Ukraine, Italien

Ukrainer Heraskewytsch rechnet nicht mehr mit Olympia-Start

13.02.2026 - 13:09:22

Der Skeleton-Pilot stellt sich nach der Anhörung vor dem Internationalen Sportgerichtshof von einer ukrainischen Flagge umhĂŒllt den Fragen. Es dĂŒrfte noch heute zu einem Urteil kommen.

  • Wladislaw Heraskewytsch glaubt nicht mehr an einen Olympia-Start. - Foto: Peter Kneffel/dpa

    Peter Kneffel/dpa

  • Cas-Generaldirektor Matthieu Reeb spricht vor der Anhörung. - Foto: Peter Kneffel/dpa

    Peter Kneffel/dpa

  • Wladislaw Heraskewytsch Ă€ußerte sich nach der Anhörung. - Foto: Peter Kneffel/dpa

    Peter Kneffel/dpa

Wladislaw Heraskewytsch glaubt nicht mehr an einen Olympia-Start. - Foto: Peter Kneffel/dpaCas-Generaldirektor Matthieu Reeb spricht vor der Anhörung. - Foto: Peter Kneffel/dpaWladislaw Heraskewytsch Ă€ußerte sich nach der Anhörung. - Foto: Peter Kneffel/dpa

Nach der Anhörung im Eilverfahren um seinen Ausschluss von den olympischen Skeleton-Wettbewerben geht der Ukrainer Wladislaw Heraskewytsch nicht mehr von einer nachtrĂ€glichen Teilnahme aus. «Das hat sich erledigt», sagte er in Mailand umhĂŒllt von einer ukrainischen Flagge. 

In einer rund zweieinhalbstĂŒndigen Anhörung vor der Ad-hoc-Kommission des Internationalen Sportgerichtshofs Cas kĂ€mpfte er gegen die Entscheidung des zustĂ€ndigen Weltverbandes IBSF, ihn von den Rennen in Cortina d'Ampezzo auszuschließen.

Heraskewytsch: «Ich bereue nichts»

Der Ausgang in dem Eilverfahren ist weiter offen. Heraskewytsch ist davon ĂŒberzeugt, dass der Cas zu seinen Gunsten entscheiden werde. Der Ukrainer plant aber nicht mehr, ins olympische Dorf nach Cortina d'Ampezzo zurĂŒckzukehren. «Von Tag eins an habe ich gesagt, dass ich glaube, dass ich im Recht bin», erklĂ€rte Heraskewytsch. «Ich bereue nichts.»

Hoffen auf schnelles Urteil

Entschieden wird der Fall von einer Schiedsrichterin, der deutschen RechtsanwĂ€ltin Annett Rombach. «Wir hoffen, dass wir heute ein Urteil verkĂŒnden können. Aber es ist schwer zu sagen, wann», sagte Matthieu Reeb, der Cas-Generaldirektor. Vor Ort waren Heraskewytsch und sein Vater sowie Vertreter des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), zudem sollten per Video Vertreter des Weltverbandes IBSF und der Rechtsbeistand des Athleten zugeschaltet werden.

Hintergrund war, dass Heraskewytsch sich geweigert hatte, auf das Tragen eines vom IOC verbotenen Helms mit Bildern von im Krieg gegen Russland getöteten Sportkollegen zu verzichten.

Das IOC untersagt politische Botschaften wÀhrend der WettkÀmpfe und hatte den Ukrainer mehrfach aufgefordert, einen anderen Helm zu verwenden. Der 27-JÀhrige argumentiert, es habe bereits Àhnliche FÀlle bei Olympia ohne drastische Sanktionen gegeben, und sieht keinen Regelbruch.

Erst noch Hoffnung auf RĂŒckkehr in laufenden Wettbewerb

Heraskewytsch verlangt vor dem Cas die Aufhebung der Entscheidung und seine sofortige Wiederzulassung zu den Winterspielen. Sein Ziel sei es ursprĂŒnglich noch gewesen, doch noch am Skeleton-Wettbewerb teilzunehmen.

Allerdings wurden die ersten beiden LĂ€ufe bereits am Donnerstag absolviert. FĂŒr heute Abend ab 19.30 Uhr ist die Medaillenentscheidung mit den LĂ€ufen drei und vier geplant.

«FĂŒr mich es ist jetzt natĂŒrlich schwer nachzuvollziehen, wie wir das umsetzen können», hatte Heraskewytsch noch vor der Anhörung auf die Frage geantwortet, wie er denn doch noch in den Wettbewerb einsteigen könne. Vielleicht mĂŒsse man die ersten beiden LĂ€ufe annullieren oder er selbst mĂŒsse mehrere LĂ€ufe an einem Tag bestreiten, sagte der Ukrainer.

@ dpa.de

Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt anmelden.

Weitere Meldungen

Sportgericht bestÀtigt Ausschluss von Ukrainer bei Olympia. Der Internationale Sportgerichtshof gibt dem IOC in der Kontroverse um seinen Gedenk-Helm Recht. Der Fall des ukrainischen Skeleton-Piloten Wladislaw Heraskewytsch bewegt die olympische Welt. (Politik, 13.02.2026 - 17:36) weiterlesen...

Job fĂŒr eine Frau: Die erste Krise der IOC-Chefin. Bald kommen noch mehr unbequeme Themen auf sie zu. Zwischen TrĂ€nen und ReformplĂ€nen: Kirsty Coventry erlebt beim Ausschluss eines Ukrainers ihre olympische Feuertaufe als IOC-PrĂ€sidentin. (Sport, 13.02.2026 - 14:12) weiterlesen...

Eilverfahren um Ausschluss von Ukrainer Heraskewytsch lÀuft Kann der Ukrainer Wladislaw Heraskewytsch trotz Disqualifikation doch noch am Skeleton-Wettbewerb bei Olympia teilnehmen? Ein Eilverfahren in Mailand soll jetzt entscheiden. (Sport, 13.02.2026 - 09:35) weiterlesen...

Redefreiheit? Warum ein Ukrainer die olympische Welt bewegt. Und warum macht das IOC keine Ausnahme? Ein Helm als Statement: Warum darf Wladislaw Heraskewytsch bei Olympia nicht auf die getöteten Sportler aufmerksam machen? (Sport, 13.02.2026 - 05:40) weiterlesen...

Heraskewytsch glaubt noch an Olympia-Teilnahme: «Unser Ziel» Wladislaw Heraskewytsch kĂ€mpft vor dem Sportgericht um seine Olympia-Chance – obwohl schon zwei LĂ€ufe des Skeleton-Wettbewerbs durch sind. (Sport, 13.02.2026 - 00:32) weiterlesen...

Eilverfahren nach Ausschluss: Ukrainer legt Einspruch ein. Skeleton-Pilot Wladislaw Heraskewytsch hat offiziell Protest gegen seinen Ausschluss bei den Winterspielen eingelegt. Jetzt muss das olympische Sportgericht entscheiden. (Sport, 12.02.2026 - 19:38) weiterlesen...