doch Ducksch, Jens Stage und Olivier Deman vergaben gute Chancen zur erneuten FĂŒhrung. Das rĂ€chte sich nach knapp einer Stunde. Nach feiner Kombination ĂŒber Maehle und Lovro Majer schoss Paredes völlig unbedrĂ€ngt zum 2:1 ein. Werder zeigte sich aber nicht geschockt und kam wenig spĂ€ter durch einen Kopfballtreffer von BorrĂ© zum Ausgleich.

@ dpa.de