Pogacar schlÀgt Rivale Vingegaard bei erster PyrenÀen-Show
13.07.2024 - 17:44:49Tadej Pogacar setzte auf der steilen Rampe kurz vor der ersten Bergankunft der 111. Tour de France einen seiner unnachahmlichen Angriffe gegen Jonas Vingegaard und feierte einen wichtigen Teilerfolg gegen den Dauerrivalen. Der GesamtfĂŒhrende im Gelben Trikot erreichte im nĂ€chsten Duell beider Radprofis mit komfortablem Abstand den Tagessieg vor dem dĂ€nischen Titelverteidiger.
Bei der Zieleinfahrt in Pla d'Adet in den PyrenĂ€en ĂŒberquerte der Slowene die Ziellinie nach einem harten Gebirgsritt 39 Sekunden vor dem Zweiten Vingegaard. Der 25-jĂ€hrige Pogacar kam nach den 151,9 Kilometern auf der 14. Etappe mit Start in Pau sogar 1:10 Minuten vor Remco Evenepoel ins Ziel. Der Belgier wurde Dritter. In der Gesamtwertung liegt Pogacar nun mit 1:57 Minuten vor Vingegaard und 2:22 vor Evenepoel. Der Zeitfahr-Weltmeister bĂŒĂte damit seinen zweiten Rang ein.
Politt hÀlt Tempo hoch
Pogacars deutscher Helfer Nils Politt hielt lange das Tempo des Hauptfelds hoch. Erst 4,6 Kilometer vor dem Ziel griff Pogacar dann Vingegaard an. Nach und nach sammelte er wertvolle Sekunden auf seine Konkurrenten. Vingegaard bemĂŒhte sich zwar sichtlich, konnte aber nicht am Hinterrad bleiben.
Beide Ausnahmefahrer lieferten sich schon einige Duelle bei der diesjÀhrigen Rundfahrt. Pogacar fuhr Vingegaard am Col du Galibier um einige Sekunden davon. Der amtierende Tour-Champion blieb aber ruhig. Er konterte in den Folgetagen Attacken von Pogacar und trieb die NervositÀt des Manns in Gelb mit seiner defensiven Fahrweise hoch. Der beschwerte sich daraufhin, doch Vingegaard verteidigte die Taktik seines Teams. Im Skigebiet von Le Lioran setzte sich der 27-JÀhrige sogar knapp vor Pogacar durch und holte den Etappensieg.
Corona-Symptome bei Pidcock
Beim ersten von zwei PyrenÀen-Krachern am Wochenende standen gleich zwei Bergwertungen der höchsten Kategorie an. Alleine der Tour-Klassiker Col du Tourmalet hat es in sich. Auf 19 Kilometern mussten die Fahrer eine durchschnittliche Steigung von etwas mehr als sieben Prozent bewÀltigen. Der knackige Schlusspunkt auf dem Pla d'Adet beinhaltete fast acht Prozent auf etwas mehr als zehn Kilometern.
Tom Pidcock wurde vor der Schinderei bewahrt. Allerdings zum Leidwesen des einmaligen britischen Tour-Etappensiegers. Sein Team verkĂŒndete kurz vor Etappenstart, dass der 24-JĂ€hrige wegen Corona-Symptomen nach Hause fĂ€hrt. Dabei galt seine Ineos-Mannschaft als sehr vorsichtig. Mitarbeiter hatten zuletzt Masken getragen. Aktuell gibt es keine festgelegten Corona-MaĂnahmen bei der Tour. Im Hauptfeld sollen aktuell mehrere Fahrer mit Corona unterwegs sein.
Zum Nationalfeiertag wartet am Sonntag eine noch anspruchsvollere PyrenĂ€en-Etappe. Die Königsetappe mit Start in Loudenvielle und Ziel auf dem Plateau de Beille gilt mit ihren mehr als 4800 Höhenmetern und 197,7 Kilometern als gröĂte Herausforderung der diesjĂ€hrigen Rundfahrt.







