Marathon-Weltrekordlerin, Chepngetich

Marathon-Weltrekordlerin Chepngetich vorlÀufig gesperrt

17.07.2025 - 18:15:49

Im vorigen Herbst stĂŒrmt Ruth Chepngetich zu einem sensationellen Weltekord. Nun darf die Kenianerin vorlĂ€ufig nicht mehr starten, ihr droht auch eine Sperre.

Nach einer auffÀlligen Dopingprobe ist Marathon-Weltrekordlerin Ruth Chepngetich aus Kenia vorlÀufig suspendiert worden. Wie die unabhÀngige IntegritÀts-Agentur (AIU) des Leichtathletik-Weltverbandes mitteilte, wurde bei der 30-JÀhrigen ein nicht erlaubtes EntwÀsserungsmittel festgestellt, das auch zur Verschleierung anderer verbotener Substanzen im Urin dienen kann.

Chepngetich hatte im vorigen Oktober fĂŒr großes Aufsehen gesorgt, als sie als Siegerin des Chicago-Marathons als erste Frau die Marke von 2:10 Stunden ĂŒber die 42,195 Kilometer unterbot. Bei ihrem insgesamt dritten Erfolg in Chicago gewann Chepngetich in 2:09:56 Stunden. Der Weltmeisterin von 2019 droht nun eine Sperre.

LÀuferin bat zunÀchst selbst um Suspendierung

Wie die AIU erklĂ€rte, wurde die auffĂ€llige Probe am 14. MĂ€rz genommen. Der erlaubte Grenzwert fĂŒr das harntreibende Mittel Hydrochlorothiazid (HCTZ) wurde dabei weit ĂŒberschritten. Eine vorlĂ€ufige Sperre sei nach dem Welt-Anti-Doping-Code jedoch nicht zwingend vorgesehen.

Chepngetich wurde am 16. April in Kenia informiert und habe drei Tage spĂ€ter selbst um die Suspendierung gebeten, hieß es weiter. Die AIU habe den Fall zwischenzeitlich weiter untersucht und nun selbst eine vorlĂ€ufige Sperre verhĂ€ngt.

In den vergangenen Jahren wurden immer wieder auch prominente LĂ€uferinnen und LĂ€ufer aus Kenia gesperrt. Betroffen waren zuletzt der zweimalige Frankfurt-Sieger Brimin Misoi Kipkorir und der frĂŒhere Halbmarathon-Weltrekordler Kibiwott Kandie.

@ dpa.de