Alexander Zverev, Weltrangliste

Alexander Zverev kann in Wien Nummer eins werden

Veröffentlicht am: 25.10.2026 um 16:41 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Alexander Zverev kann beim Turnier in Wien erstmals die Spitze der Männer-Weltrangliste übernehmen. Dafür muss der 29-Jährige das Viertelfinale erreichen; Jannik Sinner kann wegen einer Knieverletzung nicht mehr eingreifen.

Zverevs weitere Saisontermine

  • Beim Turnier in Wien trifft Alexander Zverev zum Auftakt auf den spanischen Wildcard-Spieler Martin Landaluce.
  • Nach Wien stehen für den 29-Jährigen das Masters-1000-Turnier in Paris und die ATP Finals in Turin an.
  • Die Davis-Cup-Endrunde findet anschließend in Bologna statt.
Alexander Zverev fühlt sich bereit für das Turnier in Wien. - Bild: Max Slovencik/APA/dpa

Alexander Zverev greift in Wien nach Platz eins

Alexander Zverev kann sich in dieser Woche beim Turnier in Wien den ersten Platz der Tennis-Weltrangliste sichern. Erreicht der 29-Jährige das Viertelfinale, löst er den Italiener Jannik Sinner an der Spitze ab.

Sinner kann Punkte nicht verteidigen

Sinner hat seine Saison wegen einer Knieverletzung beendet und kann dadurch seine Punkte aus dem erfolgreichen Vorjahr nicht verteidigen. Dass Zverev das Jahr als Weltranglisten-Erster abschließt, steht bereits fest; in Wien könnte der Wechsel nun schon sichtbar werden.

Besondere Bedeutung für Deutschland

Zverev wäre erst der zweite deutsche Spieler nach Boris Becker, der bei den Männern Platz eins übernimmt. Bei den Frauen gelang dies bislang Steffi Graf und Angelique Kerber.

Auftakt gegen Landaluce

In Wien trifft Zverev zum Auftakt auf den spanischen Wildcard-Spieler Martin Landaluce. In diesem Jahr gewann der Deutsche die French Open und die US Open.

Pause vor dem Jahresendspurt

Nach einer knapp einwöchigen Pause fühlt sich Zverev nach eigenen Angaben wieder frisch. Er habe fünf Tage freigenommen, Golf gespielt und den Tennisschläger nicht angefasst, sagte er bei RTL und Sky.

Weitere Aufgaben stehen an

Nach Wien folgen das Masters-1000-Turnier in Paris, die ATP Finals in Turin und die Davis-Cup-Endrunde in Bologna. Zuletzt hatte Zverev beim Masters-1000-Event in Shanghai das Halbfinale gegen den Spanier Alejandro Davidovich Fokina in drei Sätzen verloren.

Zverev sagte, er sei in China körperlich und mental völlig erschöpft gewesen. Nun sei er aber wieder fit.

Der mögliche Sprung an die Spitze folgt auf eine Saison, in der Zverev nach der dpa-Meldung beide Grand-Slam-Turniere in Paris und New York gewonnen hat. In Wien entscheidet damit nicht nur der sportliche Verlauf eines einzelnen ATP-Turniers über einen Weltranglistenwechsel, sondern auch die Punktesituation seines Konkurrenten: Jannik Sinner kann wegen seiner vorzeitig beendeten Saison keine Punkte aus dem erfolgreichen Vorjahr verteidigen.

Weg an die Spitze

Für Zverev würde Platz eins eine besondere Bedeutung haben, weil er erst der zweite deutsche Männer-Spieler nach Boris Becker wäre, dem dies gelingt. Bei den Frauen erreichten Steffi Graf und Angelique Kerber die Spitze. Die Weltrangliste bewertet dabei nicht allein aktuelle Turniersiege, sondern die über einen längeren Zeitraum gesammelten Ergebnisse.

Das Szenario macht die kommenden Turniere zugleich zu einem Belastungstest. Nach Wien folgen das Masters-1000-Turnier in Paris, die ATP Finals in Turin und die Davis-Cup-Endrunde in Bologna. Zverev hat nach eigener Aussage auf die Erschöpfung aus Shanghai mit einer fünftägigen Pause reagiert; für den Jahresendspurt wird daher neben der Weltranglistenposition auch der Umgang mit den körperlichen und mentalen Reserven entscheidend sein.

Bedeutung für den Jahresendspurt

Für Tennisfans in Deutschland wäre Zverevs Spitzenposition bereits in Wien ein sichtbarer Höhepunkt einer Saison mit zwei Grand-Slam-Erfolgen. Unabhängig vom genauen Zeitpunkt steht der Jahresabschluss an der Spitze nach der dpa-Meldung bereits fest. Offen bleibt nur, ob der Wechsel schon beim Wiener Viertelfinaleinzug oder erst bei einem späteren Turnier sichtbar wird.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

n-tv: „Alexander Zverev war nach China "völlig fertig"“ (25.10.2026)

Der Beitrag bestätige, dass Zverev in Wien mit einem Viertelfinaleinzug die Spitze der Weltrangliste übernehmen könne. Anders als die dpa-Meldung lege er den Schwerpunkt auf Zverevs körperliche und mentale Erschöpfung nach Shanghai sowie auf seine fünftägige Pause.

Frankfurter Rundschau: „'Mental sehr müde': Alexander Zverev meldet sich mit besorgniserregendem Update“ (25.10.2026)

Der Artikel bestätige Zverevs Erschöpfung und seine bevorstehende Übernahme der Spitzenposition. Er setze einen stärkeren Akzent auf die Belastung nach den Grand-Slam-Erfolgen, enthalte aber eine abweichende Einordnung des Zeitpunkts, wann Zverev Platz eins erreichen könne.

Einigkeit bestehe damit beim möglichen Weltranglistenwechsel und bei Zverevs Erholungspause. Unterschiede gebe es vor allem beim Schwerpunkt und bei der zeitlichen Einordnung des Sprungs an die Spitze.

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