Strafen wegen Fan-Protesten: DFB zÀhlt keine TennisbÀlle
21.02.2024 - 11:48:16 | dpa.de
Die Höhe der erwarteten Strafen des DFB-Sportgerichts fĂŒr die Bundesliga-Clubs wegen der Fan-Proteste gegen einen Investoren-Einstieg bei der Deutschen FuĂball Liga wird sich nicht nach der Anzahl der Wurfgeschosse richten.
«Es werden keinerlei TennisbĂ€lle, Bonbons oder Ăhnliches gezĂ€hlt», sagte ein Sprecher des Deutschen FuĂball-Bundes auf dpa-Anfrage. Mit entscheidend fĂŒr die juristischen Folgen sei die Dauer der Spielunterbrechung.
Viele Fans protestieren in den Stadien seit Wochen vor allem durch das Werfen von GegenstĂ€nden gegen den geplanten Investoren-Einstieg bei der Deutschen FuĂball Liga. Immer wieder werden Spiele von den Unparteiischen unterbrochen, weil GegenstĂ€nde auf den Rasen fliegen.
Die DFL will fĂŒr eine prozentuale Beteiligung an den TV-Erlösen von einem Finanzinvestor eine Milliarde Euro kassieren. Bei der Abstimmung der 36 Proficlubs ĂŒber den Deal war die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit nur knapp zustande gekommen.
Keine Eile
Der DFB sieht bei der Aufarbeitung der Proteste auch keine besondere EilbedĂŒrftigkeit im Vergleich zu anderen anhĂ€ngigen Verfahren. Auch hier gelten die ĂŒblichen Fristen.
Die Sportgerichtsbarkeit liegt ebenso wie die Verantwortung fĂŒr das Schiedsrichter-Wesen beim DFB. WĂ€hrend beim ZĂŒnden der verbotenen Pyrotechnik und von Böllern in den Stadien anhand von Videoaufnahmen genau gezĂ€hlt wird, ist dies bei den jetzigen Protesten anders.
Der DFB gibt ein «mehrschrittiges Vorgehen» zur Orientierung vor, wenn die Proteste ĂŒberhandnehmen. Das Durchgreifen ist - im Vergleich zum Drei-Stufen-Plan, der auch bei Fadenkreuz-Plakaten greift - etwas weniger strikt und gibt mehr Raum, das Spiel doch nicht abbrechen zu mĂŒssen. Bisher gab es in dieser Saison keinen Abbruch wegen der Fanproteste, bei einigen Spielen konnte dieser jedoch nur knapp vermieden werden.
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