Proteste, Bundesliga

Proteste in der Bundesliga - lÀngste Unterbrechung in Berlin

10.02.2024 - 16:46:34

Wieder fliegen TennisbĂ€lle und andere GegenstĂ€nde. In den Stadien der Fußball-Bundesliga protestieren die Fans gegen einen Einstieg eines Investors bei der Deutschen Fußball Liga.

  • Das Spiel 1. FC Union Berlin gegen den VfL Wolfsburg wurde lĂ€nger unterbrochen, nachdem Fans TennisbĂ€lle auf den Rasen geworfen hatten. - Foto: Andreas Gora/dpa

    Andreas Gora/dpa

  • Auch mit Bannern zeigten die Union-Fans ihre Meinung zum möglichen Einstieg eines Investors. - Foto: Andreas Gora/dpa

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Das Spiel 1. FC Union Berlin gegen den VfL Wolfsburg wurde lÀnger unterbrochen, nachdem Fans TennisbÀlle auf den Rasen geworfen hatten. - Foto: Andreas Gora/dpaAuch mit Bannern zeigten die Union-Fans ihre Meinung zum möglichen Einstieg eines Investors. - Foto: Andreas Gora/dpa

Die Partie des 1. FC Union Berlin gegen den VfL Wolfsburg ist nach Fan-Protesten fĂŒr insgesamt mehr als 30 Minuten unterbrochen gewesen. Ab der 27. Minute wurden TennisbĂ€lle von den Union-AnhĂ€ngern auf den Rasen geworfen, Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck schickte beide Mannschaften zwischenzeitlich in die Kabine.

Nachdem wieder gespielt wurde, warfen die GÀstefans TennisbÀlle - wieder musste unterbrochen werden. Nach Wiederbeginn wurden 21 Minuten Nachspielzeit in der ersten Halbzeit angezeigt. Auch die Partie von Borussia Mönchengladbach gegen Darmstadt 98 war mehrere Minuten unterbrochen. Zwischenzeitlich wurde auch in Augsburg, wo der FCA gegen RB Leipzig antrat, nicht gespielt.

Hintergrund ist der seit Monaten schwelende Widerstand einiger Fangruppen gegen den Einstieg eines Investors bei der Deutschen Fußball Liga. In mehreren Stadien waren wieder SpruchbĂ€nder gegen die DFL zu sehen. «Nachhaltiges Wachstum statt schnelles Geld» war beispielsweise in Augsburg zu lesen. In Berlin stand auf einem Banner: «Private-Equity-Heuschrecken ohne Einflussnahme? Verkauft uns nicht fĂŒr dumm.» In Mönchengladbach war zu lesen: «Nein zum Ligainvestor!»

Die DFL befasst sich derzeit mit Angeboten der Unternehmen Blackstone und CVC. Im Kern geht es insbesondere um die StĂ€rkung der Auslandsvermarktung. Der Investor soll fĂŒr eine prozentuale Beteiligung an den TV-Erlösen eine Milliarde Euro zahlen. Von den 36 Profi-Clubs hatte eine Zwei-Drittel-Mehrheit fĂŒr die FortfĂŒhrung der GesprĂ€che gestimmt, das knappe Abstimmungsergebnis wird von organisierten Fangruppen angezweifelt.

@ dpa.de