Leverkusen, Wolfsburg

Leverkusen siegt auch in Wolfsburg - Schick-Comeback verschoben

21.10.2023 - 17:33:23

Siebter Sieg im achten Spiel - und das beim bisher zu Hause makellosen VfL Wolfsburg. Bayer Leverkusen beeindruckt in der Fußball-Bundesliga weiterhin.

Bayer Leverkusen ist auch durch die zweite LĂ€nderspiel-Pause der Saison nicht außer Tritt geraten und eilt weiter von Sieg zu Sieg.

Die Werkself entledigte sich auch der schweren AuswÀrts-Aufgabe beim VfL Wolfsburg mit 2:1 (1:1) und löste mit 22 von 24 möglichen Punkten Borussia Dortmund nach einer Nacht sofort wieder von der Tabellenspitze ab. Wohl auch weil das Spiel auf der Kippe stand, wurde aber das Comeback von TorjÀger Patrick Schick verschoben. Der Tscheche hatte nach 226 Tagen wieder im Kader gestanden, wurde aber nicht eingewechselt.

Grimaldo trifft zum Sieg

Jeremie Frimpong hatte Leverkusen in FĂŒhrung gebracht (13.). Nach dem Ausgleich durch Maxence Lacroix (41.) schoss Alejandro Grimaldo (62.) das Team von Trainer Xabi Alonso zum siebten Sieg im achten Liga-Spiel. Die Wolfsburger, die die ersten drei Heimspiele allesamt gewonnen und dabei nur ein Gegentor kassiert hatten, rutschten auf Rang neun ab und haben nun vier der letzten sechs Partien verloren. Gegen Leverkusen gewannen die Niedersachsen zu Hause zuletzt vor acht Jahren. Andererseits bannte Bayer einen kleinen Fluch: 1999, 2001 und 2014 waren sie jeweils als TabellenfĂŒhrer an den Mittellandkanal gefahren und hatten jeweils verloren.

Was die 28.917 Zuschauer erwarten sollte, zeichnete sich frĂŒh ab. Beide Teams gingen direkt drauf und suchten den Weg nach vorne. Schon nach 48 Sekunden schoss VfL-KapitĂ€n Maximilian Arnold nach einem verunglĂŒckten Abschlag von Bayer-Keeper Lukas Hradecky aus 40 Metern erstmals gefĂ€hrlich aufs Tor, verfehlte es aber knapp. 

FrĂŒhes Tor durch Frimpong

Auch die Leverkusener, bei denen Alonso mit zwei Wechseln in der Startelf einen mehr vornahm als in den sieben Partien zuvor, spielten druckvoll und konsequent nach vorne und wurden frĂŒh und kurios belohnt. Victor Boniface behauptete sich im Strafraum gegen drei Gegenspieler, flankte an den langen Pfosten, wo Frimpong mit dem langen Bein verlĂ€ngerte. Pavao Pervan, der den verletzten Stammkeeper Koen Casteels im Wolfsburger Tor ersetzte, bekam den Ball erst eindeutig hinter der Linie zu fassen. 

Wolfsburg verstĂ€rkte nun den Druck und hĂ€tte durch Tiago Tomas, der an Hradecky scheiterte (15.), oder Baku, der knapp verzog (17.) schnell zum Ausgleich kommen können. Danach gab es weniger Chancen, doch schafften es die GĂ€ste bis zur Pause nicht, das Spiel in gewohnter Form zu kontrollieren. Zum 1:1 brauchte der VfL dann etwas GlĂŒck. Bei einem Schuss von Mattias Svanberg drehte sich Jonathan Tah ab, um einen Handelfmeter zu verhindern, den Abpraller passte Moritz Jenz gedankenschnell zu Lacroix und der schob ein.

Wirtz wird eingesetzt

Nach einer Stunde brachte Alonso dann den nach zwei Startelf-EinsĂ€tzen bei der Nationalmannschaft zunĂ€chst geschonten Florian Wirtz. Und wie auf Kommando bekam Bayer die Kontrolle ĂŒber das Spiel zurĂŒck. Boniface verzog noch (61.), kurz darauf traf Grimaldo, nachdem Wirtz eine Hereingabe von Frimpong noch knapp verpasst hatte. Wolfsburg versuchte, erneut zurĂŒckzukommen, doch nun war Leverkusen stabiler. In der 88. Minute vollzog Alonso noch einen Dreifach-Wechsel, aber Schick blieb draußen. In der Nachspielzeit parierte der an diesem Tag ungewöhnlich wacklige Hradecky zweimal glĂ€nzend gegen Jonas Wind und rettete so den Sieg. 

@ dpa.de