Jürgen Klopp startet gegen Niederlande ohne Jamal Musiala – Philipp Treu debütiert
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 20:49 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Jürgen Klopp beginnt seine Amtszeit als Bundestrainer am Donnerstagabend in Amsterdam gegen die Niederlande ohne Jamal Musiala, der kurzfristig wegen Beschwerden im Oberschenkel ausfällt.
Amiri ersetzt Musiala
Der Profi des FC Bayern habe etwas im Oberschenkel verspürt, weitere Untersuchungen sollten folgen. Für Musiala rückt Nadiem Amiri in die deutsche Startelf.
Klopp setzt zum Auftakt der Nations League auf sieben WM-Fahrer und einen Länderspiel-Neuling. Der Freiburger Philipp Treu läuft als rechter Verteidiger erstmals für die deutsche Nationalmannschaft auf.
Treu erhält Vertrauen
Klopp sagte vor dem Anpfiff bei RTL, Treu habe in den Trainingseinheiten gemerkt, dass er in die Mannschaft passe. Der 25-Jährige nimmt damit gleich in Klopps erstem Spiel eine wichtige Position ein.
Auch die Außenstürmer Karim Adeyemi und Kevin Schade gehören zur Anfangsformation. Im Tor steht Marc-André ter Stegen nach längerer Verletzungspause vor seinem Comeback.
Kimmich wieder im Mittelfeld
Kapitän Joshua Kimmich führt das DFB-Team an und spielt unter Klopp wieder im Mittelfeld. Neben ihm beginnen Felix Nmecha, Jonathan Tah, Nico Schlotterbeck, Nathaniel Brown und Kai Havertz.
Neustart nach enttäuschender WM
Das Spiel in Amsterdam markiert für die deutsche Nationalmannschaft den Beginn einer neuen Nations-League-Phase nach dem frühen Ausscheiden bei der Weltmeisterschaft. Der Wettbewerb bietet mit vier Partien gegen die Niederlande, Griechenland und Serbien die Möglichkeit, Abläufe unter dem neuen Bundestrainer unter Wettkampfbedingungen zu entwickeln.
Jürgen Klopp setzt dabei auf einen ungewöhnlich großen personellen Ansatz. Für die ersten vier Begegnungen wurden 44 Spieler in zwei Kader aufgeteilt. Das schafft mehr Auswahl und soll mehreren Akteuren Einsatzchancen eröffnen, erhöht aber zugleich den Konkurrenzdruck. Mit Philipp Treu steht nun ein weiterer Debütant unmittelbar im sportlichen Mittelpunkt.
Rivalität und sportliche Bedeutung
Das Duell mit den Niederlanden ist historisch aufgeladen und zugleich ein direkter Vergleich zweier Mannschaften im Umbruch. Beide Teams schieden bei der jüngsten Weltmeisterschaft früh aus. Für Deutschland verbindet sich der Auftakt zudem mit dem Comeback von Marc-André ter Stegen und der Rückkehr von Joshua Kimmich ins Mittelfeld.
Der kurzfristige Ausfall von Jamal Musiala verändert Klopps ursprüngliche Planung. Amiri übernimmt seinen Platz, während Adeyemi und Schade zusätzliche Dynamik über die Außenbahnen bringen sollen. Für Leser bedeutet die Partie daher mehr als den Start in einen neuen Wettbewerb: Sie zeigt erstmals unter Pflichtspielbedingungen, welche personellen und taktischen Prioritäten der neue Bundestrainer setzt.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
ntv: „Kann Xavi Frieden schaffen?: "Der FC Barcelona hat uns den Fußball geklaut"“ (23.09.2026)
Der Bericht ordne das Duell als ersten großen Stresstest für beide neuen Nationaltrainer ein. Er hebe hervor, dass Klopp in Deutschland deutlich mehr Euphorie auslöse, während Xavi in den Niederlanden vor allem die Hoffnung auf einen spielerischen Neustart verkörpere; offen bleibe, ob Klopps hohe Erwartungen bereits zum Auftakt in Leistung umschlügen.
Tagesspiegel: „Fußball-Nationalmannschaft: 49. Duell der Erzrivalen - Trainer und Neulinge im Fokus“ (23.09.2026)
Der Artikel bestätige den historischen Rahmen des 49. Duells und stelle neben Klopps Debüt das Comeback von ter Stegen sowie die zahlreichen möglichen Nationalmannschaftsdebüts heraus. Anders als der ntv-Bericht konzentriere er sich stärker auf Bilanzen, Turnierformat und Kaderdaten; die aktuelle Startelfentscheidung zu Musiala und Treu liege dort noch nicht im Mittelpunkt.
Medienübergreifend werde das Spiel als Neubeginn für beide Auswahlmannschaften beschrieben. Unterschiede gebe es vor allem beim Schwerpunkt: Während ntv die Trainerwirkung und Erwartungen vergleiche, ordne der Tagesspiegel die Partie historisch und wettbewerblich ein.
