Durchblick im Wetter-Chaos: Pogacar gewinnt 16. Giro-Etappe
21.05.2024 - 17:33:31 | dpa.deDominator Tadej Pogacar hat den von chaotischen Wetterbedingungen geprĂ€gten Auftakt in die Schlusswoche des 107. Giro d'Italia gewonnen. Der GesamtfĂŒhrende aus Slowenien siegte auf dem Monte Pana bei Gröden als Solist und verwies auf der verkĂŒrzten 16. Etappe den Italiener Giulio Pellizzari auf Rang zwei. FĂŒr Pogacar war es im laufenden Giro bereits der fĂŒnfte Tageserfolg. Insgesamt war es der 75. Sieg seiner Karriere.
In der Gesamtwertung baute Favorit Pogacar seine souverĂ€ne FĂŒhrung weiter aus. Der 25-JĂ€hrige liegt ĂŒber sieben Minuten vor dem Kolumbianer Daniel Martinez. Der KapitĂ€n des deutschen Teams Bora-hansgrohe belegte Platz drei und ĂŒberholte im Gesamtklassement damit den Waliser Geraint Thomas.
Fahrer akzeptieren Veranstalter-Vorschlag nicht
Der Tag hatte zunĂ€chst chaotisch begonnen. Da am Umbrail-Pass Temperaturen von zwei Grad und eine Schneewahrscheinlichkeit von 95 Prozent prognostiziert wurden, verweigerten die Radprofis ihren Start. «Solche Bedingungen bergen erhebliche Gesundheitsrisiken», teilte die Fahrer-Gewerkschaft CPA mit. Sie stĂŒnden nicht im Einklang mit den Regularien des Weltverbandes UCI bei extremen Witterungsbedingungen.
Der Veranstalter RCS entschied schlieĂlich, die Etappe mit einigen Stunden VerspĂ€tung in Laas zu starten. Insgesamt waren fĂŒr die Fahrer bei Regen und kalten Temperaturen noch 118,7 Kilometer zurĂŒckzulegen. «Es ist wirklich schlechtes Wetter», sagte Pogacar. «In unserem Hotel, das in 1900 Metern Höhe liegt, habe ich bereits Schneeflocken gesehen. 600 Meter höher ist es sicher voller Schnee. Es ist gefĂ€hrlich, dort abzufahren.»
Nach der Abfahrt in Livigno sollte am Dienstag eigentlich der 2498 Meter hohe Umbrail-Pass ĂŒberquert werden, ehe es weiter in Richtung Zielort Gröden geht. UrsprĂŒnglich hatte der Veranstalter RCS vorgesehen, auf der Spitze des Passes eine Haltezone einzurichten, wo die Fahrer bei einer dreiminĂŒtigen Pause die Möglichkeit gehabt hĂ€tten, sich umzuziehen.Â
«Wir schreiben das Jahr 2024. Es ist inakzeptabel, Rennen unter solchen UmstÀnden abzubrechen und wieder aufzunehmen», schrieb die CPA weiter. Der Umbrail-Pass war erst in der vergangenen Woche anstelle des 2758 Meter hohen Stilfser Jochs in die Route aufgenommen worden, da dort Lawinengefahr herrschte.
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