Volleyballer bei WM raus: «Alle knappen SÀtze abgegeben»
17.09.2025 - 17:40:37KapitĂ€n Georg Grozer konnte nur von der Bank zusehen, als ein Aufschlagfehler von Kumpel Erik Röhrs das frĂŒhe WM-Aus der deutschen Volleyballer und das Ende seiner Medaillen-TrĂ€ume besiegelte. EnttĂ€uscht schlug er die HĂ€nde vor dem Gesicht zusammen. «Es tut uns leid, dass wir heute, wie eigentlich bei der ganzen WM, die knappen SĂ€tze alle abgegeben haben», sagte Röhrs nach dem 1:3 (21:25, 25:17, 29:31, 22:25) gegen die favorisierten Slowenen.
Das deutsche Team hĂ€tte einen Sieg gebraucht, um ins Achtelfinale einzuziehen. Stattdessen tritt es die Heimreise vom Turnier auf den Philippinen an. «Ich glaube, wir haben heute unser bestes Spiel hier gemacht», sagte Bundestrainer Michal Winiarski. «Ich kann den Jungs nichts vorwerfen.» FĂŒr die Zukunft seien diese Erfahrungen wichtig.Â
Wie geht es mit Grozer weiter?
Ob der 40 Jahre alte Grozer Teil dieser Zukunft ist, wird sich zeigen. Gegen Slowenien wurde er vor dem vierten Satz ausgewechselt. Obwohl er in den ersten beiden Spielen bester deutscher Punktesammler war, konnte er im gesamten Turnier nicht seine gewohnte Durchschlagskraft entwickeln.
«Ich fahre heim und versuche irgendwie dieses Turnier zu vergessen. Dann gehe ich nach Shanghai und gebe mein Bestes, die Meisterschaft zu gewinnen», sagte der Diagonalangreifer ĂŒber seine PlĂ€ne fĂŒr die kommende Saison in der chinesischen Liga.
Vor dem Spiel in Pasay City war die Konstellationen denkbar einfach. Der Gewinner kommt ins Achtelfinale. Das deutsche Team erwischte einen guten Start und konnte durch schnelle Angriffe ĂŒber Mittelblocker Tobias Krick punkten. Doch mit einer starken Aufschlagserie verschafften sich die Slowenen einen Vorsprung und nutzten danach clever ihre Chancen. Die DVV-Defensive tat sich schwer, den Ball im Spiel zu halten.
FĂŒnf SatzbĂ€lle reichen nicht
Doch die Mannschaft kam ĂŒber den Aufschlagdruck in die Partie. Sechs Asse brachten den Ausgleich. Der dritte Satz war ĂŒber weite Strecken ausgeglichen und ging in die VerlĂ€ngerung. Insgesamt fĂŒnf SatzbĂ€lle hatte die DVV-Auswahl. Der letzte Schlag von AuĂenangreifer Erik Röhrs, der zuvor mit wichtigen Punkten geglĂ€nzt hatte, landete aber im Block des Gegners.Â
Schnell lag Deutschland im vierten Durchgang 4:8 hinten. «Es darf nie die Situation geben, dass wir aufhören, daran zu glauben», appellierte Winiarski an sein Team in einer Auszeit. Punkt fĂŒr Punkt kĂ€mpfte sich die Mannschaft zum 17:17, aber erneut waren die Slowenen in den entscheidenden Momenten besser.
Das deutsche Team hatte sich mehr erhofft, erwischte aber auch eine schwere Gruppe. Gegen die aufstrebenden Bulgaren gab es zum Auftakt eine deutliche Niederlage, nur gegen AuĂenseiter Chile einen Sieg.







