Formel 1 Baku, George Russell

Formel 1 Baku: Russell gewinnt vor Verstappen – Antonelli kämpft sich auf Platz fünf

Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 14:56 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

George Russell gewinnt den Grand Prix von Aserbaidschan in einer dramatischen Schlussphase vor Max Verstappen. WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli kämpft sich nach Startplatz 16 noch auf Rang fünf vor.

  • In der Schlussphase wird es in Baku richtig spannend. - Bild: Pavel Bednyakov/AP/dpa
    In der Schlussphase wird es in Baku richtig spannend. - Bild: Pavel Bednyakov/AP/dpa
  • George Russell erwischt in Baku einen sauberen Start. - Bild: Darko Bandic/AP/dpa
    George Russell erwischt in Baku einen sauberen Start. - Bild: Darko Bandic/AP/dpa
  • Max Verstappen vor der malerischen Kulisse in Baku. - Bild: Pavel Bednyakov/AP/dpa
    Max Verstappen vor der malerischen Kulisse in Baku. - Bild: Pavel Bednyakov/AP/dpa
In der Schlussphase wird es in Baku richtig spannend. - Bild: Pavel Bednyakov/AP/dpa George Russell erwischt in Baku einen sauberen Start. - Bild: Darko Bandic/AP/dpa Max Verstappen vor der malerischen Kulisse in Baku. - Bild: Pavel Bednyakov/AP/dpa

George Russell hat den Grand Prix von Aserbaidschan in Baku gewonnen und seinen Mercedes-Teamkollegen Kimi Antonelli nach dessen Start von Position 16 auf Rang fünf verwiesen.

Russell rettet knappen Sieg

Russell führte das Rennen von der Poleposition aus an und schien lange ungefährdet. In der Schlussphase geriet sein Erfolg jedoch noch in Gefahr, als Max Verstappen im Red Bull Druck machte. Der Engländer brachte den Sieg schließlich mit einem Vorsprung von nur 0,1 Sekunden ins Ziel.

Für Russell war es der dritte Erfolg in dieser Saison und der achte seiner Formel-1-Karriere. Durch die 25 Punkte verkürzte er seinen Rückstand auf den WM-Spitzenreiter Antonelli auf 66 Zähler.

Antonelli arbeitet sich nach vorne

Antonelli hatte sich im Qualifying bei einem Fahrfehler in der ersten Kurve die linke Vorderradaufhängung seines Mercedes irreparabel beschädigt. Von Startplatz 16 aus kam der Italiener zunächst nur langsam voran, lag nach 17 von 51 Runden aber bereits in den Top Ten.

Der WM-Führende nutzte die erste Safety-Car-Phase in Runde 31 für einen Reifenwechsel. Nach zwei Unterbrechungen und wechselnden Rennsituationen fehlten ihm am Ende nur wenige Plätze zum Podium. Drei Wochen zuvor war Antonelli beim Rennen in Monza noch von Rang 19 zum Sieg gefahren.

Hadjar bei Comeback auf dem Podium

Dritter wurde Isack Hadjar bei seinem Comeback nach einer Verletzungspause. Der Red-Bull-Pilot hatte zuvor drei Rennen wegen einer Handgelenksverletzung verpasst.

Nico Hülkenberg verfehlte im Audi als Elfter knapp die Punkteränge. Max Verstappen hatte sich zuvor über ein Batterieproblem bei der Startplatzjagd beklagt, kämpfte im Rennen aber um den Sieg mit.

Unfälle lösen Safety-Car-Phasen aus

In Runde 31 war Williams-Pilot Alex Albon in Kurve fünf in die Streckenmauer gekracht. Nach dem Neustart kollidierte Alpine-Fahrer Franco Colapinto, woraufhin das Safety Car erneut auf die Strecke kam.

Nach dem zweiten Neustart setzte Verstappen Russell unter Druck. Russell forderte eine neue Motoreneinstellung an und rettete seinen Sieg bis zur Ziellinie.

Spannung in der Weltmeisterschaft

Russells Sieg verändert das Kräfteverhältnis an der Spitze nicht grundlegend, verkürzt seinen Rückstand auf Antonelli aber auf 66 Punkte. Bei noch mehreren ausstehenden Rennen bleibt der Titelkampf damit offen. Für Russell war der Erfolg zugleich der dritte Saisonsieg und der achte Grand-Prix-Sieg seiner Karriere.

Antonellis fünfter Platz hat für die WM-Wertung hohe Bedeutung. Nach dem Unfall im Qualifying vermied der Mercedes-Fahrer einen vollständigen Rückschlag und sammelte wichtige Punkte. Seine Aufholjagd bestätigt zudem, dass Überholmanöver und strategische Verschiebungen auf dem engen Stadtkurs trotz der schwierigen Startposition möglich sind.

Safety Car als Wendepunkt

Die beiden Safety-Car-Phasen prägten den Rennverlauf. Sie komprimierten das Feld, eröffneten Spielraum für Reifenwechsel und machten Russells zunächst kontrollierten Vorsprung in der Schlussphase wieder angreifbar. Verstappens Rückstand von lediglich 0,1 Sekunden zeigt, wie eng die Entscheidung nach den Unterbrechungen ausfiel.

Der ungewöhnliche Samstagstermin hängt mit einem nationalen Gedenktag in Aserbaidschan am 27. September zusammen. Das gesamte Rennwochenende wurde deshalb um einen Tag vorverlegt. Für das Publikum in Deutschland bedeutete dies einen Rennstart am frühen Nachmittag statt des gewohnten Sonntags.

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