Grifo, Freiburg

Grifo rettet Freiburg Remis gegen Gladbach

04.11.2023 - 17:40:49

Freiburg kann nach dem Aus im DFB-Pokal den nÀchsten DÀmpfer noch abwenden. Grifo trifft spÀt vom Punkt zum 3:3 und verlÀngert die Sieglos-Serie der Gladbacher im Breisgau.

Vincenzo Grifo hat dem SC Freiburg im ersten Spiel nach dem Aus im DFB-Pokal zumindest einen Punkt gesichert.

Beim 3:3 (1:3) gegen Borussia Mönchengladbach traf der italienische Fußball-Nationalspieler in der sechsten Minute der Nachspielzeit per Foulelfmeter. Damit warten die GĂ€ste auch nach dem 16. Anlauf weiter auf einen Sieg in Freiburg.

Dabei sah es nach den Treffern des spĂ€ter verletzt ausgewechselten Jordan Siebatechu (25. Minute), Alassane Plea (29.) und Julian Weigl (39./Foulelfmeter) lange Zeit danach aus, als wĂŒrde diese Serie enden. Der Sport-Club war durch Lucas Höler in FĂŒhrung gegangen (7.) und vor dem umjubelten Ausgleich brachte der eingewechselte Noah Weißhaupt (70.) Freiburg wieder ran.

WĂ€hrend die Gladbacher unter der Woche ins Achtelfinale des Pokals eingezogen waren, musste der Sport-Club nach der Endspielteilnahme 2022 den Traum von einer RĂŒckkehr nach Berlin begraben. Beim 1:3 gegen Zweitligist SC Paderborn passte wenig zusammen. FĂŒr Streich ging es deswegen in erster Linie darum, die Grundtugenden wieder zu zeigen. «Wir brauchen geringe AbstĂ€nde, MentalitĂ€t, Zweikampfverhalten und Mut mit dem Ball. Wir brauchen alles auf dem Platz, was in uns drinsteckt, um bestehen zu können», hatte der Coach gesagt.

Gladbach mit Doppelschlag innerhalb weniger Minuten

Und zunĂ€chst sah es auch so aus, als wĂŒrde seinen Spielern das gelingen. Merlin Röhl - einer von insgesamt fĂŒnf neuen Spielern im Vergleich zur Paderborn-Pleite - tauchte frei vor Moritz Nicolas auf, scheiterte aber am Gladbacher Schlussmann (2.). Zudem schaffte es Höler nicht, den Ball ĂŒber die Linie zu befördern (6.). Eine Minute spĂ€ter machte er es nach einem Zuspiel von Röhl besser und brachte die Gastgeber vor 34.700 Zuschauern in FĂŒhrung.

Die Borussia, die vor dem zehnten Spieltag nur eine Partie in der Fremde verloren hatte, startete verhalten. Aus dem Nichts durften sie dann aber jubeln - und zwar zwei Mal innerhalb weniger Minuten: Siebatcheu sorgte nach einem Freistoß per Kopf fĂŒr den Ausgleich. Plea nutzte kurz darauf seinen Freiraum und drehte beinahe spielerisch die Partie. Freiburgs Innenverteidiger Matthias Ginter hatte sich nach vorn gewagt und den Ball verloren, Nebenmann Philipp Lienhart den TorschĂŒtzen nicht entscheidend gestört.

Weigl darf Elfmeter wiederholen

Die Freiburger gaben die Partie trotz starker Anfangsphase aus der Hand und wurden vor dem Pausenpfiff ein drittes Mal bestraft. Nachdem sich der Videoschiedsrichter eingeschaltet hatte, entschied der Unparteiische Felix Brych auf Strafstoß. Den ersten Versuch parierte Noah Atubolu, doch wieder meldete sich GĂŒnter Perl - der Elfmeter wurde wiederholt. Freiburgs Schlussmann hatte sich zu frĂŒh bewegt. Diesmal verwandelte Weigl.

Sichtlich mitgenommen vom zwischenzeitlichen Einbruch seiner Mannschaft rieb sich Streich die Augen. Sollte der 58-JÀhrige die Hoffnung auf Besserung gehabt haben, wurde er nach dem Seitenwechsel zunÀchst enttÀuscht. Zwar hatte der Sport-Club mehr Ballbesitz. Zwingende Situationen entstanden daraus aber selten.

Streich reagierte und bewies ein glĂŒckliches HĂ€ndchen. Der eingewechselte Weißhaupt sorgte mit seinem ersten Tor fĂŒr die Freiburger Profis fĂŒr den Anschlusstreffer. In der Schlussphase rannten die Hausherren an und konnten die zweite Heimniederlage tatsĂ€chlich noch abwenden. Bei einem missglĂŒckten KlĂ€rungsversuch von Gladbachs Nico Elvedi fehlte noch das GlĂŒck. Der Ball landete nur auf der Latte des eigenen Tores. Doch dann war mal wieder Grifo zur Stelle.

@ dpa.de