Hannover-96-GeschĂ€ftsfĂŒhrer, Kind

Hannover-96-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Kind pocht auf 50+1-Reform

28.02.2024 - 12:16:37 | dts-nachrichtenagentur.de

Der GeschĂ€ftsfĂŒhrer von Zweitligist Hannover 96, Martin Kind, pocht auf eine Reform der 50+1-Regelung im deutschen Fußball.

Fußballspieler von Hannover 96 (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Fußballspieler von Hannover 96 (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Der FunktionĂ€r, der seit einigen Jahren als schĂ€rfster Kritiker der Regelung gilt, die den Einfluss externer Geldgeber der Profi-Vereine begrenzt, sagte der "SĂŒddeutschen Zeitung", dass 50+1 nicht zwingend abgeschafft werden mĂŒsse. "Ich kann der DFL nur empfehlen: Versteht doch bitte diese Krise als Chance - wir können 50+1 beibehalten." "Aber dann muss das Weisungsrecht inhaltlich nach Fragen des Verbands- und Unternehmensrechts definiert werden", so Kind.

Hintergrund ist der Streit um Kinds Abstimmungsverhalten im gescheiterten Prozess um den Einstieg von Investoren bei der Deutschen Fußball Liga (DFL). Kind verrĂ€t nicht, wie er als Vertreter von einem der 36 deutschen Profiklubs abgestimmt hat, weist aber auf den Interessenskonflikt fĂŒr ihn als GeschĂ€ftsfĂŒhrer hin. Der Stammverein von Hannover 96 hatte Kind angewiesen, mit Nein zu stimmen. Kind sagte der Zeitung: "Die DFL muss den Mut haben, neu festzulegen: In welchen Fragen darf der e.V. mitreden und in welchen nicht? In welchen Fragen darf das Kapital mitreden und in welchen nicht? Die DFL könnte inhaltlich zukunftsorientiert Lösungen schaffen, ohne 50+1 aufgeben zu mĂŒssen." Kind ĂŒbt zudem Kritik am deutschen Kartellamt, dass die 50+1-Regelung mit den drei bekannten Ausnahmeregelungen (in Leverkusen, Wolfsburg und Hoffenheim) als unbedenklich eingestuft hat. Laut dem 96-GeschĂ€ftsfĂŒhrer fĂŒhrt diese EinschĂ€tzung zu "Wettbewerbsverzerrung". Kind weiter: "Das Kartellamt hat als einzige Aufgabe, wettbewerbsgleiche Bedingungen zu schaffen. Aber dass drei Vereine ihre Ist-Situation festgeschrieben bekommen, mit kleinen Modifikationen, und alle anderen Klubs diesen Status niemals erhalten dĂŒrfen: Ist das fair? Nein. Es ist inakzeptabel." Kritik ĂŒbt Kind weiterhin an DFL-PrĂ€sidiumssprecher Hans-Joachim Watzke fĂŒr dessen Aussagen beim Aus des Investoren-Prozesses. Watzke hatte den Stopp der Investoren-PlĂ€ne auch mit den VorgĂ€ngen bei Hannover 96 begrĂŒndet, wo seit LĂ€ngerem ein Streit um die Ausrichtung des Klubs schwelt. "Ich halte es fĂŒr falsch, dass Herr Watzke die 50+1-Regel in der jetzigen Form als gesetzt erklĂ€rt", so Kind. "Weil er damit schon sagt: VerĂ€nderungen können gar nicht erfolgen". Der mittlerweile abgesagte Investoren-Einstieg sei "das Konzept der DFL. Dazu sollten sie auch stehen. Sie haben diese Strategie erarbeitet und den Prozess nun beendet. Was hat das denn mit meinem Abstimmungsverhalten zu tun?"

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