Davis Cup Deutschland gegen Kroatien: Zverev-Sieg reicht zunächst nur zum 1:1
Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 18:14 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDas deutsche Davis-Cup-Team muss nach einem 1:1-Zwischenstand gegen Kroatien in Halle weiter um den Einzug in die Finalrunde bangen.
Zverev bringt Deutschland in Führung
Alexander Zverev sorgte im ersten Einzel für den perfekten Auftakt: Der US-Open-Sieger setzte sich in der heristo-arena in Halle (Westfalen) gegen den Kroaten Matej Dodig mit 6:4, 7:6 (7:3) durch und brachte die Gastgeber in Führung. Für Zverev war es nur eine Woche nach seinem großen Triumph von New York der nächste souveräne Auftritt vor heimischem Publikum.
Altmaier verliert gegen kroatische Nummer eins
Im zweiten Einzel des Tages verpasste Daniel Altmaier die Chance, die deutsche Führung auszubauen. Gegen die kroatische Nummer eins Dino Prizmic unterlag er mit 4:6, 3:6. Damit steht es nach dem ersten Tag des Qualifikationsduells nur 1:1, sodass die Entscheidung über das Weiterkommen vertagt ist.
Entscheidung fällt am Sonntag
Am Sonntag fällt die Entscheidung über den Einzug in die Finalrunde. Ab 12.00 Uhr eröffnet das Doppel mit Kevin Krawietz und Tim Pütz den zweiten Spieltag, ehe Alexander Zverev im Spitzeneinzel auf Dino Prizmic trifft. Zum Abschluss ist ein weiteres Einzel zwischen Daniel Altmaier und Matej Dodig vorgesehen.
Kohlmann hat personelle Optionen
Teamchef Michael Kohlmann kann die Aufstellung für den zweiten Tag noch verändern und beispielsweise Yannick Hanfmann für Altmaier ins Team holen. Für den Sprung in die Finalrunde sind insgesamt drei deutsche Siege nötig.
Blick auf die Finalrunde in Bologna
Im vergangenen Jahr war Deutschland bei der Finalrunde im Halbfinale an Spanien gescheitert. Die diesjährige Endrunde findet vom 24. bis 29. November im italienischen Bologna statt, wo die qualifizierten Mannschaften den Davis-Cup-Sieger ausspielen.
Deutschlands Schlüsselduell im neuen Davis-Cup-Format
Das Duell mit Kroatien in Halle ist eingebettet in das seit einigen Jahren reformierte Davis-Cup-System. Statt klassischer Heim-und-Auswärts-Begegnungen werden Qualifikationsrunden und eine komprimierte Endrunde gespielt, die in diesem Jahr Ende November in Bologna ausgetragen wird. Für das deutsche Team geht es um einen der begrenzten Plätze bei diesem Finalturnier, die über wenige K.-o.-Begegnungen vergeben werden. Entsprechend hoch ist der Druck, bereits an diesem Wochenende alle Chancen zu nutzen.
Formstarke Achse Zverev und Doppel als Hoffnungsträger
Die große Aufmerksamkeit richtet sich auf Alexander Zverev, der nach seinem Triumph bei den US Open mit breiter Brust in Halle antritt. Mit der klaren Auftaktsieg gegen Matej Dodig bestätigt er seine Rolle als Anführer der Mannschaft. Zugleich gilt das eingespielte Doppel mit Kevin Krawietz und Tim Pütz seit längerem als verlässliche Stärke im deutschen Davis-Cup-Team, da beide international zu den erfolgreichsten Doppelspielern zählen. Diese Kombination aus einem Top-Einzelspieler und einem starken Doppel bildet den Kern der deutschen Hoffnungen, die erforderlichen drei Punkte gegen Kroatien einzufahren.
Personelle Optionen und Bedeutung für den deutschen Tennisverband
Teamchef Michael Kohlmann hat mit Yannick Hanfmann eine zusätzliche Einzeloption, sollte er taktisch auf den schwächeren Auftakt von Daniel Altmaier reagieren. Die Entscheidung über die Aufstellung am Sonntag kann damit auch ein Signal für die längerfristige Rollenverteilung im deutschen Team sein. Ein erfolgreicher Einzug in die Finalrunde in Bologna wäre nicht nur sportlich wichtig, sondern würde den Deutschen Tennis Bund im internationalen Konzert stärken und die Sichtbarkeit von Tennis in Deutschland nach Zverevs jüngsten Grand-Slam-Erfolgen weiter erhöhen. Ein Scheitern dagegen könnte den positiven Schwung im Spitzentennis vorerst abbremsen.
