Das war die WM-Nacht: Mexiko-Jubel und Trauer bei Brasilien
12.06.2026 - 05:02:04 | dpa.deCo-Gastgeber Mexiko bejubelt den ersten Sieg bei dieser Fußball-WM - und geht voller Euphorie ins weitere Turnier. Auch Staatspräsidentin Claudia Sheinbaum schwärmt über das 2:0 gegen Südafrika. Ausschreitungen trüben jedoch die Auftaktbilanz. Das sind die wichtigsten Themen der WM-Nacht:
Mexiko zwischen einer «historischen Freude» und «Anspannung»
«Mit großem Stolz» gratulierte Sheinbaum dem mexikanischen Nationalteam und sprach von einer «historischen Freude». Allerdings war es vor dem Stadion auch zu Ausschreitungen kommen. Angehörige hatten auf das Schicksal der über 130.000 Menschen in Mexiko aufmerksam gemacht, die als verschwunden gelten. Die radikale Lehrergewerkschaft nutzte die Bühne auch wieder für ihren Protest. Angesichts der hohen Sicherheitsmaßnahmen beschrieb die Zeitung «ESTO» die Atmosphäre als «ungewöhnlich»: «Anstatt einer Stimmung wie bei einer Weltmeisterschaftsfeier löste der Gang ins Stadtzentrum ein Gefühl von Anspannung und Verzweiflung aus.»
Brasiliens Trauer um Weltmeister von 1970
Zwei Tage vor dem WM-Auftakt gegen Marokko ereilte Brasiliens Fußball eine traurige Nachricht. Der frühere Abwehrspieler Brito, Weltmeister von 1970, ist im Alter von 86 Jahren gestorben. «Brito hat uns als einer der größten Verteidiger in der Geschichte des brasilianischen Fußballs verlassen», sagte der Präsident des brasilianischen Verbands, Samir Xaud. «Möge sein Kampfgeist unseren Spielern, die an der Weltmeisterschaft teilnehmen, als Inspiration dienen.»
Bayerns Davies fehlt Co-Gastgeber Kanada zum Start
Bayern Münchens Alphonso Davies kann beim ersten Spiel von Co-Gastgeber Kanada nur zuschauen. Der Abwehrspieler ist nach einer Oberschenkelverletzung aus dem Mai noch nicht rechtzeitig für das heutige Duell mit Bosnien-Herzegowina (21.00 Uhr/ARD und MagentaTV) fit geworden. Das kanadische Team setzt aber auf einen späteren Einstieg von Davies ins Turnier. «Wir hoffen sehr, dass wir in den kommenden Tagen und der nächsten Woche Fortschritte erzielen und er bald einen Beitrag leisten kann», sagte Trainer Jesse Marsch.
Offene Prämien-Frage bei der DFB-Auswahl
Kurz vor dem WM-Auftakt am Sonntag (19.00 Uhr/ARD und MagentaTV) gegen Curaçao sind die Turnier-Prämien für das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann noch ungeklärt. Die Verhandlungen zwischen Spielern und dem Deutschen Fußball-Bund sind noch nicht abgeschlossen - eine Einigung ist aber in Sicht. «Ja, wir sind kurz davor. Also, es sieht gut aus», sagte Abwehrspieler Jonathan Tah. Die bislang höchste Prämie sicherten sich die deutschen Weltmeister um Kapitän Philipp Lahm 2014 in Brasilien mit 300.000 Euro pro Mann.
