Mutmacher fĂŒr EM: DHB-MĂ€nner gewinnen gegen Ăgypten
05.11.2023 - 19:15:50Deutschlands Handballer lieĂen sich auf einer Ehrenrunde von den begeisterten Fans fĂŒr den erfolgreichen EM-Testlauf gegen Ăgypten feiern.
Mit dem 28:27 (17:12) im zweiten Duell mit dem Olympia-Vierten tankte das Team von Bundestrainer Alfred Gislason vor der anstehenden Heim-Endrunde ebenso Selbstvertrauen wie die DHB-Frauen, die sich rund drei Wochen vor der WM gegen Ungarn mit 29:25 (14:9) behaupteten.
Vor 10.911 Zuschauern in der ausverkauften MĂŒnchner Olympiahalle boten die deutschen MĂ€nner ĂŒber weite Phasen eine gelungene Vorstellung und deutete in vielen Situationen ihr Potenzial fĂŒr die EM-Endrunde vom 10. bis 28. Januar an. Beste deutsche Werfer waren RechtsauĂen Timo Kastening mit acht Toren und Regisseur Juri Knorr (7).
«Der Sieg ist wichtig fĂŒr uns und macht Mut»
«In der ersten Halbzeit hatten wir eine ĂŒberragende Abwehr und starke AuĂen. Nach dem Wechsel war ich ĂŒber unsere Defensivarbeit ein wenig enttĂ€uscht. Da haben wir vorn auch einige BĂ€lle verworfen», resĂŒmierte Gislason nach dem Wechselbad der GefĂŒhle.
Froh ĂŒber das Happy End war KapitĂ€n Johannes Golla, fĂŒr den der Erfolg das passende Geschenk zu seinem 26. Geburtstag war. «Ich bin vor allem mit der ersten Halbzeit sehr zufrieden. Der Sieg ist wichtig fĂŒr uns und macht Mut», sagte der KreislĂ€ufer. Auch Kastining zog ein positives Fazit: «Wir sind glĂŒcklich, dieses Spiel erfolgreich gestaltet zu haben.» Der deutsche Topwerfer mahnte jedoch: «Wir haben noch einiges zu tun und mĂŒssen weiter an uns arbeiten, damit wir im Januar in Topform sind.»
SpÀth avanciert zum umjubelten Matchwinner
Zum Matchwinner in der dramatischen Schlussphase avancierte Torwart David SpĂ€th. «In der Crunchtime eingewechselt zu werden, macht mich stolz. Dieses Vertrauen wollte ich mit Leistung zurĂŒckzahlen. Ich bin froh, dass mir das ganz gut gelungen ist», sagte der U21-Weltmeister.
Nach seinem gelungenen LĂ€nderspieldebĂŒt am vergangenen Freitag beim 31:31 im ersten Duell mit dem Afrikameister durfte SpĂ€th dieses Mal von Beginn an zwischen die Pfosten des deutschen Tores.
Der 21-JĂ€hrige war zunĂ€chst jedoch kein Faktor, weil die Abwehr der deutschen Mannschaft zu Beginn kaum Zugriff fand und die Ăgypter die sich bietenden LĂŒcken nutzten. Immerhin lief es im Angriff besser. Vor allem ĂŒber die AuĂen kam das DHB-Team immer wieder erfolgreich zum Abschluss.
FĂŒnf-Tore-Polster zur Halbzeit
Mitte der ersten Halbzeit schaffte es die DHB-Auswahl erstmals, sich auf drei Tore abzusetzen. Golla traf zum 11:8. Nun stand auch die Defensive besser - und dahinter sorgte SpĂ€th mit einigen Paraden fĂŒr zusĂ€tzliche Sicherheit und Emotionen. So ging es mit einem FĂŒnf-Tore-Polster in die Halbzeitpause. «Die Mannschaft tritt super auf. Wir sind zufrieden», resĂŒmierte DHB-Vorstandschef Mark Schober.
Nach dem Wechsel blieb das deutsche Team, bei dem nun Oldie Silvio Heinevetter im Tor stand, konzentriert und aggressiv. Regisseur Knorr zog umsichtig die FĂ€den und setzte seine Nebenleute immer wieder gekonnt in Szene. Zudem zeichnete sich der 23-JĂ€hrige vom deutschen Pokalsieger Rhein-Necker Löwen auch als Vollstrecker aus. So konnte die sichere FĂŒhrung zunĂ€chst behauptet werden.
Doch dann schlichen sich zunehmend Fehler ein. Gut sechs Minuten vor Schluss schaffte Ăgypten den Ausgleich zum 25:25. In der Schlussphase kehrte dann SpĂ€th auf das Parkett zurĂŒck und wurde mit einigen Glanztaten zum Sieggaranten.
Auch DHB-Frauen tanken Selbstvertrauen
Zuvor hatten die DHB-Frauen im drittletzten WM-Test ihren siebten Sieg in Serie gefeiert und sich Selbstvertrauen fĂŒr das Turnier in Skandinavien geholt. «Es ist super, dass wir unsere Siegesserie fortsetzen konnten. Das hilft uns, eine SelbstverstĂ€ndlichkeit zu entwickeln, Spiele zu gewinnen. Es war ein guter Auftritt des Teams», lobte Bundestrainer Markus Gaugisch.
RĂŒckraumspielerin Emily Bölk war mit sechs Treffern beste Werferin der deutschen Mannschaft, die zum WM-Auftakt am 30. November auf Japan trifft. Weitere Gruppengegner bei der Endrunde in DĂ€nemark, Norwegen und Schweden sind Iran und Polen. Die letzten beiden Testspiele bestreitet die DHB-Auswahl am 24. und 26. November jeweils gegen Schweden.


