Formel 1: Finale in Abu Dhabi trotz Iran-Krieg geplant
Veröffentlicht am: 03.10.2026 um 10:00 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die Formel 1 will trotz des anhaltenden Iran-Kriegs an den letzten beiden Rennen der Saison in Katar und Abu Dhabi festhalten.
Domenicali bestÀtigt Rennkalender
GeschĂ€ftsfĂŒhrer Stefano Domenicali sagte dem Sender Sky Italia, der Grand Prix in Katar solle am 29. November und das Saisonfinale in Abu Dhabi am 6. Dezember wie geplant stattfinden. Damit ist die zwischenzeitlich erwogene Ersatzlösung Imola zunĂ€chst vom Tisch.
âDas ist der Kurs, den wir auf der Grundlage der uns vorliegenden Informationen und Zusicherungen eingeschlagen haben - und die wir natĂŒrlich unbedingt haben mĂŒssen, das versteht sich von selbstâ, sagte Domenicali am Rande des Grand Prix in Sepang. âDiese Strategie werden wir bis zum Jahresende verfolgen.â
Teams planen mit den Golf-Rennen
Auch die RennstĂ€lle stellen sich auf den bisherigen Kalender ein. âIm Moment sind alle Ampeln auf GrĂŒnâ, sagte Mercedes-Teamchef Toto Wolff. Es gebe keine Reisewarnungen, die Airlines wĂŒrden fliegen und die Versicherungen seien intakt.
Wolff verwies zugleich darauf, dass die Lage sehr volatil sei und beobachtet werden mĂŒsse. Wegen des Iran-Kriegs waren bereits die Rennen in Saudi-Arabien und Bahrain abgesagt worden. Der Bahrain-Grand-Prix wird an diesem Wochenende im malaysischen Sepang nachgeholt.
Hohe Zahlungen fĂŒr die Austragung
FĂŒr die Formel 1 geht es bei der Entscheidung auch um viel Geld. Katar und Abu Dhabi zahlen hohe PrĂ€mien, um Teil des Rennkalenders zu sein; mit Saudi-Arabien ist bereits ein Grand Prix in der Region ausgefallen.
Eine Verlegung des Finales nach Imola wĂ€re insbesondere fĂŒr den WM-FĂŒhrenden Kimi Antonelli ein besonderer Termin gewesen. Der Italiener stammt aus dem nahe gelegenen Bologna und ist auf dem Weg zum ersten italienischen Weltmeister seit Alberto Ascari im Jahr 1953.
Ein Finale unter Vorbehalt
Die Entscheidung hÀlt den vorgesehenen Kalender zunÀchst stabil: Auf den Grand Prix in Katar am 29. November soll das Saisonfinale in Abu Dhabi am 6. Dezember folgen. Nach zwei bereits ausgefallenen Rennen in der Region steht damit nicht nur der sportliche Ablauf, sondern auch die logistische Planung der Teams im Mittelpunkt.
Das Rennen in Bahrain wird an diesem Wochenende in Sepang nachgeholt. Die ungewöhnliche Verlegung zeigt, wie stark der Krieg in die Saisonplanung eingreift: Ein Austragungsort bleibt im Kalender, wĂ€hrend das Rennen auf einer anderen Strecke stattfindet. FĂŒr Teams und Fahrer bedeutet jeder weitere Eingriff zusĂ€tzliche Transporte, Umbuchungen und eine verdichtete Saison.
Sportliche und wirtschaftliche Folgen
FĂŒr die Formel 1 haben Katar und Abu Dhabi zudem wirtschaftliches Gewicht, weil beide Staaten hohe Zahlungen fĂŒr ihre Grand Prix leisten. Ein Ausweichen nach Imola wĂ€re deshalb nicht nur eine sportliche Alternative, sondern auch eine VerĂ€nderung des GeschĂ€ftsmodells und der regionalen PrĂ€senz der Rennserie.
Sportlich richtet sich der Blick auf Kimi Antonelli. Der Mercedes-Fahrer fĂŒhrt die Weltmeisterschaft mit deutlichem Vorsprung an und könnte in Abu Dhabi den Titel sichern. FĂŒr Zuschauer und Veranstalter bleibt entscheidend, ob sich die Sicherheitszusagen bis Ende November und Anfang Dezember halten. Die Formel 1 will den Plan verfolgen, muss die Lage wegen ihrer VolatilitĂ€t aber fortlaufend beobachten.
