WM, Frauen

Spanien steht im Halbfinale: Sieg nach VerlÀngerung

11.08.2023 - 06:11:02

Spanien steht im Halbfinale der WM. Gegen die von Ex-Bundesliga-Trainer Andries Jonker betreuten NiederlĂ€nderinnen braucht es dazu ElfmeterglĂŒck und eine VerlĂ€ngerung.

Spaniens Fußballerinnen stehen nach einem 2:1 (1:1, 0:0) nach VerlĂ€ngerung gegen die Niederlande erstmals im Halbfinale einer WM. Das entscheidende Tor in der zweiten Halbzeit der VerlĂ€ngerung in Wellington erzielte Salma Paralluelo mit einem prĂ€zisen Schuss ins lange Eck (111. Minute).

Maria Caldentey hatte Spanien in Neuseeland zuvor durch einen verwandelten Handelfmeter in der 81. Minute in FĂŒhrung gebracht. KapitĂ€nin Stefanie van de Gragt, die den Elfmeter gegen die Niederlande verursacht hatte, erzielte zehn Minuten spĂ€ter das 1:1. Gegner im Halbfinale sind entweder die favorisierten Japanerinnen oder die Schwedinnen.

«Haben an uns geglaubt»

«Das ist fĂŒr uns alle wichtig», sagte die 19 Jahre alte SiegtorschĂŒtzin Paralluelo. «Wir haben es geschafft. Wir haben bis zum Ende gekĂ€mpft. Wir haben an uns geglaubt.» Trainer Jorge Vilda resĂŒmierte: «Wir schreiben weiter Geschichte. Es war ein Spiel, das schwieriger war, als es hĂ€tte sein können.» Sein Team habe trotz des spĂ€ten Ausgleichs der NiederlĂ€nderinnen in der Nachspielzeit «weiter gekĂ€mpft». 

Der einst in der Bundesliga der MĂ€nner fĂŒr den VfL Wolfsburg und FC Bayern arbeitende Andries Jonker sagte, seine Elf habe bewiesen, zu den besten der Welt zu zĂ€hlen. «Wir haben unser Bestes gegeben. Wir haben versucht, unsere SchwĂ€chen zu kaschieren und unsere StĂ€rken zu zeigen, aber es gibt nur eine Lösung: Du musst nach vorne spielen, du musst den Ball bekommen, am Ball bleiben und das Spiel machen», sagte er. «Was wir in diesem Turnier gezeigt haben, war manchmal fantastisch, manchmal weniger gut.»

Über weite Strecke dominierend

Spanien war ĂŒber weite Strecken der Partie das dominierende Team, hatte in einigen Szenen wie bei einem zurĂŒckgenommenen Foulelfmeter beim Stand von 0:0 in der zweiten Halbzeit aber auch großes GlĂŒck. Schiedsrichterin Stephanie Frappart schaute sich nach einem Hinweis des VAR-Teams um Tatiana Guzman (Nicaragua) und den Deutschen Marco Fritz die Szene am Monitor an und nahm ihren Elfmeterpfiff in der 62. Minute ĂŒberraschend zurĂŒck. Lineth Beerensteyn war von Irene Paredes nach einem Steilpass gerempelt worden. 

In der 17. Minute gab es bei einer Doppel-Chance die erste richtig gute Gelegenheit auf die FĂŒhrung fĂŒr Spanien. Alba Redondos Kopfball lenkte Daphne van Domselaar im Tor der Niederlande aber an den Pfosten, auch der Nachschuss aus kurzer Distanz ging an den Pfosten.

Die vermeintliche FĂŒhrung fĂŒr Spanien nach 37 Minuten durch Esther Redondo gab die Französin Frappart wegen einer knappen Abseitsstellung nicht. Direkt nach der Pause gab es die nĂ€chste gute Chance, doch erst der Elfmeter ermöglichte die FĂŒhrung.

@ dpa.de