Freiburg dreht Spiel gegen Bochum
21.10.2023 - 17:44:49Auf Vincenzo Grifo ist vom Elfmeterpunkt aus Verlass. Der italienische Nationalspieler sicherte dem SC Freiburg in der FuĂball-Bundesliga dank seiner NervenstĂ€rke einen 2:1 (2:1)-Erfolg gegen den auswĂ€rts auch weiterhin sieglosen VfL Bochum. Die Breisgauer waren am Samstag ĂŒber weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft, den Heimsieg mussten sie sich aber hart erarbeiten. Â
Denn zunĂ€chst rannte das Team von Trainer Christian Streich einem RĂŒckstand hinterher. Goncalo Paciencia brachte den VfL nach einer Viertelstunde in FĂŒhrung. Den verdienten Ausgleich erzielte Ritsu Doan per Kopf (26. Minute) und noch vor der Pause drehte Grifo das Spiel zugunsten des Sport-Clubs (45.).Â
ZurĂŒck zum Erfolg
Nach Niederlagen in der Europa League gegen West Ham United (1:2) und beim deutschen Meister FC Bayern MĂŒnchen in der Liga (0:3) kehrten die Freiburger wieder in die Erfolgsspur zurĂŒck und stellten den Anschluss an die Europapokal-RĂ€nge her. Bochum steckt nach der dritten AuswĂ€rtsniederlage in dieser Spielzeit weiter in der Abstiegszone fest.
Die LĂ€nderspielpause schien den zuvor kraftlos wirkenden Freiburgern vor 33.900 Zuschauern gutgetan zu haben. Von Beginn an kontrollierten die Hausherren das Spiel. Jedoch prĂ€sentierten sich die GĂ€ste in der Defensive konzentriert - Ă€hnlich wie zuletzt beim torlosen Unentschieden bei MeisterschaftsanwĂ€rter RB Leipzig. «Wir haben dort eine defensive Herangehensweise gewĂ€hlt. Ein paar Kontermöglichkeiten waren da, es ging aber nach den vielen Gegentoren vorher zunĂ€chst um eine kompakte Defensive», hatte Bochums Coach Thomas Letsch erklĂ€rt.Â
Atubolu trifft gegen Ex-Verein
An dieser Ausrichtung hielten die Bochumer fest. Mit einem Unterschied: Diesmal schafften sie es, durch ein schnelles Umschalten sogar in FĂŒhrung zu gehen. Paciencia zog per Volley direkt ab und lieĂ Noah Atubolu im SC-Tor keine Abwehrmöglichkeit. Es war das erste Tor des Portugiesen seit Mai 2022 - damals hatte er noch fĂŒr Eintracht Frankfurt gejubelt.Â
Streich, der seine Anfangsformation auf vier Positionen Ă€nderte, war besonders mit dem behĂ€bigen Aufbau seiner Mannschaft unzufrieden. «Schneller, schneller, schneller», schrie er unmissverstĂ€ndlich und gestikulierte wild.Â
Doan per Kopf
Seine Mannschaft lieĂ den Worten des Trainers Taten folgen. Grifos Flanke veredelte Doan am langen Pfosten per Kopf und mit Ablauf der regulĂ€ren Spielzeit der ersten Halbzeit traf Grifo dann selbst. In seiner Laufbahn verwandelte er nur zwei seiner 24 StrafstöĂe nicht. Zuletzt scheiterte der 30-JĂ€hrige in der Vorsaison an Bochums Torwart Manuel Riemann.
Bereits drei Mal hatten es die Bochumer in dieser Saison geschafft, Europapokal-Teilnehmer zu Ă€rgern. Doch in Freiburg stieĂen sie an ihre Grenzen. Direkt nach der Pause hatte Maximilian Philipp die Möglichkeit, den Vorsprung des SC auszubauen. Diesmal behielt Riemann die Oberhand. Bei den AbschlĂŒssen von Maximilian Eggestein (53.) und Roland Sallai (56.) musste der Keeper nicht eingreifen.Â
Dann bekam auch Riemanns GegenĂŒber wieder etwas zu tun. Als aber Christopher Antwi-Adjei frei vor Atubolu auftauchte, meisterte der Freiburger Torwart die PrĂŒfung mit Bravour. Es war die beste Ausgleichsmöglichkeit des VfL, der seit 27 Jahren auf einen Erfolg in Freiburg wartet. Danach waren die Gastgeber wieder am DrĂŒcker, verpassten aber die frĂŒhzeitige Entscheidung und mussten deswegen lange zittern.


