Das bringt die Leichtathletik-WM am Wochenende
18.08.2023 - 18:28:03Die Geher machen an diesem Samstag den Anfang: Bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Budapest fallen die ersten Entscheidungen. Höhepunkt des ersten Wochenendes ist am Sonntagabend das Finale ĂŒber 100 Meter der MĂ€nner.
SAMSTAG
20 Kilometer Gehen, MĂ€nner (8.50 Uhr): Der einzige deutsche Starter Christopher Linke musste im Vorjahr bei der WM in Eugene aufgeben und fehlte dann wegen einer Corona-Infektion ĂŒber 35 Kilometer. DafĂŒr revanchierte sich der Potsdamer mit EM-Silber auf der langen Distanz in MĂŒnchen. In Budapest ist Linke AuĂenseiter.
KugelstoĂen, MĂ€nner (20.35 Uhr): Titelverteidiger und Weltrekordler Ryan Crouser ist der Favorit, gröĂter Rivale dĂŒrfte sein US-Landsmann Joe Kovacs sein. Er darf angesichts ungarischer Wurzeln auf die Fans in Budapest hoffen. Auch der NeuseelĂ€nder Tom Walsh gehört zu den MedaillenanwĂ€rtern. Deutsche Starter sind nicht dabei.
10 000 Meter, Frauen (20.55 Uhr): Deutsche Langstrecklerinnen fehlen ĂŒber die 25 Runden auf der Bahn. Beste in diesem Jahr war bisher die Ăthiopierin Gudaf Tsegay, Titelverteidigerin ist ihre TeamgefĂ€hrtin Letesenbet Gidey.Â
4x400 Meter, Mixed (21.47 Uhr): Der Einzug ins Finale sollte das Ziel fĂŒr das deutsche Quartett sein. Vor einem Jahr in Eugene siegte das Team aus der Dominikanischen Republik vor den Niederlanden und den USA.
SONNTAG
20 Kilometer Gehen, Frauen (7.15 Uhr): Die EM-Dritte Saskia Feige aus Leipzig zĂ€hlt bei der WM nicht zu den Medaillenkandidatinnen. Klar die Schnellste in diesem Jahr war bisher die Spanierin Maria PĂ©rez vor Vorjahres-Weltmeisterin Kimberly GarcĂa LeĂłn aus Peru.
Weitsprung, Frauen (16.55 Uhr): Titelverteidigerin Malaika Mihambo fehlt nach ihrem Muskelfaserriss, Mikaelle Assani und Maryse Luzolo wollen es am Samstag zunÀchst ins Finale schaffen. Ackelia Smith aus Jamaika ist mit 7,08 Metern Jahresbeste, eine ausgemachte Favoritin gibt es aber nicht.
Hammerwurf, MÀnner (17.50 Uhr): Die deutschen NachwuchskrÀfte Merlin Hummel und Sören Klose hoffen am Samstag zunÀchst auf den Einzug ins Finale. Olympiasieger und Europameister Wojciech Nowicki aus Polen möchte erstmals auch Weltmeister werden.
Siebenkampf, Frauen (18.00 Uhr): In Vanessa Grimm, Carolin SchĂ€fer und Sophie WeiĂenberg startet am Samstag ein deutsches Trio. Die 31-jĂ€hrige SchĂ€fer gewann 2017 in London WM-Silber. Weil Top-Favoritin Nafissatou Thiam aus Belgien verletzt fehlt, könnte es bis zu den abschlieĂenden 800 Metern spannend bleiben.
10 000 Meter, MĂ€nner (18.25 Uhr): Nils Voigt vom TV Wattenscheid ist fĂŒr das DLV-Team dabei, um den Titel laufen aber andere. Den gewann zuletzt zweimal in Serie Joshua Cheptegei aus Uganda. Die Ăthiopier Berihu Aregawi und Selemon Barega liefen in diesem Jahr bislang die besten Zeiten.
100 Meter, MĂ€nner (19.10 Uhr): FĂŒr den prestigetrĂ€chtigen Titel gibt es einige AnwĂ€rter. Im Vorjahr gewann Fred Kerley, sein US-Landsmann Noah Lyles will ihn entthronen, Jahresschnellster ist ihr Teamkollege Zharnel Hughes. Vielleicht gewinnt in Ferdinand Omanyala auch ein Kenianer. Olympiasieger Marcell Jacobs aus Italien ist AuĂenseiter. In den VorlĂ€ufen am Samstag ist auch der deutsche Starter Julian Wagner dabei.
Organisatoren erwarten volle RĂ€nge
Nach Angaben der Organisatoren sind 85 Prozent der Eintrittskarten verkauft worden. Es gebe auch weiterhin eine Nachfrage nach Tickets, teilten die Veranstalter in der ungarischen Hauptstadt mit.
Die Wettbewerbe finden - abgesehen von denen im Gehen und im Marathon - im neuen WM-Stadion statt, das 35.000 Zuschauer fasst. Nach den Wettbewerben soll es auf 14.500 PlĂ€tze zurĂŒckgebaut werden, das GelĂ€nde rings um das nationale Leichtathletik-Zentrum an der Donau soll dann als öffentlicher Park fĂŒr Sport und Freizeit dienen.
Weltverbands-PrĂ€sident Sebastian Coe lobte die Organisatoren und sagte, die QualitĂ€t ihrer Arbeit sei ĂŒberragend. Bereits zuvor hatte er auch die UnterstĂŒtzung der ungarischen Regierung gewĂŒrdigt. Angesichts der Kritik an ihr zum Beispiel aus anderen LĂ€ndern der EuropĂ€ischen Union hatte der Brite aber auch eingerĂ€umt, dass LĂ€nder den Sport nutzten, um sich zu prĂ€sentieren.


