WM, FIFA

Nach Ermittlungen: FIFA streicht Schiedsrichter von WM-Liste

16.05.2026 - 12:23:12 | dpa.de

Der niederlĂ€ndische Schiedsrichter Rob Dieperink muss auf WM-EinsĂ€tze verzichten. Der Fußball-Weltverband nimmt die Nominierung zurĂŒck. Was dahintersteckt.

  • Die FIFA streicht einen als Video-Referee fĂŒr die WM nominierten NiederlĂ€nder von der Schiedsrichter-Liste. (Archivbild) - Foto: Ennio Leanza/epa/dpa
    Die FIFA streicht einen als Video-Referee fĂŒr die WM nominierten NiederlĂ€nder von der Schiedsrichter-Liste. (Archivbild) - Foto: Ennio Leanza/epa/dpa
  • Keine WM fĂŒr Schiedsrichter Rob Dieperink. (Archivbild) - Foto: Maurice Van Steen/ANP/dpa
    Keine WM fĂŒr Schiedsrichter Rob Dieperink. (Archivbild) - Foto: Maurice Van Steen/ANP/dpa
Die FIFA streicht einen als Video-Referee fĂŒr die WM nominierten NiederlĂ€nder von der Schiedsrichter-Liste. (Archivbild) - Foto: Ennio Leanza/epa/dpa Keine WM fĂŒr Schiedsrichter Rob Dieperink. (Archivbild) - Foto: Maurice Van Steen/ANP/dpa

Der Weltverband FIFA hat den niederlĂ€ndischen Schiedsrichter Rob Dieperink trotz eingestellter Ermittlungen wegen des Verdachts auf sexuelle Nötigung von der Liste der Offiziellen fĂŒr die Fußball-WM gestrichen. «Die FIFA bestĂ€tigt, dass Rob Dieperink von der Liste der Schiedsrichter fĂŒr die FIFA-Weltmeisterschaft gestrichen wurde», teilte der Verband auf dpa-Anfrage ohne weitere offizielle BegrĂŒndung mit. 

Zuvor hatten die «The Athletic» und «De Telegraaf» darĂŒber berichtet. Der 38-JĂ€hrige sollte bei dem Turnier in den USA, Kanada und Mexiko als Video-Referee eingesetzt werden.

Den Berichten zufolge war Dieperink die sexuelle Nötigung eines MinderjĂ€hrigen in London vorgeworfen und der NiederlĂ€nder festgenommen worden. Die anschließenden polizeilichen Ermittlungen, bei denen auch Videomaterial gesichtet wurde, seien den Berichten zufolge aber aus Mangel an Beweisen eingestellt worden. 

Dieperink bedauert WM-Aus und beteuert Unschuld

Wie die niederlĂ€ndische Zeitung «De Telegraaf» berichtete, sei Dieperink enttĂ€uscht ĂŒber seine WM-Ausbootung. «Es macht mich sehr traurig, dass ich zu Unrecht beschuldigt wurde», wird der Referee zitiert. Er habe nach eigener Aussage vollumfĂ€nglich mit der Polizei kooperiert sowie die FIFA, die EuropĂ€ischen Fußball-Union (UEFA) und den NiederlĂ€ndischen Fußball-Verband (KNVB) informiert. 

«Ich bin dankbar fĂŒr die UnterstĂŒtzung, die ich vom KNVB erhalten habe, sowie fĂŒr die Art und Weise, wie dieser mit dem Fall umgegangen ist», erklĂ€rte Dieperink. Es sei bedauerlich, dass die FIFA beschlossen habe, ihn nicht fĂŒr die WM zu nominieren. 

Vonseiten des KNVB hieß es, «auf Grundlage der verfĂŒgbaren Informationen sehen wir keinen Grund, ihn nicht in der niederlĂ€ndischen Liga einzusetzen». Dennoch soll Dieperink an diesem Wochenende in der Eredivisie nicht zum Einsatz kommen. Laut einem KNVB-Sprecher geschehe dies «angesichts der Berichterstattung und der Auswirkungen auf Rob in seinem eigenen Interesse und im Interesse des Spiels». Laut «De Telegraaf» war der 38-JĂ€hrige als VAR fĂŒr das Spiel NEC Nijmegen gegen Go Ahead Eagles Deventer an diesem Sonntag vorgesehen.

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