Formel 1, Kimi Antonelli

Formel 1: Antonelli fährt in Mexiko weiter auf Titelkurs

Veröffentlicht am: 31.10.2026 um 12:49 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Kimi Antonelli sammelt im Training weitere Argumente für den vorzeitigen WM-Titel. Ein neunter Platz im Rennen reicht dem Mercedes-Fahrer, während ein Zwischenfall zwischen Max Verstappen und Liam Lawson beide zurückwirft.

Die Titelrechnung vor dem Mexiko-Rennen

  • Antonelli kann sich beim Rennen am Sonntag in Mexiko-Stadt zum Weltmeister krönen.
  • George Russell liegt im Klassement 123 Punkte hinter dem Mercedes-Fahrer.
  • Verstappen und Lawson werden nach ihrer Berührung jeweils um einen Startplatz zurückversetzt.
  • Immer ein Höhepunkt: Die Fahrt durchs ehemalige Baseballstadion Foro Sol. - Bild: Fernando Llano/AP/dpa
  • Platz zwei im ersten Freien Training: Kimi Antonelli bringt sich für die Krönung in Stimmung. - Bild: Moises Castillo/AP/dpa
Immer ein Höhepunkt: Die Fahrt durchs ehemalige Baseballstadion Foro Sol.  - Bild: Fernando Llano/AP/dpa Platz zwei im ersten Freien Training: Kimi Antonelli bringt sich für die Krönung in Stimmung.  - Bild: Moises Castillo/AP/dpa

Antonelli fährt in Mexiko weiter auf Titelkurs

Kimi Antonelli hat seine Chancen auf den vorzeitigen Gewinn der Formel-1-Weltmeisterschaft beim Großen Preis von Mexiko-Stadt weiter verbessert. Der 20 Jahre alte Italiener belegte im zweiten freien Training auf dem Autódromo Hermanos Rodríguez den vierten Platz.

Leclerc setzt die Bestzeit

Charles Leclerc fuhr im Ferrari wie schon im ersten Training die schnellste Runde. Hinter ihm folgten Weltmeister Lando Norris im McLaren und Antonellis Mercedes-Teamkollege George Russell.

Für den WM-Gewinn genügt Antonelli im Rennen am Sonntag um 21.00 Uhr MEZ ein neunter Platz. Er würde damit Sebastian Vettel ablösen, der 2010 bei seinem ersten Titel 23 Jahre alt war.

Hamilton muss Ferrari abstellen

Russell liegt als Zweiter der Gesamtwertung 123 Punkte hinter Antonelli, Lewis Hamilton folgt mit 124 Punkten Rückstand. Beide haben damit nur noch rechnerische Chancen auf den Titel.

Hamilton musste seinen Ferrari nach knapp einer halben Stunde am Streckenrand abstellen. Zuvor hatte der siebenmalige Weltmeister per Funk ein Problem mit der Leistung gemeldet und ließ sich anschließend mit einem Motorrad ins Fahrerlager bringen.

Verstappen und Lawson verlieren Startplätze

Max Verstappen und Liam Lawson gerieten im Training in ein Duell mit Folgen. Nachdem Verstappen den Neuseeländer zunächst überholt hatte, setzte sich Lawson vor der letzten Kurve wieder neben ihn.

Nach einer Berührung wurde Verstappens Red Bull beschädigt und musste an die Box. Die Rennkommissare stuften deshalb beide Fahrer in der Startaufstellung für Sonntag um einen Platz zurück.

Verstappen kritisiert Lawson

Verstappen bezeichnete Lawsons Verhalten als möglicherweise nicht besonders klug. Lawson war in dieser und in der vergangenen Saison Teamkollege des Niederländers bei Red Bull und kämpft bei den Racing Bulls um einen neuen Vertrag.

Verstappen kam mit dem beschädigten Wagen im zweiten Training nicht über Rang fünf hinaus. Nico Hülkenberg belegte im Audi Platz 15.

Kimi Antonellis Titelchance in Mexiko-Stadt steht im Zusammenhang mit einer Saison, in der der Mercedes-Fahrer seine Position in der Gesamtwertung deutlich ausgebaut hat. Vor dem Rennen genügt ihm Rang neun, um die Weltmeisterschaft unabhängig von den Ergebnissen der Verfolger zu entscheiden.

Die Ausgangslage zeigt zugleich die Größenordnung seines Vorsprungs: George Russell liegt 123 Punkte zurück, Lewis Hamilton 124. Damit geht es für Antonelli nicht um einen knappen Zieleinlauf, sondern um die Absicherung einer komfortablen Meisterschaftsführung über die Renndistanz.

Training liefert unterschiedliche Signale

Sein vierter Platz im zweiten freien Training ist für die Titelrechnung ausreichend, erlaubt aber noch keine Aussage über die endgültige Rennpace. Charles Leclerc setzte im Ferrari die Bestzeit, während Lando Norris und Russell ebenfalls vor Antonelli lagen. Hinzu kommt, dass die Trainingsbedingungen und die Reifenprogramme der Teams nicht unmittelbar mit der Rennordnung gleichzusetzen sind.

Für Mercedes bleibt neben der Titelentscheidung die Zuverlässigkeit ein Thema. Hamilton musste seinen Ferrari nach einer technischen Meldung abstellen, während Verstappen nach der Berührung mit Lawson beschädigt an die Box kam. Beide Fahrer verlieren deshalb einen Startplatz. Die Vorfälle erhöhen die Bedeutung eines störungsfreien Rennens, ändern aber nichts daran, dass Antonelli die Entscheidung mit einer kontrollierten Fahrt erreichen kann.

Verstappen und Lawson unter Beobachtung

Der Zwischenfall belastet vor allem Lawsons Situation bei den Racing Bulls, da der Neuseeländer um seine Zukunft im Team kämpft. Verstappens Kritik zielte auf die aus seiner Sicht unnötige Fahrweise, während die Rennkommissare die Konsequenz bereits mit einer Rückversetzung für beide Fahrer festgelegt haben.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

n-tv: „Antonelli voll auf Titel-Kurs: Verstappen pfeift nach Zwischenfall Ex-Teamkollegen an“ (31.10.2026)

Der Beitrag bestätigt Antonellis günstige Titelposition und stellt den Zwischenfall zwischen Verstappen und Lawson in den Mittelpunkt. Anders als die dpa-Meldung legt der Artikel den Schwerpunkt stärker auf Verstappens Kritik an seinem früheren Teamkollegen.

n-tv: „„Traumatisiertes“ Formel-1-Kind Antonelli riecht WM-Champagner schon“ (30.10.2026)

Der Artikel ordnet Antonellis mögliche Krönung über die nötige Platzierung ein und hebt seine Erkrankung vor dem Training hervor. Im Vergleich zur aktuellen Meldung liegt der Fokus stärker auf der Vorgeschichte und der Bedeutung eines neunten Platzes.

Beide Beiträge stellen Antonellis Titelchance als zentrales Thema heraus. Der aktuelle Trainingsstand und die Folgen des Duells zwischen Verstappen und Lawson bilden dabei unterschiedliche Schwerpunkte.

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