Bahnrad-WM: Teutenberg holt Gold in Shanghai
Veröffentlicht am: 18.10.2026 um 12:06 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDeutsche Medaillen aus Shanghai
- Tim Torn Teutenberg gewann in Shanghai das Ausscheidungsfahren und holte seinen ersten WM-Titel.
- Lea Sophie Friedrich wurde im Keirin Zweite hinter der neutral startenden Alina Lysenko.
- Roger Kluge gewann mit Moritz Augenstein im Madison Bronze und stand mit 40 Jahren erneut auf dem Podium.
Teutenberg gewinnt WM-Gold im Ausscheidungsfahren
Tim Torn Teutenberg hat den deutschen Bahnrad-Assen bei der Weltmeisterschaft in Shanghai mit einem souveränen Sieg im Ausscheidungsfahren einen goldenen Abschluss beschert. Der 24 Jahre alte Kölner setzte sich am letzten Wettkampftag durch und feierte damit seinen ersten WM-Titel in dieser Disziplin.
Friedrich verpasst Gold knapp
Lea Sophie Friedrich fuhr im Keirin hauchdünn auf den zweiten Platz hinter der Russin Alina Lysenko, die als neutrale Athletin startete. Für Friedrich war es die Silbermedaille bei den Titelkämpfen in China.
Kluge holt mit Augenstein Bronze
Auch Roger Kluge fuhr im Madison an der Seite von Moritz Augenstein auf das Podium. Das deutsche Duo gewann Bronze hinter Dänemark und Portugal; Kluge war damit im Alter von 40 Jahren erneut bei einer WM erfolgreich.
Neun Medaillen für Deutschland
Die deutsche Mannschaft gewann in Shanghai insgesamt neun Medaillen, darunter zwei goldene, und belegte Platz vier im Medaillenspiegel. Pauline Grabosch hatte am Samstag mit dem Sieg im 1.000-Meter-Zeitfahren eine weitere Goldmedaille beigesteuert.
Teutenberg überzeugt trotz langer Saison
Für Teutenberg war der WM-Sieg der Höhepunkt nach einer langen Straßensaison mit Einsätzen bei der Tour Down Under, den Frühjahrsklassikern und dem Giro d’Italia. Im Ausscheidungsfahren blieb er stets gut positioniert und setzte sich am Ende mit seiner Sprintstärke gegen Hansen durch.
EM-Erfolge und Olympia-Perspektive
Teutenberg hatte 2023 und 2025 bereits den EM-Titel im Ausscheidungsfahren gewonnen und in diesem Jahr EM-Silber geholt. 2024 gewann er mit Kluge im Madison den olympischen Titel; damit bleibt er auch für die kommenden olympischen Wettbewerbe ein Kandidat.
Radsport-Familie und Wechsel auf die Straße
Der Kölner stammt aus einer bekannten Radsportfamilie. Sein Vater Lars war Radprofi und mehrfacher deutscher Meister, während auch Onkel Sven, Tante Ina-Yoko und seine Schwester Lea Lin im Radsport aktiv waren.
In der Saison 2027 fährt Teutenberg für das belgische Traditionsteam Soudal Safety Jogger. Dort will er sich auf der Straße weiter etablieren und strebt langfristig auch seine Premiere bei der Tour de France an.
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Der WM-Titel in Shanghai markiert für Tim Torn Teutenberg den nächsten Schritt in einer noch jungen, aber bereits vielseitigen Karriere. Der 24-Jährige verbindet Bahn- und Straßenradsport und hat in dieser Saison neben den Klassikern auch den Giro d’Italia bestritten. Dass er trotz der langen Saison im Ausscheidungsfahren seine Sprintstärke ausspielen konnte, unterstreicht seine Spezialisierung und seine Belastbarkeit.
Starke deutsche Bilanz
Mit neun Medaillen und Platz vier im Medaillenspiegel gehört Deutschland in Shanghai zur erweiterten Weltspitze. Zwei Goldmedaillen durch Teutenberg und Pauline Grabosch sowie Silber durch Lea Sophie Friedrich zeigen, dass die Mannschaft sowohl bei Ausdauer- als auch bei Sprintdisziplinen konkurrenzfähig bleibt. Zugleich verteilt sich der Erfolg auf mehrere Generationen: Friedrich und Teutenberg stehen für die etablierte beziehungsweise nachrückende Spitze, während der 40-jährige Roger Kluge weiterhin international auf dem Podium fährt.
Für Teutenberg eröffnet der WM-Sieg zudem Perspektiven über die Bahn hinaus. Sein Wechsel zu Soudal Safety Jogger im Jahr 2027 soll ihm weitere Entwicklung im Straßenradsport ermöglichen. Gleichzeitig bleibt er für Madison-Einsätze interessant, nachdem er 2024 mit Kluge olympisches Gold gewonnen hatte. Die Kombination aus Straßenprogramm, Bahn-Erfahrung und familiärer Radsporttradition macht ihn zu einem vielseitig einsetzbaren deutschen Fahrer mit Blick auf die kommenden internationalen Höhepunkte.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
Deutschlandfunk: „Bahnrad-WM: Teutenberg holt Gold im Ausscheidungsfahren - neun Medaillen für deutsches Team“ (18.10.2026)
Der Deutschlandfunk bestätige Teutenbergs Sieg und stelle ihn in den Zusammenhang mit der neunten deutschen Medaille. Anders als die dpa-Meldung liege der Schwerpunkt stärker auf der Gesamtbilanz der deutschen Mannschaft.
Deutschlandfunk: „Bahnrad-WM: Teutenberg holt Gold im Ausscheidungsfahren - Friedrich gewinnt Silber im Keirin“ (18.10.2026)
Der Beitrag bestätige den WM-Titel in Shanghai und ordne Friedrichs Silber als weiteren deutschen Erfolg ein. Im Mittelpunkt stehe damit stärker das Zusammenspiel der beiden Medaillen am Abschlusstag; offene Fragen zum weiteren Saisonverlauf behandle der Artikel nicht.
Beide Beiträge stimmten beim deutschen Gold im Ausscheidungsfahren überein. Unterschiede ergäben sich vor allem beim Schwerpunkt zwischen Teutenbergs persönlichem Erfolg und der Mannschaftsbilanz.
