Hannover-Chef Kind kritisiert Watzke nach Investoren-Stopp
28.02.2024 - 06:45:32GeschĂ€ftsfĂŒhrer Martin Kind vom Zweitligisten Hannover 96 hat Hans-Joachim Watzke fĂŒr dessen Aussagen beim Aus des Investoren-Prozesses bei der Deutschen FuĂball Liga kritisiert.
Watzke hatte in seiner Funktion als Sprecher des DFL-PrĂ€sidiums die Entscheidung fĂŒr den Stopp der umstrittenen Investoren-PlĂ€ne auch mit den VorgĂ€ngen beim niedersĂ€chsischen Club begrĂŒndet. Dort gibt es schon lange eine Auseinandersetzung zwischen der FĂŒhrung des Vereins Hannover 96 und der FuĂball-Kapitalgesellschaft.
Widerstand von der Fanszene
«Es ist das Konzept der DFL. Dazu sollten sie auch stehen. Sie haben diese Strategie erarbeitet und den Prozess nun beendet», sagte Kind in einem Interview mit der «SĂŒddeutschen Zeitung». «Was hat das denn mit meinem Abstimmungsverhalten zu tun?»
Die 36 Vereine der DFL aus der 1. und 2. Bundesliga hatten am 11. Dezember mit der erforderlichen Zwei-Drittel-Mehrheit von 24 Stimmen den möglichen Einstieg eines Investors beschlossen. 96-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Kind wird unterstellt, er habe entgegen der Anweisung der VereinsfĂŒhrung dafĂŒr gestimmt.
Widerstand gegen den Einstieg eines Investors kam vor allem von der organisierten Fanszene. Bei Spielen der 1. und 2. Bundesliga wurde protestiert, es kam zu zahlreichen Unterbrechungen. Bei Aktionen der Hannover-AnhÀnger war auch Kind Ziel der Proteste. Banner mit seinem PortrÀt in einem Fadenkreuz wurden im Stadion gezeigt.
Kind fordert schon lange VerÀnderungen
Hintergrund ist der Streit um die 50+1-Regel. Diese begrenzt den Einfluss externer Geldgeber der Profi-Vereine. Sie soll sicherstellen, dass Muttervereine wie der Hannover 96 e.V. selbst dann die letzte Entscheidungsgewalt behalten, wenn der Profibereich in eine Kapitalgesellschaft wie die Hannover 96 GmbH & Co. KGaA ausgegliedert wurde.Â
Kind gilt als Kritiker der Regel und fordert schon lange VerĂ€nderungen. Darum kritisierte er Watzke auch wegen dessen kategorischem Festhalten an 50+1. «Ich halte es fĂŒr falsch, dass Herr Watzke die 50+1-Regel in der jetzigen Form als gesetzt erklĂ€rt. Weil er damit schon sagt: VerĂ€nderungen können gar nicht erfolgen», sagte Kind.Â


