Alexander Zverev, Davis Cup

Spektakulärer Davis Cup: Alexander Zverev führt Deutschland in Halle gegen Kroatien an

Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 14:49 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Alexander Zverev verzichtet nach seinem US-Open-Triumph auf eine Pause und führt das deutsche Davis-Cup-Team in Halle gegen Kroatien an. Deutschlands Tennis-Herren wittern mit ihrem Topstar und einem starken Team die Chance auf die Endrunde in Bologna.

  • Nur eine Woche nach seinem US-Open-Sieg spielt Alexander Zverev schon wieder Davis Cup. (Archivbild) - Bild: Dan Herrick/ZUMA Press Wire/dpa
    Nur eine Woche nach seinem US-Open-Sieg spielt Alexander Zverev schon wieder Davis Cup. (Archivbild) - Bild: Dan Herrick/ZUMA Press Wire/dpa
  • Ein Davis-Cup-Triumph würde das Super-Jahr von Alexander Zverev krönen. (Archivbild) - Bild: Frank Franklin II/AP/dpa
    Ein Davis-Cup-Triumph würde das Super-Jahr von Alexander Zverev krönen. (Archivbild) - Bild: Frank Franklin II/AP/dpa
Nur eine Woche nach seinem US-Open-Sieg spielt Alexander Zverev schon wieder Davis Cup. (Archivbild) - Bild: Dan Herrick/ZUMA Press Wire/dpa Ein Davis-Cup-Triumph würde das Super-Jahr von Alexander Zverev krönen. (Archivbild) - Bild: Frank Franklin II/AP/dpa

Alexander Zverev tritt direkt nach seinem US-Open-Sieg für Deutschland im Davis Cup in Halle gegen Kroatien an und verzichtet damit bewusst auf eine Ruhepause.

Empfang für den Doppel-Grand-Slam-Sieger in Halle

Nach seiner Ankunft im Court Hotel in Halle wurde der nun zweifache Grand-Slam-Sieger zunächst mit Blumen empfangen. DTB-Präsident Dietloff von Arnim begrüßte Zverev persönlich, bevor am Samstag auf dem Centre Court eine weitere Ehrung durch den neuen Sportminister Ronald Rauhe vorgesehen ist. Erst danach soll der sportliche Teil der Davis-Cup-Partie gegen Kroatien im Vordergrund stehen.

Zverev setzt klare Priorität für den Davis Cup

Obwohl Zverev sich mit seinen Titeln bei den French Open in Paris und den US Open in New York gleich zweimal den Traum vom Grand-Slam-Sieg erfüllt hat, verfolgt der 29-Jährige weitere Ziele. Neben dem lange angestrebten Platz eins in der Weltrangliste nennt er den Gewinn des Davis Cups als zentrale Motivation. Er betont, die deutsche Mannschaft habe in diesem und den kommenden zwei bis drei Jahren eine besondere Chance und er wolle jede Gelegenheit nutzen, den Titel zu holen.

Schwere Entscheidung gegen Erholungspause

Trotz der Strapazen von New York und des unmittelbar folgenden Laver Cups in London entscheidet sich Zverev gegen eine Pause. Nach eigenen Worten wolle er "sehr, sehr gerne Davis Cup spielen", auch wenn alle in seinem Umfeld versucht hätten, ihn davon abzuhalten. Deutschlands Teamchef Michael Kohlmann würdigt den Einsatz seines Spitzenspielers und hebt hervor, es wäre für Zverev einfach gewesen, aufgrund von Erschöpfung oder körperlichen Beschwerden abzusagen.

Deutschland Favorit gegen ersatzgeschwächte Kroaten

Durch Zverevs Mitwirken gilt Deutschland im Duell mit Kroatien als klarer Favorit. Die Gäste müssen auf ihren langjährigen Spitzenspieler Marin Cilic verzichten, der wegen einer Verletzung ausfällt. Damit ist Dino Prizmic als Weltranglisten-103. der bestplatzierte Kroate. Kohlmann sieht gute Chancen für sein Team, wenn die deutsche Auswahl konzentriert auftritt und ihre "Hausaufgaben" macht.

Deutsches Team mit starker Besetzung

Neben Zverev stehen Daniel Altmaier, Yannick Hanfmann sowie die Doppel-Spezialisten Kevin Krawietz und Tim Pütz im Aufgebot. Krawietz und Pütz hatten zuletzt bei den US Open das Doppel-Finale erreicht. Altmaier bringt positive Erinnerungen an den Spielort mit, da er beim Rasenturnier in Halle zuvor das Halbfinale erreicht hatte.

Altmaier vor Struff und Aufgabenverteilung

Gespielt wird diesmal nicht auf Rasen, sondern auf einem mittelschnellen Hartplatz. Altmaier betont, ihm bedeute der Davis Cup "unheimlich viel" und erhält den Vorzug vor Lokalmatador Jan-Lennard Struff. Am Samstag trifft Zverev zum Auftakt auf den Weltranglisten-171. Matej Dodig, anschließend spielt Altmaier gegen Dino Prizmic. Ein deutscher Sieg an diesem Wochenende würde das Ticket für die Endrunde im November in Bologna sichern.

Zverevs Chance auf das nächste Karriereziel

Alle Augen richten sich in Halle auf Zverev. Gelingt es dem deutschen Superstar, seine Müdigkeit nach den Turnierwochen zu kontrollieren, gelten seine Duelle mit Prizmic und Dodig als machbar. Neben möglichen Siegen in Halle lockt für Zverev vor allem die Perspektive, sich im November in Italien einen weiteren großen Karrierewunsch zu erfüllen und den Davis Cup zu gewinnen.

Historische Dimension für deutschen Tennis

Alexander Zverev reist als frisch gekürter zweifacher Grand-Slam-Sieger nach Halle und steht damit an einem Punkt, den deutsches Herrentennis seit Boris Becker und Michael Stich nicht mehr erlebt hat. Sein Entschluss, direkt nach den US Open im Davis Cup anzutreten, unterstreicht die Bedeutung, die der Nationalmannschaft für ihn hat. Für viele Fans ist der Wettbewerb ein identitätsstiftendes Format, das Erfolge im Team über individuelle Titel stellt.

Spannungsfeld zwischen Belastungssteuerung und Verantwortung

Der Verzicht auf eine Pause nach den Strapazen von New York zeigt, wie sehr Zverev den Davis Cup als zentrale Bühne seiner Karriere betrachtet. Gleichzeitig verdeutlicht die dpa-Meldung das Spannungsfeld im modernen Profitennis: Athleten müssen immer häufiger zwischen körperlicher Regeneration und Verpflichtungen gegenüber Verbänden, Turnieren und Fans abwägen. Dass sein Umfeld zu einer Auszeit geraten hatte, verweist auf die hohen Belastungen, die ein Jahr mit mehreren Grand-Slam-Endrunden und Turnierreisen mit sich bringt.

Signalwirkung für das deutsche Team und den Wettbewerb

Zverevs Einsatz stärkt die Rolle Deutschlands im internationalen Davis-Cup-Geschehen. Mit einem Spitzenspieler auf Weltranglisten-Niveau zwei und einem erfahrenen Team um Daniel Altmaier, Yannick Hanfmann sowie den Doppel-Spezialisten Kevin Krawietz und Tim Pütz geht Deutschland als Favorit in das Duell mit Kroatien. Der Verzicht von Marin Cilic erhöht die Chancen zusätzlich. Gelingt der Sprung in die Endrunde nach Bologna, könnte ein späterer Davis-Cup-Triumph das ohnehin herausragende Tennisjahr Zverevs krönen und den Wettbewerb hierzulande weiter aufwerten.

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