DBS-Chef: Russen mĂŒssen vor Paralympics Krieg verurteilen
18.02.2024 - 04:28:47DBS-PrĂ€sident Friedhelm Julius Beucher hat eine weitgehende NeutralitĂ€tserklĂ€rung als Voraussetzung fĂŒr eine Wiederzulassung russischer Athleten unter neutraler Flagge bei den Paralympics in Paris mitinitiiert.
«Wir wollen ganz klare Botschaften haben, was neutral ist und was nicht», sagte der Chef des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) am Randes des 53. Ball des Sports am Samstagabend in Frankfurt der Deutschen Presse-Agentur.Â
Beucher: «Unverantwortliche HÀngepartie»
«In dieser NeutralitĂ€tserklĂ€rung muss drinstehen: "Ich verabscheue den Krieg und bin gegen den Krieg". Sonst ist das eine unglaubwĂŒrdige Augenwischerei», meinte er. «Nur zu erklĂ€ren, man sei neutral, ist zu so schwammig.» Deshalb habe man einen Brief mit dieser Forderung an den Paralympics-WeltprĂ€sidenten Andrew Parsons geschickt. Dass bei der Frage der Teilnahme russischer Athleten in Paris noch so viel Unklarheit herrsche und die nĂ€chsten Paralympics zeitlich nĂ€her rĂŒckten, hĂ€lt Beucher fĂŒr eine «unverantwortliche HĂ€ngepartie».
Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) hatte sich trotz des Angriffskrieges der Russen gegen die Ukraine gegen einen Ausschluss von Russland und Belarus entschieden. Ende September entschied die IPC-Generalversammlung, die Suspendierung von Russlands Paralympics-Komitee um zwei Jahre zu verlÀngern, Sportlerinnen und Sportler aus dem kriegstreibenden Land aber unter Bedingungen wieder zuzulassen. Deutschland und vor allem weitere westliche LÀnder waren gegen Wiederzulassung.


