44. Ryder Cup: Europas Golfstars mit Teamgeist auf Titelkurs
30.09.2023 - 19:09:30Der grandiose Teamgeist und die emotionalen Fans beflĂŒgeln Europas Golfstars. Rory McIlroy und Co. haben beim 44. Ryder Cup in Rom beste Chancen, die TrophĂ€e von den US-Amerikanern zurĂŒckzuerobern.
Vor dem Finaltag des prestigetrĂ€chtigen Kontinentalvergleichs im Marco Simone Golf & Country Club liegt das Team von KapitĂ€n Luke Donald mit 10,5:5,5-Punkten gegen die Titelverteidiger aus den USA klar in FĂŒhrung.Â
Nur noch vier Siege fehlen
Die EuropĂ€er benötigen aus den abschlieĂenden zwölf Einzeln am Sonntag nur noch vier Punkte zum Triumph. Der Herausforderer muss fĂŒr den Sieg mindestens ein 14,5:13,5 erreichen. Das US-Team braucht dagegen 8,5 Punkte und ein Wunder. Bei einem 14:14-Remis wĂŒrde der Titelverteidiger die Ryder-Cup-TrophĂ€e behalten.Â
Auch am Samstagmorgen dominierten die Gastgeber das Geschehen auf dem Golfplatz vor den Toren Roms und gewannen drei der vier Vormittagsduelle. Dabei feierten die beiden Skandinavier Viktor Hovland (Norwegen) und Ryder-Cup-Neuling Ludvig Aberg (Schweden) im Foursomes-Format einen Rekordsieg gegen den Weltranglistenersten Scottie Scheffler und den fĂŒnfmaligen Majorsieger Brooks Koepka. Bei neun Punkten Vorsprung war das Match bereits nach elf gespielten Löchern fĂŒr die EuropĂ€er vorzeitig entschieden. Scheffler hatte nach der herben Niederlage TrĂ€nen in den Augen.Â
«HÀtten es nicht viel besser machen können»
«Ich glaube, wir hĂ€tten es nicht viel besser machen können», sagte Hovland nach dem Erfolg gegen das prominente US-Duo und lobte zudem die SpielstĂ€rke seines Partners Aberg: «Er ist ein toller Kerl.» Â
Am Nachmittag starteten die US-Stars eine kleine Aufholjagd. Von den vier Duellen gewannen sie drei, ein Match ging an die EuropÀer.
Europas StĂ€rke an den ersten beiden Tagen war wieder der so viel beschworene Teamgeist. Immer wieder feuerten sie sich lautstark an, klatschen sich ab und gaben sich gegenseitig Tipps. Die US-Amerikaner lieĂen diese Leidenschaft ĂŒber lange Zeit vermissen. Erst am Samstagnachmittag zeigten sie etwas Emotionen.
Allerdings wirkten einige Spieler wie Scheffler körperlich angeschlagen. US-KapitĂ€n Zach Johnson hatte in der Pressekonferenz nach dem ersten Tag angedeutet, dass sein Team mit gesundheitlichen Problemen zu kĂ€mpfen habe. «Es wird ein bisschen herumgereicht, Caddies, Spieler», sagte Johnson. «Ich bin dankbar, dass wir einen Teamarzt haben.» Â
Vor zwei Jahren hatte die US-Auswahl die EuropĂ€er in Whistling Straits im US-Bundesstaat Wisconsin mit dem Rekordsieg von 19:9-Punkten bezwungen. Allerdings liegt ein Erfolg des US-Teams auf europĂ€ischem Boden bereits 30 Jahre zurĂŒck.


