Nicht «am ertrĂ€umten Ort»: Nadal nach HĂŒft-OP lange raus
04.06.2023 - 08:22:44 | dpa.deMit erhobener Faust meldete sich Rafael Nadal aus dem Operations-Bett. Der spanische Tennisstar muss sein Comeback durch den Eingriff an der HĂŒfte zwar verschieben, will aber die Chance auf eine ersehnte Abschiedstour im kommenden Jahr retten.
Der normale Genesungsprozess betrage nun rund fĂŒnf Monate, «wenn alles gut geht», schrieb er an seinem 37. Geburtstag in den sozialen Netzwerken und bedankte sich fĂŒr alle guten WĂŒnsche. «Heute zusĂ€tzlich an meinem Geburtstag. Nicht an dem gewĂŒnschten und ertrĂ€umten Ort, aber dennoch DANKE.»
Der 22-malige Grand-Slam-Turniersieger hatte sich in Barcelona rund zwei Wochen nach seiner Absage fĂŒr die French Open am verletzten linken HĂŒftbeuger operieren lassen. Einer seiner behandelnden Ărzte berichtete am Wochenende in Paris, wie der Weg von Nadal auf den Platz aussehen soll. Neben dem linken HĂŒftbeuger sei auch noch eine Verletzung an der Gelenklippe behoben worden. Dieses sogenannte Labrum sei nicht stark genug gewesen, sagte Ăngel Ruiz-Cotorro, deshalb sei die Operation unumgĂ€nglich gewesen.Â
ZunĂ€chst steht fĂŒr Nadal nur Schwimmen und Radfahren an, beim Comeback will sein Team nichts ĂŒberstĂŒrzen. Seit dem Zweitrunden-Aus bei den Australian Open zu Jahresbeginn hatte er kein Match mehr bestritten. Er will im kommenden Jahr seine Karriere beenden und dabei noch einmal die Turniere bestreiten, die ihm am meisten bedeuten. Mit der prognostizierten Ausfallzeit wĂ€re eine Teilnahme an den Australian Open, die er zweimal gewonnen hat, im Januar 2024 nicht ausgeschlossen.
Neben den vier Grand-Slam-Turnieren stehen nĂ€chstes Jahr auch die Olympischen Spiele auf der Anlage von Roland Garros, wo er 14-mal die French Open gewann, als Highlight auf dem Programm. «Die Höchststrafe fĂŒr so einen Sportler ist es, sich nicht auf dem Platz verabschieden zu können», sagte Eurosport-Experte Boris Becker zur erhofften letzten RĂŒckkehr Nadals. «Man muss das Buch zumachen, bevor man das nĂ€chste aufmachen kann, also die zweite Karriere. Deswegen wĂŒnsche ich das als ehemaliger Sportler, dass er sich von seinen Fans verabschieden kann.»
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