Schlechte, WasserqualitÀt

Schlechte WasserqualitÀt: Triathlon-Schwimmtraining abgesagt

28.07.2024 - 08:19:41 | dpa.de

Die geplanten Olympia-Wettbewerbe in der Pariser Seine stehen weiter auf der Kippe. Wegen schlechter WasserqualitĂ€t dĂŒrfen die Triathleten vorerst nicht im Fluss schwimmen.

Wegen zu schlechter WasserqualitÀt wurde das Triathlon-Training bei Olympia abgesagt. - Foto: Michael Kappeler/dpa
Wegen zu schlechter WasserqualitÀt wurde das Triathlon-Training bei Olympia abgesagt. - Foto: Michael Kappeler/dpa

Die Absage des ersten Schwimmtrainings der Triathleten bei Olympia in Paris nĂ€hrt die Zweifel an den geplanten Wettbewerben in der Seine. Weil die WasserqualitĂ€t aus Sicht des Weltverbands nicht ausreichend war, entschieden die Organisatoren der Sommerspiele am Morgen, auf die Übungseinheiten im Schwimmen zu verzichten. Nur das Lauf- und Radtraining auf der olympischen Strecke sollte stattfinden. 

Die am Samstag durchgefĂŒhrten Tests hĂ€tten nicht die vom Triathlon-Dachverband geforderten Garantien fĂŒr eine ausreichende Sauberkeit des Wassers geliefert, um das Schwimmen erlauben zu können, hieß es. Grund seien die RegenfĂ€lle der vergangenen Tage in Paris. «Paris 2024 und World Triathlon bekrĂ€ftigen, dass die Gesundheit der Athleten PrioritĂ€t hat», teilten die Olympia-Macher mit. 

Lange Zeit war in Paris darĂŒber diskutiert worden, ob die QualitĂ€t des Wassers in der Seine wirklich gut genug ist, damit dort WettkĂ€mpfe stattfinden können. 1,4 Milliarden Euro waren im Großraum Paris in den vergangenen Jahren in KlĂ€ranlagen und das Abwassersystem investiert worden, um die WasserqualitĂ€t zu verbessern. Verhindert wird nun unter anderem, dass bei Starkregen mit den Wassermassen auch ToilettenabwĂ€sser in den Fluss gelangen.

Wettervorhersage lÀsst Olympia-Macher noch hoffen

Bei Kontrollen in den vergangenen Monaten ließ die WasserqualitĂ€t dennoch zu wĂŒnschen ĂŒbrig. Dies begrĂŒndete die Stadt mit der ungewöhnlichen feuchten Witterung und niedrigen Temperaturen. Denn bei höheren Temperaturen und einem niedrigeren Wasserstand der Seine wĂŒrden Krankheitserreger dort schneller abgebaut. 

Die Wettervorhersagen mit viel Sonne in den nĂ€chsten Tagen stimmen die Organisatoren derzeit noch optimistisch, die Wettbewerbe nicht verlegen zu mĂŒssen. Man sei zuversichtlich, dass die Grenzwerte bis zur ersten Triathlon-Entscheidung am Dienstag wieder unterschritten werden. 

Bundestrainer: Nicht aus der Ruhe gebracht

Chef-Bundestrainer Thomas Moeller versicherte, im Wissen um die besonderen Bedingungen habe die Absage des Trainings das deutsche Team «nicht groß aus der Ruhe gebracht». Es sei ein alternatives Training organisiert worden. 

«Wir hoffen, dass die Sonne dafĂŒr sorgt, dass alles so weitergeht, wie das eigentlich geplant war», sagte Moeller. Die MĂ€nner könnten nun am Montag gemeinsam mit den Frauen ihr Schwimmtraining absolvieren, um fĂŒr ihr Medaillenrennen am Dienstag vorbereitet zu sein.

Neben den Triathleten sollen auch die Freiwasserschwimmer ihre Wettbewerbe in der Seine austragen. Als Alternative ist fĂŒr sie die Ruderregatta-Strecke vorgesehen.

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