WM, USA

Trump droht US-StÀdten erneut mit Entzug von WM-Spielen

18.11.2025 - 10:09:18

US-PrĂ€sident Donald Trump nutzt die Fußball-WM fĂŒr politischen Druck und droht StĂ€dten einmal mehr mit dem Entzug von Spielen. Zwei StĂ€dte nimmt er besonders ins Visier.

US-PrĂ€sident Donald Trump hat demokratisch gefĂŒhrten StĂ€dten erneut mit dem Entzug von Spielen der Fußball-Weltmeisterschaft gedroht. Im Beisein von Weltverbandschef Gianni Infantino fĂŒhrte der 79 Jahre alte Republikaner dafĂŒr im Weißen Haus Sicherheitsbedenken an und nahm dabei insbesondere Los Angeles sowie Seattle ins Visier. 

«Im Fall von Kalifornien haben wir ein Problem. Die KriminalitĂ€t ist hoch, und der Bundesstaat hat gerade erst verheerende BrĂ€nde und andere Katastrophen erlebt, und die Behörden haben keine gute Arbeit geleistet», erklĂ€rte Trump. Und weiter: «Ich liebe Los Angeles. Wenn sie in dieser Situation Hilfe brauchen, wĂŒrde ich gerne die Nationalgarde oder andere notwendige KrĂ€fte entsenden.»

Der Bundesstaat Kalifornien mit der Metropole Los Angeles wird vom demokratischen Gouverneur Gavin Newsom regiert, einem politischen Widersacher von Trump. «Die Gouverneure mĂŒssen sich benehmen. Die BĂŒrgermeister mĂŒssen sich benehmen», forderte Trump. Mit Blick auf Seattle mit der demokratischen BĂŒrgermeisterin Katie Wilson erklĂ€rte er: «Sollten wir auch nur den geringsten Verdacht auf Probleme haben, wĂŒrde ich Gianni bitten, die Veranstaltung in eine andere Stadt zu verlegen.»

Infantino reagiert zurĂŒckhaltend

Infantino reagierte zurĂŒckhaltend auf die Aussagen des US-PrĂ€sidenten. Sicherheit habe fĂŒr eine erfolgreiche Weltmeisterschaft oberste PrioritĂ€t, erklĂ€rte der Schweizer. «Wir sehen heute, dass die Menschen Vertrauen in die Vereinigten Staaten haben», sagte Infantino. Dies liege natĂŒrlich in der Verantwortung der Regierung. Auf die Möglichkeit von Spielverlegungen in andere als die ausgewĂ€hlten elf StĂ€dte in den USA ging er nicht ein.

Auf die Frage, wann eine Verlegung in eine andere Stadt spĂ€testens passieren mĂŒsste, ging Trump nicht konkret ein. Der Republikaner behauptet seit Monaten, die KriminalitĂ€t in einigen US-StĂ€dten sei außer Kontrolle und könne nur mit seiner Hilfe in den Griff bekommen werden. KriminalitĂ€tsstatistiken decken diese Behauptungen nicht. 

Die USA sind im kommenden Sommer gemeinsam mit Mexiko und Kanada Gastgeber der grĂ¶ĂŸten Fußball-WM der Geschichte mit 48 teilnehmenden LĂ€ndern. Am 5. Dezember findet in der US-Hauptstadt Washington die Auslosung statt.

@ dpa.de