Fahrersprecher zu Formel-1-AffÀren: Wir wollen Transparenz
07.03.2024 - 07:28:17Mercedes-Pilot George Russell, der auch Vorsitzender der Fahrergewerkschaft der Formel 1 ist, hat in der AffĂ€re um VorwĂŒrfe gegen den Fia-PrĂ€sidenten Mohammed Ben Sulayem Klarheit gefordert.
Der 26 Jahre alte Brite brachte zudem sein Bedauern zum Ausdruck, dass zu Beginn der aktuellen Saison vor allem Themen auĂerhalb der Strecke die Schlagzeilen dominierten. Russell betonte im Fahrerlager von Dschidda vor dem GroĂen Preis von Saudi-Arabien: «Das Rennfahren sollte immer im Vordergrund stehen. DafĂŒr sind wir hier, das lieben wir.» Es sei aber schade, dass gerade nicht so sei.   Â
Nachdem seit Anfang Februar die AffĂ€re um Red Bulls Teamchef Christian Horner die Formel 1 ĂŒberschattet hatte und diese zuletzt zu einem Machtkampf innerhalb des Weltmeister-Teams eskaliert war, kamen vor dem zweiten Saisonrennen auch noch Anschuldigungen gegen Ben Sulayem auf. Gegen den 62 Jahre alten Chef des Internationalen Automobilverbandes wird unter anderem wegen der angeblichen Beeinflussung eines Formel-1-Rennens von der Ethikkommission des Verbandes ermittelt.Â
Griff Ben Sulayem in Rennen ein?
Er soll im vergangenen Jahr mit dafĂŒr gesorgt haben, dass eine Strafe gegen den spanischen Aston-Martin-Piloten Fernando Alonso in Dschidda wieder zurĂŒckgenommen wurde. Alonso rĂŒckte dadurch doch wieder auf Platz drei vor und Russell auf Platz vier zurĂŒck. «Wir waren ĂŒberrascht, als vor einem Jahr das Ergebnis noch mal verĂ€ndert wurde», sagte Russell nun am Ort des damaligen Geschehens.
Zudem werden dem Fia-PrĂ€sidenten Medien zufolge weitere VerstöĂe im Amt vorgeworfen. Er soll demnach in der Vorsaison verlangt haben, der neuen Rennstrecke in Las Vegas die Freigabe des Weltverbandes zu verweigern. Laut weiteren Berichten soll auch das Finanzgebaren des FunktionĂ€rs und ehemaligen Rallyepiloten aus Dubai von der Ethikkommission ĂŒberprĂŒft werden.
Mit einem Ergebnis der Untersuchung soll in vier bis sechs Wochen zu rechnen sein. «Wir wollen die Fakten sehen, wir wollen Transparenz. Wir wollen ein faires und ausgeglichenes Spielfeld, um zu zeigen, was wir können», forderte Russell.


