DĂ€nen, Duvnjaks

DÀnen zerstören Duvnjaks Gold-Traum: Vierter Titel in Folge

02.02.2025 - 19:33:43

Welthandballer Mathias Gidsel fĂŒhrt DĂ€nemark zum nĂ€chsten Titel. Im WM-Finale ist auch Kroatien ohne Chance. FĂŒr eine Legende des Sports endet die Karriere ohne Gold.

DĂ€nemarks Handballer haben ihren mĂ€rchenhaften WM-Lauf erneut mit Gold gekrönt und ihren Status als beste Mannschaft der Welt eindrucksvoll bestĂ€tigt. Die Auswahl um Welthandballer Mathias Gidsel setzte sich in einem emotionalen und von einigen Tumulten geprĂ€gten Finale mit 32:26 (16:12) gegen Kroatien durch und feierte den 37. WM-Sieg in Folge. Schon 2019, 2021 und 2023 hatten sich die Unbesiegbaren aus Skandinavien die Krone aufgesetzt. Bester dĂ€nischer Werfer war FĂŒchse-Profi Gidsel mit zehn Treffern. 

Zuvor hatte sich Gold-Kandidat Frankreich mit Bronze getröstet und Portugals Erfolgslauf kurz vor der Krönung gestoppt. Die Équipe Tricolore gewann gegen den Deutschland-Bezwinger mit 35:34 (19:17). 

Duvnjak spielt nur noch fĂŒr Kiel

Mit einem Erfolg vor rund 13.300 Zuschauern verhinderte der dĂ€nische Seriensieger ein hollywoodreifes Karriereende fĂŒr Domagoj Duvnjak in der kroatischen Nationalmannschaft. Der frĂŒhere Welthandballer hatte vor dem Turnier angekĂŒndigt, seine internationale Laufbahn zu beenden und kĂŒnftig nur noch in der Bundesliga fĂŒr den THW Kiel aufzulaufen.

Tausende Kroaten waren extra fĂŒr das Abschiedsspiel ihres Nationalhelds angereist und verwandelten die Arena in einen aufgeheizten Handball-Tempel. WM- und EM-Silber sowie Olympia-Bronze hatte der 36-JĂ€hrige schon gewonnen. Der goldene Ausstand blieb ihm verwehrt. Im Finale kam er aufgrund seiner Verletzung aus der Vorrunde daheim in Kroatien nur zu KurzeinsĂ€tzen.

Aggressive Duelle und Rote Karte

Die hitzige Stimmung ĂŒbertrug sich von den RĂ€ngen aufs Parkett. Die kroatischen Spieler gingen extrem aggressiv in die ZweikĂ€mpfe und stoppten ihre Gegenspieler mitunter regelwidrig. Mehrmals kam es auf dem Parkett zu Tumulten, bei denen sich die Spieler umherschubsten. Schon nach 20 Minuten sah Kroatiens Marko Mamic die Rote Karte. 

Die Skandinavier waren beeindruckt von der HĂ€rte und leisteten sich ungewohnt viele FehlwĂŒrfe. Nur auf Emil Nielsen im Tor konnte sich das Star-Ensemble durchgehend verlassen. Dank seiner Paraden setzte sich der Favorit Ende der ersten Halbzeit auf vier Tore ab. 

Bundesliga-Profi bester Kroate

Wie schon im Halbfinale gegen Portugal zĂŒndete DĂ€nemark nach der Pause den Turbo und zog auf sieben Treffer davon. Erfolgsgarant Gidsel war besser im Spiel und tanzte sich mĂŒhelos durch die Abwehrreihen. Insgesamt funktionierte das Tempospiel der Kroaten nicht gut. Lediglich Ivan Martinovic von Bundesligist Rhein-Neckar Löwen strahlte phasenweise Torgefahr aus. 

Nach 35 Minuten war das Spiel entschieden. Dem Außenseiter ging die Kraft aus und DĂ€nemark spazierte mĂŒhelos zum Titel. Besonders bitter fĂŒr die Konkurrenz: Kein Gegner bereitete der Übermacht aus Skandinavien bei dieser WM auch nur annĂ€hernd Probleme.

@ dpa.de