Fußball-Nationalmannschaft: Klopp plant Nations-League-Start ohne Baumann, mit Debütchance für El Mala
Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 15:09 Uhr | dpa, AD HOC NEWSBundestrainer Jürgen Klopp plant den Neuaufbau der Fußball-Nationalmannschaft offenbar ohne Torhüter Oliver Baumann von der TSG 1899 Hoffenheim und setzt zugleich auf frische Impulse im Angriff mit Saïd El Mala vom 1. FC Köln.
Baumann nicht im Nations-League-Kader vorgesehen
Nach einem Bericht der «Bild»-Zeitung verzichtet Klopp für die anstehenden Nations-League-Partien auf eine Einladung Baumanns. Der Torhüter war in der WM-Qualifikation in Abwesenheit des verletzten Marc-André ter Stegen unter Julian Nagelsmann noch die Nummer eins und stand bei der WM in Nordamerika als Nummer zwei hinter dem zurückgekehrten Manuel Neuer im Kader.
Baumann bestätigte dem Bericht zufolge den Austausch mit dem neuen Bundestrainer. «Ja, ich hatte mit ihm Kontakt. Alles Weitere wird er am Donnerstag sagen», wird er zitiert, ergänzt um den Satz: «Das soll er dann machen.»
El Mala vor möglichem Debüt unter Klopp
Im Angriff winkt Saïd El Mala vom 1. FC Köln das Debüt in der A-Nationalmannschaft unter Klopp. Nach Informationen des Fachmagazins «Kicker» soll der Bundestrainer den Youngster für die Nations League nominieren.
El Mala stand bereits im November 2025 unter Nagelsmann im DFB-Kader und gehörte nach der ersten Partie gegen Luxemburg zunächst zum Aufgebot, wurde anschließend aber wieder gestrichen. Bei der WM in Nordamerika war der Angreifer nicht dabei.
Torwart-Rolle von ter Stegen und Konkurrenz dahinter
Für die Torwartposition wird mit einer Rückkehr von Marc-André ter Stegen ins deutsche Tor gerechnet. Nach seinem Wechsel vom FC Barcelona zu Ajax Amsterdam steht der Keeper wieder regelmäßig auf dem Platz und empfiehlt sich damit für die neue Ära unter Klopp.
Hinter ter Stegen dürfen sich Jonas Urbig vom FC Bayern München, Alexander Nübel von Besiktas Istanbul und Finn Dahmen vom FC Augsburg Hoffnungen auf Einsätze machen. Sie könnten die neue Konkurrenzsituation im deutschen Torwartteam prägen.
Erste Klopp-Spiele in Nations League terminiert
Die Nationalmannschaft bestreitet ihre ersten Nations-League-Partien unter Klopp zunächst in den Niederlanden am 24. September. Es folgen ein Heimspiel gegen Griechenland am 27. September, eine Begegnung gegen Serbien am 1. Oktober und zum Abschluss ein weiteres Spiel in Griechenland am 4. Oktober.
Klopp will sein erstes Aufgebot am Donnerstag um 10.00 Uhr bekanntgeben. Dann werden die Personalentscheidungen auf den einzelnen Positionen offiziell und die Weichen für den Neustart des DFB-Teams in der Nations League gestellt.
Torwartfrage als Schlüsselbaustelle im Klopp-Neubeginn
Die Entscheidung, Oliver Baumann zunächst nicht zu berücksichtigen, unterstreicht die Neuausrichtung der Nationalmannschaft unter Jürgen Klopp. Nach einem Turnier, in dem Baumann als Nummer zwei hinter Manuel Neuer fungierte, setzt der Bundestrainer offenbar auf eine klare Hierarchie mit Marc-André ter Stegen als führender Figur. Ter Stegen bringt nach seiner Station bei Ajax Amsterdam Spielpraxis und internationale Erfahrung mit und steht für einen modernen Torwartstil mit starkem Passspiel. Dies passt zu Klopps hoher Intensität und spielerischem Anspruch, wie er ihn bereits in seinen Vereinsstationen pflegte.
Generationswechsel und Kaderöffnung im Tor
Dass neben ter Stegen explizit Jonas Urbig, Alexander Nübel und Finn Dahmen genannt werden, zeigt eine strategische Öffnung des Kaders für eine neue Torwartgeneration. Alle drei stehen für unterschiedliche Profile und Vereinsumfelder, von einem Topklub über einen internationalen Traditionsverein bis hin zu einem Bundesligateam mit klarer Defensivorientierung. Für Leser bedeutet dies, dass die Torhüterposition nicht allein über Erfahrung, sondern auch über Entwicklungsperspektive und Spielsystem-Kompatibilität definiert wird. Baumanns Rolle als verlässlicher Bundesligatorhüter bleibt zwar anerkannt, doch im Konkurrenzkampf um die Nationalelf scheinen andere Profile derzeit besser ins Konzept zu passen.
Angriff mit El Mala und Signal an die Offensive
Die mögliche Nominierung von Saïd El Mala sendet ein deutliches Signal in Richtung Offensive. Klopp knüpft damit an frühere Überlegungen unter Julian Nagelsmann an, rückt den Youngster nun aber offenbar stärker in den Fokus. Dass El Mala bereits einmal im Kader stand und dann wieder gestrichen wurde, zeigt den hohen Wettbewerbsdruck auf den Offensivpositionen. Ein Debüt in der Nations League wäre mehr als nur eine persönliche Chance: Es stünde für den Versuch, die Angriffslinie der Nationalelf variabler und weniger abhängig von etablierten Namen zu machen. Für die bevorstehenden Spiele gegen die Niederlande, Griechenland und Serbien könnte ein solcher Ansatz die taktische Flexibilität deutlich erhöhen.
