Dazn hĂ€lt Bundesliga-RĂŒckzug fĂŒr möglich
19.09.2024 - 11:37:33"Wir beweisen, dass sich mit Livesport ProfitabilitĂ€t erzielen lĂ€sst - entgegen allen negativen Prophezeiungen", so die Dazn-Managerin. Das Auktionsverfahren fĂŒr die Bundesliga-Medienrechte ab der Saison 2025/2026 war im FrĂŒhjahr vorerst gestoppt worden, nachdem die Deutschen FuĂball Liga (DFL) den Zuschlag fĂŒr das wichtigste Paket mit Liverechten an den Pay-TV-Anbieter Sky vergeben hatte - trotz eines finanziell offenbar deutlich besseren Angebots von Dazn. Daraufhin rief Dazn ein fĂŒr StreitfĂ€lle vorgesehenes Schiedsgericht an. Ungeachtet dieser Eskalation gebe es mit der DFL aber weiterhin eine "normale Arbeitsbeziehung", sagte Deutschlandchefin Mascia. Nötig sei nun eine "Versachlichung" des Streits. "Es geht hier nicht um persönliche Dinge, sondern um eine geschĂ€ftliche Frage." FĂŒr den 24. September wird eine Entscheidung des Schiedsgerichts erwartet. Zugleich deutete Mascia weitreichende Konsequenzen an, sollte das Unternehmen im Streit um das Liverechtepaket mit 196 Freitags- und Samstagsspielen (Paket B) vor dem Schiedsgericht unterliegen: "Wir schlieĂen nichts aus." Dazu gehöre zunĂ€chst eine Klage vor einem Zivilgericht. Zu dem Szenario, dass Dazn bei dem Paket B am Ende aller Rechtsmittel nicht zum Zuge kommt, sagte sie: "In diesem Fall wĂ€re auch ein totaler RĂŒckzug aus der Bundesliga eine Option." Dazn sei "ein global agierendes Unternehmen, fĂŒr uns gibt es nicht nur die Bundesliga". Allerdings sei Deutschland fĂŒr Dazn ein wichtiger Markt. Daher sei ein RĂŒckzug "natĂŒrlich nicht die Option, die wir anstreben". TatsĂ€chlich wolle der Streamingdienst sein Engagement in der Bundesliga gerne noch vergröĂern, sagte Mascia.


