Wolff: Aussage zu Verstappen-Serie nicht das Intelligenteste
16.09.2023 - 07:12:51Toto Wolff hat seine vermeintlich despektierliche Aussage zur Rekordserie von Max Verstappen erklÀrt und auch eingeschrÀnkt.
Der Mercedes-Motorsportchef hatte nach dem zehnten Sieg des niederlĂ€ndischen Formel-1-Piloten von Red Bull in Monza gesagt: «Ich weiĂ nicht, ob Verstappen sich fĂŒr den Rekord interessiert - es ist nichts, was fĂŒr mich wichtig wĂ€re, keine dieser Zahlen. Es ist fĂŒr Wikipedia und das liest sowieso niemand.»Â
Nun erklĂ€rte Wolff am Rande des GroĂen Preises von Singapur: «Wenn man sich die Kommentare unter den gegebenen UmstĂ€nden ansieht, kann man sich fragen: War das das Intelligenteste, was ich hĂ€tte sagen können? Vielleicht nicht.» Der 51 Jahre alte Wiener betonte, dass er schon oft in diesem Jahr gesagt habe, dass nur die Besten die WM gewinnen. «Und man muss anerkennen, was fĂŒr ein groĂartiger Job hier geleistet wird.»Â
Verstappen kann rechnerisch in Singapur seinen dritten WM-Titel in Serie noch nicht klar machen, je nach Rennausgang aber schon eine Woche spĂ€ter im japanischen Suzuka. Dass der 25 Jahre alte Red-Bull-Pilot wieder Weltmeister wird, steht bei einem Vorsprung von 145 Punkten auf seinen Teamkollegen Sergio PĂ©rez auĂer Frage. Selbst wenn er am Freitag mit seinem Wagen auf dem Stadtkurs Probleme hatte.Â
«Der Beste im besten Auto gewinnt die WM», betonte Wolff, der selbst mit Mercedes und vor allem Rekordweltmeister Lewis Hamilton eine Sieg- und TitelÀra geprÀgt hat: «Die Formel 1 ist eine Leistungsgesellschaft.»
Verstappen hatte den Kommentar von Wolff mit einem LĂ€cheln und einer kleinen Spitze seinerseits gekontert. Er sei nicht enttĂ€uscht darĂŒber. «Aber sie hatten ein ziemlich beschissenes Rennen, er war wahrscheinlich noch stinkig wegen ihrer Leistung», hatte er in Singapur gesagt. Manchmal höre sich Wolff an, als sei er Mitarbeiter von Red Bull. Zum GlĂŒck sei er das nicht, sagte Verstappen.
Der Mercedes-Teamchef erklĂ€rte daraufhin wiederum, dass es etwas sei, dass er von Niki Lauda mitgenommen habe. Dieser habe seine TrophĂ€en fĂŒr eine freie AutowĂ€sche weggegeben. «Sie werden bei mir auch keine ErinnerungsstĂŒcke finden. Diese Zahlen haben fĂŒr uns nie eine Rolle gespielt», sagte Wolff.


