Novak Djokovic, Daniil Medwedew

Djokovic nach Medwedew-Disqualifikation im Finale von Peking

Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 16:17 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Novak Djokovic steht nach der Disqualifikation von Daniil Medwedew im Finale des ATP-Turniers in Peking. Der Russe hatte gegen Ende des zweiten Satzes einen Ball ins Publikum geschlagen und dabei einen Zuschauer getroffen.

  • Novak Djokovic steht in Peking wieder im Finale. - Bild: Andy Wong/AP/dpa
    Novak Djokovic steht in Peking wieder im Finale. - Bild: Andy Wong/AP/dpa
  • Daniil Medwedew wurde im Halbfinale gegen Novak Djokovic disqualifiziert. - Bild: Achmad Ibrahim/AP/dpa
    Daniil Medwedew wurde im Halbfinale gegen Novak Djokovic disqualifiziert. - Bild: Achmad Ibrahim/AP/dpa
Novak Djokovic steht in Peking wieder im Finale. - Bild: Andy Wong/AP/dpa Daniil Medwedew wurde im Halbfinale gegen Novak Djokovic disqualifiziert. - Bild: Achmad Ibrahim/AP/dpa

Novak Djokovic steht nach der Disqualifikation seines Halbfinalgegners Daniil Medwedew im Finale des ATP-Turniers in Peking.

Ball trifft Zuschauer

Der Russe schlug gegen Ende des zweiten Satzes nach einem verlorenen Punkt den Ball ins Publikum und traf einen Zuschauer im Gesicht. Der Besucher musste mit offensichtlichen Schmerzen von der Tribüne geführt werden.

Djokovic wartet auf de Minaur

Beim Stand von 7:5, 5:3, 15:15 wurde Djokovic nach knapp zweieinhalb Stunden zum Sieger erklärt. Im Endspiel an diesem Dienstag trifft der 39 Jahre alte Serbe auf den Australier Alex de Minaur.

Djokovic hat in Peking noch nie ein Spiel verloren und verließ nun zum 33. Mal als Sieger den Platz. „Ich bin ein bisschen geschockt. Es tut mir leid für die Person. Ich hoffe, sie ist nicht verletzt“, sagte Djokovic.

Erinnerung an eigene Disqualifikation

Dem Serben tat die Disqualifikation auch für Medwedew leid. „Ich weiß genau, wie es sich anfühlt, für so etwas disqualifiziert zu werden“, sagte Djokovic. Er war 2020 bei den US Open disqualifiziert worden.

Hochklassiges Duell vor dem Ende

Vor dem unrühmlichen Schluss hatten sich Djokovic und Medwedew ein packendes Halbfinale geliefert. Der erste Satz dauerte 1:19 Stunden, ehe sich Djokovic mit 7:5 durchsetzte.

Beiden Spielern waren im weiteren Verlauf die Strapazen anzumerken. Djokovic stützte seine Hände wiederholt auf die Oberschenkel, während Medwedew seinen Gegner mehrfach imitierte. Nach einem Aufschlagverlust zum 2:4 nahm auch der Russe eine Behandlungspause, schaffte danach das Re-Break, verlor anschließend jedoch erneut seinen Aufschlag und wenig später die Nerven.

Ein Turnier mit besonderer Djokovic-Bilanz

Djokovic setzt seine außergewöhnliche Erfolgsserie in Peking fort. Nach Angaben der dpa hat der Serbe dort noch kein Spiel verloren und steht nun zum 33. Mal als Sieger auf dem Platz. Der Wettbewerb gehört damit zu den Turnieren, bei denen Djokovic über Jahre hinweg eine besonders starke Bilanz aufgebaut hat.

Disqualifikationen als seltene, aber klare Konsequenz

Eine Disqualifikation wegen eines ins Publikum geschlagenen Balls zählt im Profitennis zu den schwerwiegendsten Sanktionen während eines laufenden Matches. Sie unterscheidet sich von einer Verwarnung oder einem Punktabzug, weil der betroffene Spieler das Match unmittelbar verliert. Entscheidend ist dabei nicht nur die Absicht, sondern auch die Gefährdung eines Zuschauers.

Finale gegen de Minaur

Für Djokovic verschiebt sich der sportliche Fokus nun auf das Endspiel gegen Alex de Minaur. Der Australier steht für ein laufintensives Spiel und kann lange Ballwechsel erzwingen. Djokovic bringt dagegen seine Erfahrung in großen Partien und seine makellose Peking-Bilanz ein. Für Zuschauer ist das Finale deshalb auch unter dem ungewöhnlichen Eindruck des Halbfinalendes ein sportlich bedeutender Vergleich.

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