MbappĂ© gewinnt Gehaltsstreit â PSG muss 61 Millionen zahlen
16.12.2025 - 14:00:35Im Millionenstreit zwischen Kylian MbappĂ© und seinem Ex-Club Paris Saint-Germain hat das Pariser Arbeitsgericht den Club zur Zahlung von rund 61 Millionen Euro an den StarfuĂballer verurteilt. Die Richter gaben dem Spieler recht, der Verein muss nun die von MbappĂ© geforderten offenen GehĂ€lter und PrĂ€mien zahlen.
«Paris Saint-Germain nimmt das Urteil des Arbeitsgerichts Paris zur Kenntnis und wird es umsetzen, behĂ€lt sich jedoch das Recht vor, Berufung einzulegen», schrieb der Club nach dem Gerichtsentscheid, der fĂŒr ihn eine herbe Schlappe ist, in einer ErklĂ€rung, aus der Medien zitierten. «Der Verein blickt nun auf die Zukunft, die auf Einheit und kollektivem Erfolg basiert, und wĂŒnscht dem Spieler alles Gute fĂŒr seine weitere Karriere», hieĂ es an die Adresse von MbappĂ© gerichtet.
Berater: Auch im ProfifuĂball gilt das Arbeitsrecht
«Dieses Urteil bestĂ€tigt, dass eingegangene Verpflichtungen eingehalten werden mĂŒssen. Es stellt eine einfache Wahrheit wieder her: Selbst in der ProfifuĂballbranche gilt das Arbeitsrecht fĂŒr alle», schrieben MbappĂ©s Berater in einer ErklĂ€rung, wie die Zeitung «L'Ăquipe» berichtete.
Der Streit hatte sich um einen Betrag von rund 55 Millionen Euro an Gehalt und Bonus entfacht, den MbappĂ© nach seinem Wechsel zu Real Madrid im Sommer 2024 noch von dem Pariser Club verlangte. Konkret ging es um die noch ausstehenden MonatsgehĂ€lter fĂŒr April, Mai und Juni 2024, das letzte Drittel einer Bonuszahlung fĂŒr MbappĂ©s einstige VertragsverlĂ€ngerung sowie einen «ethischen Bonus» fĂŒr die letzten Vertragsmonate.
Streit um mĂŒndliche Vereinbarung
PSG berief sich auf eine mĂŒndliche Vereinbarung, weshalb die Club-Verantwortlichen meinten, die Summe nicht zahlen zu mĂŒssen. MbappĂ© wiederum sah die mĂŒndliche Vereinbarung als nicht erfĂŒllt an, weil seine Spielzeit nach seiner WechselankĂŒndigung nach Madrid drastisch reduziert worden sei.
Nach lĂ€ngerem Schlagabtausch vor verschiedenen Instanzen - der Liga-Verband und die EuropĂ€ische FuĂball-Union UEFA wurden angerufen - folgten weitere VorwĂŒrfe und die Forderungen schaukelten sich hoch. MbappĂ©s AnwĂ€lte lieĂen die geforderte Summe von 55 Millionen Euro auf den Konten des französischen Meisters vorlĂ€ufig beschlagnahmen - ein Gericht hob diese Millionenblockade spĂ€ter auf Antrag von PSG wieder auf. AuĂerdem stellte der Spieler eine Anzeige wegen Mobbings und versuchter Erpressung von Unterschriften gegen seinen Ex-Verein, zog diese aber spĂ€ter wieder zurĂŒck.
Gericht wischt astronomische Forderungen vom Tisch
Bei der Anhörung vor dem Arbeitsgericht im November forderte der 26 Jahre alte Spieler von PSG dann 263 Millionen Euro, wĂ€hrend der Club von dem Starspieler 440 Millionen Euro verlangte. MbappĂ© addierte zu dem nach seiner Meinung offenen Gehalt und Bonus Zahlungen fĂŒr ungerechtfertigte Entlassung, eine UnterzeichnungsprĂ€mie mit Urlaubsgeld sowie eine Summe fĂŒr angeblich illegale BeschĂ€ftigung auf.
PSG wiederum verlangte eine EntschĂ€digung fĂŒr einen geplatzten Transfer. Vor Gericht machten die AnwĂ€lte des Vereins nach Medienberichten öffentlich, dass es ein Angebot ĂŒber 300 Millionen Euro des saudi-arabischen Clubs Al-Hilal gegeben haben soll, das MbappĂ© 2023 ablehnte. Alle diese weitergehenden Forderungen von beiden Seiten wischte das Arbeitsgericht vom Tisch.
Der Weltmeister von 2018 war im Sommer 2024 nach sieben Jahren im PSG-Dress ablösefrei zu Real Madrid gewechselt. Mit den Spaniern gewann der Franzose im vergangenen Dezember den Intercontinental Cup, erzielte beim 3:0 im Finale gegen C.F. Pachuca den FĂŒhrungstreffer. In diesem Jahr steht PSG im Endspiel, trifft am Mittwoch (18.00 Uhr) in Doha auf den brasilianischen Club CR Flamengo.







