Davis Cup Deutschland – Zverev-Sieg gegen Kroatien bringt Team in Führung
Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 16:18 Uhr | dpa, AD HOC NEWSAlexander Zverev hat das deutsche Davis-Cup-Team im Heimspiel gegen Kroatien in Halle in Führung gebracht.
Deutscher Auftakt nach Maß in Halle
Der zweifache Grand-Slam-Sieger gewann in der heristo-arena im westfälischen Halle gegen den Weltranglisten-171. Matej Dodig mit 6:4, 7:6 (7:3). Nach 1:47 Stunden verwandelte Zverev seinen ersten Matchball und holte damit den ersten Punkt für die Auswahl des Deutschen Tennis Bundes.
Im zweiten Einzel trifft Daniel Altmaier auf die kroatische Nummer eins Dino Prizmic. Zum Weiterkommen in die Finalrunde sind insgesamt drei Siege nötig.
Entscheidung fällt am Sonntag
Die Entscheidung über den Einzug in die Endrunde fällt am Sonntag. Ab 12.00 Uhr ist zunächst das Doppel mit Kevin Krawietz und Tim Pütz angesetzt, danach folgen zwei weitere Einzel. Je nach Verlauf kann das Doppel bereits zur Vorentscheidung werden oder den Druck für die abschließenden Partien erhöhen.
Im vergangenen Jahr war Deutschland bei der Finalrunde im Halbfinale an Spanien gescheitert. Die Endrunde findet in diesem Jahr vom 24. bis 29. November im italienischen Bologna statt.
Zverev ringt Dodig im Tiebreak nieder
Eine Woche nach seinem Triumph bei den US Open in New York war Zverev die Belastung der vergangenen Tage anzumerken. Im ersten Satz agierte der Weltranglisten-Zweite souverän und konzentriert, im zweiten Durchgang leistete er sich einige Nachlässigkeiten.
Der mutig aufspielende Dodig nutzte diese Phase und zwang Zverev in den Tiebreak. Dort steigerte sich der deutsche Spitzenspieler wieder und machte den Sieg perfekt. „Ich bin glücklich, dass ich das Spiel gewonnen habe“, sagte Zverev. Über seinen Gegner meinte er: „Er ist ein wahnsinniger Spieler und hat heute unglaublich gut gespielt.“
Historische Chance für das deutsche Team
Der Auftaktsieg von Alexander Zverev gegen Kroatien verschafft der deutschen Davis-Cup-Mannschaft eine aussichtsreiche Ausgangsposition im Kampf um die Finalrunde in Bologna. Die Begegnung in Halle ist Teil der letzten Qualifikationsrunde, in der nur sieben Tickets für das Endturnier vergeben werden. Mit Zverev als aktueller Nummer zwei der Welt und frisch gekürtem US-Open-Sieger verfügt Deutschland über eine Führungsfigur, die auf diesem Niveau zuletzt selten im Davis Cup zur Verfügung stand.
Starkes Doppel als strategischer Trumpf
Strukturell stützt sich das deutsche Team neben Zverev vor allem auf das etablierte Doppel Kevin Krawietz/Tim Pütz. Die beiden haben in den vergangenen Jahren wichtige Titel auf der Tour gewonnen und gelten als eine der verlässlichsten Paarungen im Nationenwettbewerb. Da in der Zweitagesbegegnung bis zu fünf Matches ausgetragen werden und drei Siege zum Weiterkommen nötig sind, kann das Doppel im Verlauf der Partie eine Schlüsselrolle übernehmen, falls die Einzelbegegnungen eng verlaufen.
Zverevs Form und Bedeutung des Heimspiels
Zverevs jüngster Grand-Slam-Erfolg bei den US Open und seine konstante Position in der Weltspitze erhöhen die Erwartungen an das deutsche Team deutlich. Zugleich zeigt der Auftritt in Halle, dass der Hamburger trotz kurzer Pause bereit ist, Verantwortung im Nationenwettbewerb zu übernehmen. Für die Zuschauer in der heristo-arena ist es Zverevs erster Davis-Cup-Einsatz vor heimischem Publikum seit mehreren Jahren, was der Partie zusätzliche Strahlkraft verleiht. Die Begegnung ist damit sportlich wie atmosphärisch ein Gradmesser dafür, ob Deutschland nach dem Halbfinale im Vorjahr erneut tief in den Wettbewerb vordringen kann.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
Frankfurter Rundschau: „Davis Cup: Deutschland gegen Kroatien live im Stream – spielt Zverev“ (17.09.2026)
Der Bericht stelle die Begegnung in Halle als entscheidende Qualifikationsrunde für einen Platz beim Finalturnier in Bologna dar und hebe hervor, dass Deutschland mit Zverev als Nummer zwei der Weltrangliste als Favorit in das Duell gehe. Zudem werde betont, das deutsche Doppel Krawietz/Pütz sei eine der stärksten Paarungen weltweit und könne im Entscheidungsspiel eine Schlüsselrolle einnehmen. Im Vergleich zur Agenturmeldung lege der Artikel einen Schwerpunkt auf TV- und Streaming-Hinweise sowie die Kaderzusammenstellung beider Teams.
Medienübergreifend werde hervorgehoben, Deutschland trete in Bestbesetzung mit einem Topspieler und einem eingespielten Doppel an und habe damit gute Chancen auf die Qualifikation für die Endrunde. Unterschiedlich gewichtet würden vor allem die Aspekte Übertragungsrechte und taktische Bedeutung des Doppels, während offen bleibe, wie sich die Begegnung nach dem Auftaktsieg von Zverev insgesamt entwickelt.
