DFB-Pokal, Schalke 04

DFB-Pokal-Krimi: Schalke ringt Halle nach VerlÀngerung nieder

Veröffentlicht am: 24.08.2026 um 23:16 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

Der FC Schalke 04 hat sich mit Ach und Krach in der VerlĂ€ngerung beim Halleschen FC in die zweite Pokalrunde gemogelt – das klare Ergebnis tĂ€uscht, denn die Ostdeutschen hielten mutig dagegen und zwangen den Zweitligisten an den Rand eines Aus.

DFB-Pokal: Schalke gewinnt in Halle erst nach VerlÀngerung
Hallescher FC - Schalke 04 am 24.08.2026 - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Wenn man ehrlich ist, hatte sich Schalke diesen Abend wohl ganz anders vorgestellt. Gegen Halle, das noch nicht einmal in der 3. Liga spielt, musste der große Favorit lange bangen und geriet kurz vor dem Pausenpfiff durch Vin Kastull sogar in RĂŒckstand – eine klassische Pokalgeschichte eben, Staub, Flutlicht, Herzklopfen. Nach dem Seitenwechsel sprang Dejan Ljubicic mit dem 1:1 fĂŒr die Knappen ein, nachdem ein unglĂŒcklicher Abpraller landete, wo Fußballgötter manchmal eben lustige PlĂ€ne haben. Edin Dzeko verwandelte spĂ€ter – abgebrĂŒht wie eh und je – einen Elfmeter zum 2:1, und viele dachten, jetzt sei der Deckel drauf. Stattdessen zitterte sich Schalke in die VerlĂ€ngerung, weil Halle in der Nachspielzeit plötzlich mutig den Ausgleich schaffte. In der Extra-Zeit gelang Sylla rasch das 3:2, Adamu schob eiskalt nach, wĂ€hrend Halle nach Kastulls Verletzung dezimiert kĂ€mpfte. Dzeko setzte mit dem 5:2 die Kirsche auf diese wilde Tortenschlacht. Man könnte sagen: Klassenunterschied mit vielen Löchern und einer MeisterprĂŒfung in NervenstĂ€rke fĂŒr Schalke.

Schalke bekam gegen wackere Hallenser unverhofft Schwierigkeiten und musste das Pokalspiel in der VerlĂ€ngerung klĂ€ren. Halle ging vor der Pause ĂŒberraschend in FĂŒhrung; der Zweitligist mĂŒhte sich am Ende vor allem dank individueller Klasse zum 5:2-Erfolg. In den Medien sorgt besonders die NervenstĂ€rke der Schalker in Pokalduellen fĂŒr GesprĂ€chsstoff, wĂ€hrend Experten anmerken, dass ein solcher „Dusel-Sieg“ manchmal der Anfang einer lĂ€ngeren Story sein kann – der Club kann sich nun immerhin auf die Auslosung zur nĂ€chsten Runde freuen. Im Lichte der aktuellen Entwicklung im deutschen Fußball unterstreicht das Spiel erneut, dass selbst große Namen gegen leidenschaftlich kĂ€mpfende Außenseiter keinen SelbstlĂ€ufer erleben – das wurde zuletzt auch beim DĂŒsseldorfer Erfolg gegen einen Bundesligisten sichtbar. Außerdem lohnt der Blick nach vorn: Die kommenden Gegner dĂŒrften vorgewarnt sein, dass der Pokal seine eigenen Gesetze hat.

  • Die SĂŒddeutsche berichtet ausfĂŒhrlich ĂŒber den Pokalsieg von Borussia Dortmund, der nach einer durchwachsenen ersten Halbzeit erst in den letzten Minuten gegen einen unterklassigen Gegner das 3:1 klarmachen konnte. Besonderes Augenmerk lag laut SZ auf einer engagierten Leistung des Underdogs und der nur phasenweise ĂŒberzeugenden Vorstellung der Dortmunder. Nach Ansicht der Zeitung ist das Weiterkommen glĂŒcklich, aber wichtig fĂŒr die Moral des BVB. (Quelle: SĂŒddeutsche Zeitung)
  • Spiegel Online analysiert die ĂŒberraschende Niederlage des 1. FC Köln gegen den Viertligisten Rot-Weiss Essen im Elfmeterschießen. Nach einer umkĂ€mpften Partie versagte Köln bei den Nerven, wĂ€hrend Essen mit Leidenschaft und KaltschnĂ€uzigkeit fĂŒr das wohl grĂ¶ĂŸte Pokal-Überraschungsszenario des Abends sorgte. Die Redaktion hebt die emotionale Achterbahnfahrt beider Teams wĂ€hrend des Spiels heraus. (Quelle: Der Spiegel)
  • FAZ.net beleuchtet in einem mehrteiligen Liveticker die Spielereignisse und atmosphĂ€rischen Randnotizen aller Sonntagsspiele der 1. Runde, wobei vor allem die knappen Partien und die bemerkenswerten Zuschauerkulissen in kleineren Stadien erwĂ€hnt werden. In der Zusammenfassung betont man, wie die vermeintlich Großen in der ersten Runde reihenweise auf Schwierigkeiten stießen – einschließlich der kurzen Schockmomente fĂŒr Schalke. Im Fazit wertet die FAZ die Pokalergebnisse als Beleg fĂŒr die besondere Energie, die dieser Wettbewerb Jahr fĂŒr Jahr aufs Neue entfacht. (Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Disclaimer...

de | sport | 69996033 |