NĂ€chster Abstieg: Debakel fĂŒr deutsche Tennisspielerinnen
Veröffentlicht am: 11.04.2026 um 19:01 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDie deutschen Tennisspielerinnen haben im Billie Jean King Cup ein Debakel erlebt und mĂŒssen den nĂ€chsten Abstieg verkraften. Anstatt die direkte RĂŒckkehr in die Weltgruppe zu schaffen, muss die DTB-Auswahl nach einem desolaten Auftritt in Oeiras bei Lissabon in die Regionalgruppe II runter. Im entscheidenden Relegationsspiel unterlag das Team von Cheftrainer Torben Beltz Litauen dramatisch mit 1:2. Erst vor einigen Monaten war das Team aus der Weltgruppe des Wettbewerbs abgestiegen.
«Es sind alle sehr niedergeschlagen, sehr traurig. Es haben alle natĂŒrlich gehofft, dass das anders ausgeht hier», sagte Beltz der Deutschen Presse-Agentur. Dass bewusst auf erfahrene Spielerinnen wie Laura Siegemund oder Tatjana Maria verzichtet wurde, sah der Coach nicht als Grund fĂŒr den Abstieg. «Die, die hier waren, waren die Richtigen», sagte Beltz mit Blick auf sein junges und unerfahrenes Team, schloss eine RĂŒckkehr von Siegemund oder Maria aber nicht aus. «Wie wir jetzt weitermachen, werden wir in den nĂ€chsten Tagen sehen. Das ist jetzt noch zu frĂŒh.»
Dabei war es trotz starken Windes gegen Litauen gut losgegangen. Noma Noha Akugue hatte das erste Einzel gegen Andre Lukosiute 6:4, 6:4 fĂŒr sich entschieden. Nach einem schwachen Auftritt verlor Ella Seidel ihre Partie danach gegen Justina Mikulskyte allerdings mit 6:1, 3:6, 2:6. Im entscheidenden Doppel unterlagen Akugue/Nastasja Schunk schlieĂlich Lukosiute/Mikulskyte mit 7:5, 3:6, 8:10. Der dritte Satz war im Tiebreak ausgetragen worden. Ohne die angeschlagen fehlende Topspielerin Eva Lys steht damit der nĂ€chste Absturz fest.
Ohne Lys und erfahrene Spielerinnen
Dabei hĂ€tte beim Turnier in Portugal eigentlich der Grundstein fĂŒr die direkte RĂŒckkehr in die Weltgruppe gelegt werden sollen. Zuvor hatte es in der Vorrunde zwei 1:2-Niederlagen gegen Portugal und Schweden gegeben. Die Chance auf den Gruppensieg und eine schnelle RĂŒckkehr in die Weltgruppe war damit verspielt. Daran Ă€nderte auch der abschlieĂende Erfolg gegen DĂ€nemark (3:0) nichts mehr.
Zwar fehlte Lys dem Team in dieser Woche spĂŒrbar, weil sie angeschlagen war.  Trotzdem kamen die Niederlagen gegen die schwĂ€cher eingeschĂ€tzten Portugiesinnen, Schwedinnen und Litauerinnen ĂŒberraschend.
