Alexander Zverev, Laver Cup 2026

Alexander Zverev beim Laver Cup: Vom Teamspaß zur Jagd auf Platz eins

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 08:20 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Alexander Zverev startet beim Laver Cup in London in den Saisonendspurt. Danach will der Tennisstar den Rückstand auf Jannik Sinner weiter verkürzen und erstmals die Nummer eins werden.

  • Alexander Zverev hat noch Ziele in diesem Tennisjahr. - Bild: Christoph Reichwein/dpa
    Alexander Zverev hat noch Ziele in diesem Tennisjahr. - Bild: Christoph Reichwein/dpa
  • Zwei Grand-Slam-Titel gewonnen: So erfolgreich wie 2025 war Zverev noch nie. (Archivfoto) - Bild: Frank Franklin II/AP/dpa
    Zwei Grand-Slam-Titel gewonnen: So erfolgreich wie 2025 war Zverev noch nie. (Archivfoto) - Bild: Frank Franklin II/AP/dpa
Alexander Zverev hat noch Ziele in diesem Tennisjahr. - Bild: Christoph Reichwein/dpa Zwei Grand-Slam-Titel gewonnen: So erfolgreich wie 2025 war Zverev noch nie. (Archivfoto) - Bild: Frank Franklin II/AP/dpa

Alexander Zverev will beim Laver Cup in London zunächst den Teamspaß genießen und anschließend im Saisonendspurt um die Führung in der Tennis-Weltrangliste kämpfen.

Gemeinsam statt gegeneinander

Beim Duell zwischen Europas besten Spielern und dem Team Welt geht es vor allem um Prestige und Unterhaltung. Zverev sagte, er spiele das besondere Mannschaftsevent jedes Jahr gern, weil die Atmosphäre außergewöhnlich sei und er dort mit Spielern in einem Team stehe, die sonst seine Rivalen seien.

Beim Teamfoto im Londoner Stadtteil Greenwich scherzte der 29-Jährige mit Carlos Alcaraz und Flavio Cobolli. Zverev betonte, es sei schöner, den Kollegen zuzuschauen und ihre Vorbereitung zu erleben, als gegen sie anzutreten.

Viele Turniere bis zum Jahresende

Nach dem Laver Cup folgen für Zverev Turniere in Peking und Schanghai, anschließend Wien und Paris-Bercy. Den Abschluss bilden die ATP Finals und die Davis-Cup-Endrunde in Italien.

Der Deutsche liegt in der Weltrangliste 1810 Punkte hinter Jannik Sinner. Sinner muss bis zum Saisonende 3550 Punkte aus dem Vorjahr verteidigen, Zverev dagegen 1080.

Zwei Grand-Slam-Titel

Zverev gewann in diesem Jahr erstmals die French Open und setzte sich vor knapp zwei Wochen auch bei den US Open durch. Zudem erreichte er in Wimbledon das Finale und führte das deutsche Davis-Cup-Team mit zwei Siegen zur Endrunde in Bologna.

Seine Saison profitierte auch davon, dass Sinner wegen Knieproblemen die US Open absagte und beide Topspieler zeitweise verletzungsbedingt pausierten. Zverev sagte, bei voller Gesundheit sei Sinner weiterhin der bessere Spieler.

Europas Team will Revanche

Team Europa tritt in London mit Zverev, Alcaraz, Cobolli, Rafael Jodar, Jakub Mensik und Casper Ruud an. Kapitän ist Yannick Noah. Für das Team Welt spielen Taylor Fritz, Alex de Minaur, Brandon Nakashima, Alexander Bublik, Learner Tien und Francisco Cerúndolo unter der Leitung von Andre Agassi.

Im vergangenen Jahr hatte sich das Team Welt durchgesetzt. Zverev sagte, Europa wolle den Laver Cup zurückholen. Boris Becker hält den Einzug Zverevs auf Platz eins für eine Frage der Zeit.

Ein außergewöhnliches Jahr mit klarer Rechenaufgabe

Zverevs Ausgangslage verbindet sportliche Leistung mit dem besonderen Punktesystem der ATP. Für die Weltrangliste zählt nicht allein der jüngste Turniersieg, sondern auch, welche Ergebnisse aus dem Vorjahr ersetzt werden. Dadurch entsteht im Saisonendspurt ein unmittelbarer Vergleich: Sinner muss viele Punkte verteidigen, während Zverev mit weniger Vorjahreslast zusätzliche Zähler sammeln kann.

Die bisherigen Erfolge haben Zverev in eine Position gebracht, die zu Jahresbeginn kaum absehbar war. Zwei Grand-Slam-Titel, das Wimbledon-Finale und der Davis-Cup-Einsatz zeigen seine Belastbarkeit über verschiedene Wettbewerbe hinweg. Zugleich bleibt die Konkurrenz sportlich relevant, auch wenn Sinner und Alcaraz zuletzt durch Verletzungen gebremst wurden. Zverev selbst ordnet seine Chancen deshalb nicht als dauerhafte Machtverschiebung ein.

Der Laver Cup als Auftakt

Der Laver Cup besitzt für die Weltrangliste keine Bedeutung, kann aber für Dynamik und Selbstvertrauen vor dem entscheidenden Turnierblock sorgen. Das Format bringt Rivalen in einem Team zusammen und erzeugt durch seine kurze, showorientierte Struktur eine eigene Atmosphäre. Für Zuschauer markiert das Wochenende den Beginn einer Phase, in der nahezu jedes Ergebnis Einfluss auf das Rennen um Platz eins haben kann.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

ntv: „Alexander Zverev: "Wenn man dumm ist, hilft das"“ (23.09.2026)

Der Beitrag berichte aus dem Training des Laver Cups und stelle eine humorvolle Szene zwischen Zverev und Carlos Alcaraz in den Mittelpunkt. Damit bestätige er den Teamcharakter des Londoner Wettbewerbs, setze den Schwerpunkt aber auf Zverevs Umgang mit seinem US-Open-Erfolg statt auf die Weltranglistenrechnung.

ntv: „Verständnisloser Bruder ärgert sich über Kritik an Alexander Zverev“ (22.09.2026)

Der Bericht schreibe, Mischa Zverev weise die Relativierung der Grand-Slam-Erfolge seines Bruders wegen Verletzungen der Konkurrenten zurück. Er bestätige damit Zverevs außergewöhnliche Saison, lege den Schwerpunkt jedoch auf die Debatte über die sportliche Einordnung seiner Titel und nicht auf den bevorstehenden Laver Cup.

Beide Beiträge stellten Zverevs erfolgreiche Saison heraus; während der jüngere Bericht die Atmosphäre beim Laver Cup betone, konzentriere sich der ältere auf die Diskussion über die Stärke des Wettbewerbs und die Rolle verletzter Rivalen.

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