SpitzenverbÀnde lehnen neues Sportfördergesetz ab
15.03.2024 - 17:02:30 | dpa.deNach dem Deutschen Olympischen Sportbund lehnen auch die SpitzenverbÀnde des deutschen Sports den Entwurf der Bundesregierung zur neuen Sportförderung ab.
Mit groĂer EnttĂ€uschung habe man den Referentenentwurf des Bundesinnenministeriums (BMI) zum Sportfördergesetz zur Kenntnis genommen, wurde Andreas Michelmann, Sprecher der SpitzenverbĂ€nde im DOSB und PrĂ€sident des Deutschen Handballbundes, in einer Stellungnahme zitiert.
Das BMI wird aufgefordert, «zur bisherigen vertrauensvollen, partnerschaftlichen Zusammenarbeit» zurĂŒckzukehren und den vorliegenden Gesetzentwurf zu ĂŒberarbeiten. Andernfalls sehen die SpitzenverbĂ€nde «kein Fundament fĂŒr eine zielfĂŒhrende Umsetzung der so wichtigen, gemeinsam angestoĂenen Reform», hieĂ es.
Kritik an geplanter Sportagentur
Wie der DOSB kritisieren auch die SportverbĂ€nde unter anderem die geplante Sportagentur zur Verteilung der Förder-Millionen. Im Gesetzentwurf bekommt der Bund an entscheidender Stelle das letzte Wort bei grundsĂ€tzlichen Fragen fĂŒr die Mittelvergabe.
Die Sportagentur ist das HerzstĂŒck der Reform und soll kĂŒnftig die Aufgaben bei Steuerung und Förderung ĂŒbernehmen. Die Leitlinien der Agentur soll ein 18-köpfiger Stiftungsrat mit Vertretern von Bund, LĂ€ndern und DOSB bestimmen, in dem die Bundesregierung den Vorsitz ĂŒbernimmt und bei Stimmengleichheit entscheiden kann. Dies entspricht den Vorgaben der HaushĂ€lter des Bundestags und den Empfehlungen des Bundesrechnungshofs. Von einer unabhĂ€ngigen und eigenverantwortlichen Agentur könne mit dem vorliegenden Entwurf jedoch nicht die Rede sein, kritisierten die SpitzenverbĂ€nde.
Nach den PlÀnen des Innenministeriums soll das neue Sportfördergesetz bis zur Sommerpause im Kabinett beraten werden. SpÀtestens im Winter soll es dann im Bundestag verabschiedet werden und in Kraft treten.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

