Extremer Wind: Skifliegen nach einem Durchgang abgebrochen
23.03.2024 - 11:27:58Das letzte Teamfliegen des Skisprung-Winters ist windbedingt nach einem Durchgang abgebrochen worden. Der Weltverband Fis verschob den Start des zweiten Durchgangs in Planica zunÀchst mehrere Male und erklÀrte dann das vorzeitige Ende. «Es ist keine andere Möglichkeit da. Der Wind hat extrem zugenommen», sagte Bundestrainer Stefan Horngacher im ZDF.
Sein Team mit Karl Geiger, Stephan Leyhe, Pius Paschke und Andreas Wellinger kam damit nicht ĂŒber einen enttĂ€uschenden sechsten Rang hinaus. «Wir sind nicht wahnsinnig zufrieden. Wir hoffen, dass wir morgen noch einmal zum Fliegen kommen», sagte der Ăsterreicher Horngacher. Der Sieg ging an die Ăsterreicher mit den beiden Top-Fliegern Stefan Kraft und Daniel Huber. Rang zwei holte sich Gastgeber Slowenien mit dem gestĂŒrzten Timi Zajc. Dritter wurde Norwegen.
Unmittelbar nach Ende des ersten Durchgangs hatte der Wind deutlich aufgefrischt. «Es ist sehr turbulent. Die Athleten sind extrem mĂŒde, man muss nicht sinnlos riskieren», sagte Ăsterreichs Cheftrainer Andreas Widhölzl. Schon ohne den unberechenbaren Wind von bis zu acht Metern pro Sekunde war es auf der riesigen Anlage in Slowenien zu StĂŒrzen gekommen. Am Samstag erwischte es neben Zajc (242,5 Meter) auch den Italiener Giovanni Bresadola, der mit einem Krankenwagen abtransportiert wurde.
Der Finne Eetu Nousiainen hatte sich am Donnerstag bei einem Sturz einen Kreuzbandriss und einen Meniskusriss zugezogen. Am Sonntag (9.30 Uhr/ZDF und Eurosport) steht das Weltcup-Finale im Einzel auf dem Programm. Der Ăsterreicher Kraft, Japans Ryoyu Kobayashi und Deutschlands Olympiasieger Wellinger stehen in dieser Reihenfolge bereits als die besten Drei des Gesamtweltcups fest. Bei den Skispringerinnen ist die Saison nach einem Wettbewerb von der Normalschanze in Planica am Donnerstag bereits beendet.


