Alle Grand Tours gewonnen: Vingegaard bejubelt Giro-Sieg
31.05.2026 - 19:19:58 | dpa.deJonas Vingegaard radelte beschwingt mit seinen Teamkollegen ĂŒber die StraĂen Roms und genoss bei seiner Triumphfahrt unweit des Circus Maximus seinen nĂ€chsten Meilenstein. Der DĂ€ne bejubelte in der italienischen Hauptstadt seinen erstmaligen Triumph beim Giro d'Italia nach 21 krĂ€ftezehrenden Etappen. Doch nicht nur das.Â
Er darf sich nun als Gewinner aller drei groĂen Rundfahrten im Radsport bezeichnen. 2022 und 2023 hatte er jeweils den Gesamtsieg bei der Tour de France gefeiert. Im vergangenen Jahr holte er sich den Sieg bei der Vuelta.Â
«Es ist unglaublich. Es ist etwas, von dem ich mein ganzes Leben getrĂ€umt habe», sagte der sichtlich berĂŒhrte Profi, der im Zielbereich von seiner Familie begrĂŒĂt wurde. «Es ist ein besonderer Tag fĂŒr mich», sagte er.Â
Vingegaard nun in illustrer Runde
Erst sieben anderen Radprofis war dieses KunststĂŒck zuvor gelungen. Vingegaard gehört jetzt zur illustren Runde um Jacques Anquetil, Felice Gimondi, Eddy Merckx, Bernard Hinault, Alberto Contador, Vincenzo Nibali und Chris Froome, die alle mindestens einmal die drei groĂen Rundfahrten gewannen.
Nach der finalen 21. Etappe in Rom lag Vingegaard in der Gesamtwertung mit deutlichem Vorsprung von 5:22 Minuten vor dem Ăsterreicher Felix Gall und 6:25 Minuten vor dem Australier Jai Hindley aus dem deutschen Red-Bull-Team. Der Italiener Jonathan Milan holte sich den Tagessieg im Sprint und feierte einen Heimerfolg.
Vingegaards groĂem Dauerrivalen Tadej Pogacar, der in diesem Jahr nicht beim Giro dabei war, fehlt noch der Erfolg bei der Vuelta. Die beiden treffen erst wieder bei der am 4. Juli beginnenden 113. Auflage der Tour de France beim Grand DĂ©part in Barcelona aufeinander. Neben dem Dauerduell wird auch spannend zu beobachten, inwiefern der letztjĂ€hrige Tour-Dritte Florian Lipowitz aus Deutschland und das französische Talent Paul Seixas den beiden Superstars gefĂ€hrlich werden können.Â
Vingegaard in den Bergen nicht zu schlagen
Die letzte Etappe startete der im Rosa FĂŒhrungstrikot fahrende Vingegaard gebĂŒhrend, als er aus einem Begleitfahrzeug ein paar Fruchtgummis erhielt und genĂŒsslich naschte. Die SĂŒĂigkeiten wurden anschlieĂend unter den Radprofis aufgeteilt.
Bei der anspruchsvollen Berghatz nach Piancavallo am Vortag hatte Vingegaard seine starke Form bestĂ€tigt. In den Bergen konnte ihm beim Giro keiner wirklich folgen. Im nordöstlichen Zipfel des Lands holte er seinen fĂŒnften Etappensieg bei der 109. Italien-Rundfahrt - der fĂŒnfte Bergsieg. Nur sein Teamkollege Sepp Kuss schaffte den einzigen anderen Bergankunftssieg in diesem Jahr.Â
Wie geht es fĂŒr Vingegaard generell weiter? «Ich sehe mich auch nicht vor meinem 35. Lebensjahr noch fahren», sagte Vingegaard zuletzt am Ruhetag. «Ich werde 30, das dauert also noch eine ganze Weile. AuĂerdem sehe ich mich nicht das Team wechseln. Ich gehe sogar davon aus, meine Karriere in diesem Team zu beenden», sagte der Fahrer des Visma-Teams.
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