Hertha-Chef: Protest mit Tennisball-Aktion zu lang
04.02.2024 - 07:21:59Hertha-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Thomas Herrich hat die LĂ€nge des Fan-Protests beim Spiel gegen den Hamburger SV kritisiert, aber auch VerstĂ€ndnis fĂŒr die Anliegen der AnhĂ€nger seines Clubs gezeigt.
«Ich habe totales VerstĂ€ndnis fĂŒr die Kritik. Es ist völlig legitim, Aktionen zu machen und Kritik zu Ă€uĂern. Die Art und Weise ist das andere. Das ging mir deutlich zu lange», sagte der 59-JĂ€hrige nach dem Zweitligaspiel. «Das hat den Spielfluss gestört.»Â
Der Protest, den es in kĂŒrzerer Form auch in vielen anderen Stadien gab, richtet sich gegen die Investoren-PlĂ€ne der Deutschen FuĂball Liga (DFL). Die Partie, die im Olympiastadion 2:1 (0:0) fĂŒr den HSV endete, stand kurz vor dem Abbruch, als in der zweiten Halbzeit unzĂ€hlige TennisbĂ€lle aus der Hertha-Kurve auf das Spielfeld geworfen wurden. Mehr als 30 Minuten war das Spiel unterbrochen. Hertha hatte bei der Abstimmung im Dezember nach Club-Angaben nicht fĂŒr den geplanten Einstieg eines Investors bei DFL gestimmt.
Herrich befĂŒrchtet nach dem Protest finanzielle Konsequenzen fĂŒr den klammen Club. «Das wird eine empfindliche Strafe nach sich ziehen», sagte er. Man wolle nun mit den Fans sprechen. «Wir werden immer in den Dialog gehen und das werden wir auch jetzt tun», sagte er. Sportdirektor Benjamin Weber lobte die besonnene Reaktion von Schiedsrichter Daniel Schlager. Die Niederlage der Hertha habe mit der langen Unterbrechung nichts zu tun.


